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Karlsruhe Karlsruher Integrationspreis 2014: "Dieses Land ist unser gemeinsames Land"

Am Mittwochabend wurde im vollbesetzten Bürgersaal des Karlsruher Rathauses zum 18. Mal der Karlsruher Integrationspreis "Miteinander Leben, vom Fremden zum Freund" verliehen. Dieser wird jährlich vom Internationalen Begegnungszentrum (Ibz) in Abstimmung mit dem Kuratorium "Karlsruher Integrationspreis" ausgeschrieben.

"Integration wird in Karlsruhe sehr intensiv gelebt", meint Bürgermeister Frank Mentrup, der sich über die rund 20 Berwerbungen freute, in seiner Ansprache bei der Verleihung des 18. Karlsruher Integrationspreises. Wie intensiv das sein kann, demonstrierten in Karlsruhe allen voran Fachredakteurin Abier Bushnaq, Christoph Rapp von der Stadtverwaltung, Ex-Bügermeister und Ibz-Gründer Norbert Vöhringer sowie der Deutschsprachige Muslimkreis (DMK). Diese vier wurden am Mittwochabend im Karlsruher Rathaus für ihr außerordentliches Engagement für die Integration von Migranten in Karlsruhe ausgezeichnet.

"Ein Zeichen setzen"

Mit der Ausschreibung des Preises will das Ibz jährlich "ein Zeichen setzen, um die Benachteiligung von Migranten und Vorurteile zu überwinden", wie Barbara Mehnert, die Vorsitzende des Ibz, in ihrer Begrüßungsrede betont. Das allgemeine Ziel des Ibz sei es, sich für eine Willkommens- und Anerkennungskultur einzusetzen. Dieses Ziel verfolgt auch die diesjährige Preisträgerin Abier Bushnaq. "Sie berät in unermüdlichen Gesprächen, übersetzt lange Protokolle, Briefe und Dokumente, hilft fachkundig weiter, tröstet, unterstützt, ermütigt, begleitet", zählt Dankwart von Loeper vom Menschenrechtszentrum in seiner Laudatio auf.

Abier Bushnaq setze sich insbesondere für Flüchtlinge und Toleranz ein. Sie gründete das "Ibn Rushd Fund for Freedom of Thought", übersetzt für das "Lisan-Projekt", war langjährige Vorsitzende des "Freundeskreis Asyl", arbeitete im Menschenrechtszentrum mit und ist aktuell in der Flüchtlingsberatung von "Amnesty International" tätig - und das alles ehrenamtlich. 

Mitglied der Stadtverwaltung ausgezeichnet

Sowohl ehrenamtlich als auch beruflich engagiert sich Christoph Rapp von der Stadtverwaltung. "Er hat verstanden, dass jeder etwas gegen Ausländerfeindlichkeit und Islamophobie tun kann", sagt Meri Uhlig, Integrationsbeauftragte der Stadt Karlsruhe, in ihrer Laudatio. So organisiert Rapp die "Karlsruher Wochen gegen Rassismus" und engagiert sich unter anderem als Vorstand des Menschenrechtszentrums, bei "Freunde für Fremde" und "Amnesty International". Laut Uhlig sei im Kuratorium darüber diskutiert worden, ob ein Hauptamtlicher den Integrationspreis überhaupt bekommen dürfe. Der Konsens: Bei so einem außerordentlichen Engagment, wie Rapp es zeigt, ja. 

Als drittes wurde mit dem "Deutschsprachigen Muslimkreis" (DMK) zum ersten Mal ein muslimischer Verein mit dem Karlsruher Integrationspreis ausgezeichnet. Laudator Albrecht Fitterer-Pfeiffer von der christlich-islamischen Gesellschaft, die den DMK für den Preis vorgeschlagen hat, sorgt zunächst für viele Lacher im Bürgersaal, als er zu Beginn seiner Rede verkündet: "Ich kenne mich mit Integration aus. Ich bin mit einer Schwäbin verheiratet.". 

Ausgezeichneter DMK steht ohne Bleibe da

Als Verdienste des DMK nennt er die Organisation von Islamwochen und Islamforen, die Mitinitiation des Gartens der Religionen, die Beteiligung bei den "Wochen gegen Rassismus", den Anstoß der Debatte um den Bau einer Moschee in Karlsruhe, sowie das Abhalten einer Mahnwache für verfolgte Christen in Nigeria. Ob sich der DMK weiter in diesem Maße engagieren kann, ist im Moment fraglich, denn dem Verein wurden laut Fitterer-Pfeiffer die Räumlichkeiten in der Rintheimer Straße gekündigt. Eine neue Bleibe konnte noch nicht gefunden werden. 

Blieb noch ein Preis zu verleihen - der für das Lebenswerk. Dieser ging dieses Jahr an Norbert Vöhringer, der einigen als ehemaliger Karlsruher Bürgermeister noch ein Begriff sein könnte, und der bis vor Kurzem Vorstand des Ibz war, das er vor 19 Jahren gegründet hat. Angefangen habe das Engagment von Vöhringer laut Laudator Franz Hoß von der Arbeiterwohlfahrt mit der Beteiligung an Demonstrationen "gegen Ignoranz, nationale Überheblichkeit und Fremdenfeindlichkeit".

