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Karlsruhe Karlsruher Nancyhalle: Badisches Staatstheater zieht ein

Die Zukunft der Nancyhalle am Festplatz ist für das kommenden Jahrzehnt gesichert: Der mögliche Abriss steht vorerst nicht mehr zur Diskussion - einziehen wird das Badische Staatstheater, das die schon lange Zeit leer stehende Halle als Probenbühnenzentrum nutzen wird. Fast einstimmig stimmte der Karlsruher Gemeinderat bei seiner Sitzung am Dienstag der Überlassung zu.

Vorgesehen ist ein Übergangszeitraum von etwa sieben bis zehn Jahren, der die bislang unzureichende Probesituation des Theaters entschärfen soll. Die Stadt bügle damit Fehler aus, die bereits bei der Planung des Hauses gemacht wurden, befand Stadträtin Anne Segor von den Grünen.

"Probebühnenzentrum darf keine Dauerlösung sein"

Schon damals waren bauliche Einsparungen und Einschränkungen gemacht worden. Mit dem Wegfall der Insel als Studio- und Experimentalbühne, die nun vom neu etablierten Kinder- und Jugendtheater als Spielstätte genutzt wird, waren neue Proberäume dringend erforderlich geworden. Erwartet werden durch die verbesserte Raumsituation laut Verwaltungsvorlage der Stadt Mehreinnahmen von bis zu 250.000 Euro für das Badische Staatstheater.

Als "alternativlos" bezeichnete CDU-Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz die gefundene Übergangslösung. Zugleich erwarte die CDU-Fraktion jedoch eine Weiterentwicklung des Festplatzensembles, "bei dem auch der Abriss ein Thema sein darf". Zustimmung gab es von Seiten der SPD-Fraktion. Neben Lob für die Umnutzung der Nancyhalle betonte Stadtrat Heinrich Maul, dass ein dort untergebrachtes Probebühnenzentrum nicht zur Dauerlösung werden dürfe.

Gewinn für städtischen Haushalt

FDP-Stadträtin Rita Fromm freute sich auf eine Belebung des Festplatzes und den "Gewinn für den städtischen Haushalt" - denn auch die Stadt profitiert von dem neuen Nutzungskonzept: Zum einen erhält sie Mieteinnahmen von 190.000 Euro, gleichzeitig werden die Betriebskosten von rund 80.000 Euro eingespart, die auch bei einem Leerstand der Halle anfallen. Zuvor sind allerdings Investitionen von rund 1,65 Millionen Euro notwendig, die sich Stadt und Land als Träger teilen.

Diese müssen für Sanierungsmaßnahmen, wie etwa schalldämmende Wände und Brandschutzvorkehrungen, vorgenommen werden. Durch die Nutzung der Proberäume fallen für das Badische Staatstheater neben der Miete auch Betriebskosten von zirka 225.000 Euro an, die das Staatstheater nicht alleine aufbringen kann. Die Stadt Karlsruhe und das Land beteiligen sich deshalb zusätzlich mit einem jährlichen Zuschuss von je 95.000 Euro.

 

Mehr dazu:

Kein Abriss: Nancyhalle wird Probebühne fürs Staatstheater
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Kommentare (10)
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  •   blaumann
    (808 Beiträge)

    15.12.2011 02:50 Uhr
    Schwarzwaldhalle
    Sollen se lieber mal die Schwarzwaldhalle abreissen.. die ist meines Erachtens ein altmodischer Schandfleck... Scheiss Akustik...Scheiss Optik und auch sonst zu nichts wirklich sinvollem zu gebrauchen.
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  • unbekannt
    (11392 Beiträge)

    29.12.2011 20:08 Uhr
    Schwarzwaldhallenabriß
    Das Staatstheater ist jetzt auch nicht gerade optisch ansprechend...
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  •   dirkman
    (490 Beiträge)

    14.12.2011 16:49 Uhr
    nancyhalle?
    ich dachte die ist baufällig und muss abgerissen werden?
    oder war das nur ne finte um den colani raus zu bekommen?
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  •   766ziegler
    (138 Beiträge)

    14.12.2011 21:45 Uhr
    nancyhalle
    ja der ob hat alle wieder rausgeworfen wegen vielen macken, ist sie wieder fit die halle?komisch...
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  •   Greif
    (1495 Beiträge)

    14.12.2011 17:23 Uhr
    ist vermutlich genau so unmißverständlich korrekt...
    wie die folgende Aussage aus dem Artikel
    Zitat von gleichzeitig werden die Betriebskosten von rund 80.000 Euro eingespart, die auch bei einem Leerstand der Halle anfallen.

    Hä?! Die Betriebskosten fallen bei Leerstand an, können aber eingespart werden, wenn die Halle genutzt wird? Die werden doch garantiert nicht eingespart - bestenfalls von jemand anderem bezahlt...
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  •   JOSI
    (376 Beiträge)

    14.12.2011 22:06 Uhr
    Die Stadt spart ca. 80.000 Euro Betriebskosten ein...
    zahlt aber einen Zuschuß von 95.000 Euro an das Staatstheater für die Nancyhalle die andere hälfte das Land... also spart die Stadt nicht 80.000 Euro sondern zahlt vorerst mal ca. 15.000 Euro mehr im Jahr...

    Das ist Politiklogik ! ! ! !
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  • unbekannt
    (22 Beiträge)

    14.12.2011 17:41 Uhr
    ...
    weil die Stadt KA die 80.000 einspart, da diese auf den Mieter zurückfallen, weis nicht was daran missverständlich ist.
    Wenn du Mieter wärst, dann zahlt dir dein Vermieter ja auch nicht die Kosten für Strom, Wasser,.........
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    15.12.2011 01:50 Uhr
    Wie wenn
    das Staatstheater ein Mieter wäre. Die Mieteinnahmen zahlt sich die Stadt ja selbst.

    Gott, ist das albern wie die hier die Beträge durch die Gegend schieben, solange bis sie sich einen vermeintlichen Gewinn hergerechnet haben.
    Da ist mir ja Standard & Arm noch sympathischer als diese Finanzgenies.
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  •   Karlsrator
    (2743 Beiträge)

    14.12.2011 18:37 Uhr
    Aha
    Und die Kosten für Strom, Wasser ... fallen "auch bei einem Leerstand" an? Dann müssen wohl einige Rohre sehr undicht sein und die Elektrönchen hüpfen von allein aus der Steckdose ...
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  •   honktonk
    (3196 Beiträge)

    14.12.2011 19:06 Uhr
    So wie es in der Halle nach Schimmel stinkt, würde mich das nicht wundern.
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