"Last Weekend" parodieren Stereotype über Russen

Es folgten Aktivitäten im Rahmen der "Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit", des "christlich-islamischen Dialogs", und des zuvor ausgezeichneten DMK, die Gründung des Arbeitskreises "Miteinander Leben" und die Organisation des "Festes des Völkerverständigung". Das Amt des Vorsitzenden des Ibz habe Vöhringer vor Kurzem "alters- und gesundheitsbedingt" abgeben müssen. "Damit verlässt ein Schwergewicht die 1. Reihe der integrationspolitischen Bühne Karlsruhes", resümiert Laudator Fitterer-Pfeiffer. 

Eine kleine Auflockerung der festlichen Preisverleihung lieferte die Comedygruppe "Last Weekend". "Wir sind alle perfekt integriert, außer er", sagt einer der Schauspieler, der wie drei seiner Kollegen ein weíßes Hemd trägt, und zeigt auf einen Jungen im roten Hemd. "Er erfüllt alle Stereotypen über Russen." Die Lächerlichkeit dieser Stereotypen wurde dann in einigen Szenen demonstriert, beispielsweise beim Kennenlernen des Vaters der Freundin. "Was machen Sie"? - "Hartz IV testen. Bafög auch getestet, war nicht gut, hab ich zurückgegeben."

"Dieses Land ist unser gemeinsames Land"

Die Kölner Autorin Lale Akgün machte in ihrer Festansprache auf die vier größten Herausforderungen aufmerksam, die jeder Einwanderungsgesellschaft, also auch Karlsruhe, zu meistern habe und zu deren Umsetzung die vier Preisträger maßgeblich beigetragen haben: Die Vielfalt zu organisieren, Chancengleichheit für Migranten zu schaffen, eine tolerante Gesellschaft zu erlangen, in der alle die Rechtsstaatlichkeit einhalten und vor allen Dingen eine neudeutsche Bürgergesellschaft zu gestalten, in der Andersartigkeit nicht ständig betont wird, da dies zu Ausgrenzung führe. Ihr Schlusswort: "Dieses Land ist unser gemeinsames Land".

 

 

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  • unbekannt
    (3577 Beiträge)

    16.05.2014 00:08 Uhr
    wenn Du um diese Uhrzeit Hunger auf Wild hast
    dann schwing dich in dein SUV (Deutsch: Auto mit Sprit-Suff) und fahre durch den Wald. Irgendwann wird schon was vor den Kühler laufen.
    Du hast doch den Spezialjagdschein für ADAC-Mitglieder?
    Auf dem Balkan ist das eine übliche Jagdmethode (oder die Typen haben kaputte Bremsen).
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  • unbekannt
    (2134 Beiträge)

    16.05.2014 00:17 Uhr
    Ich habe auf meinem Beifahrersitz
    immer 2 halbautomatische Gewehre für diese echt aggressiven Rehe stehen.
    Ansonsten warte ich lieber bis ich mir meinen Hummer gekauft habe,bei meiner kleinen Blechschleuder bin eher ich hinterher Gulasch grinsen
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    15.05.2014 20:51 Uhr
    vor allen Dingen eine neudeutsche Bürgergesellschaft zu gestalten
    in der Andersartigkeit nicht ständig betont wird.

    Was ist denn das für ein Gelaber? Wer betont denn seit Generationen mit dem Dauerthema "Integration" die Andersartigkeit? "Neudeutsche Bürgergesellschaft", wenn ich das schön höre. Können die nicht einfach ganz normal sein?
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  • unbekannt
    (6808 Beiträge)

    16.05.2014 06:17 Uhr
    was Leute wie Sie
    bloß unter "normal" verstehen. Was ist denn "normal"? Mann, Frau, zwei Kinder? Sonntags Kirche? Schnitzel, Pommes und Salat? Bundesliga? Samstags Auto waschen?
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    16.05.2014 07:34 Uhr
    sehr praktisch,
    wenn man seine Fragen gleich selbst beantwortet.
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  • unbekannt
    (1536 Beiträge)

    16.05.2014 08:03 Uhr
    Vor allen Dingen
    `s Gräbele net vergesse. Klassisch natürlich, ...ohne blasen.
    Nur das zeichnet einen guten Deutschen aus.
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  •   Starbuzz
    (1535 Beiträge)

    15.05.2014 20:38 Uhr
    für
    was denn so ein bescheuerte Preis ? Ist doch schön wenn die sich hier in Deutschland so gut integrieren, aber was ist den mit den Menschen ohne Migrationshintergrund bzw. Urdeutsche, die das natürlich auch zum Großteil zulassen und auch dafür viel tun, dass dies auch gut harmoniert ? Ist es denn nicht erwähnenswert ? Anscheinend nicht...

    Das wäre doch auch mal Nennenswert !
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  •   DerSpinner
    (2056 Beiträge)

    16.05.2014 02:45 Uhr
    Es ist die oberste Pflicht für Ausländer
    sich im Gastland zu integrieren. Ansonsten bitte schnellstmögliche Heimreise. Wenn ich z.B. deutsche Subkulturen in Spanien sehe, kommt mir das Kotzen. Wersich um einen Integrationspreis bewirbt, versucht sich mit Selbstverständlichkeiten zu beweihräuchern. Das ist m.M. nach nichts wert.
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    16.05.2014 07:37 Uhr
    Volltreffer.
    Das ist schon fast einen Preis wert.
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  •   Starbuzz
    (1535 Beiträge)

    15.05.2014 20:33 Uhr
    und
    wo ist mein Integrationspreis ?

    Schließlich habe ich türkisch und Arabisch gelernt um mich in D besser zu verständigen. Passe mich an meine türkischen und Arabischen Mitmenschen an. Geh jedes Wochenede in die Moschee und esse jeden Tag Döner in Karlsruhe!
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