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Karlsruhe Karlsruher Grüne fordern Lärmschutz an Bahnstrecken

In einer Landtagsanfrage hat die Karlsruher Grünen-Abgeordnete Gisela Splett sich nach dem Stand der Lärmsanierung an Schienenwegen in Karlsruhe erkundigt. Hintergrund sei die Tatsache, dass der Lärmaktionsplan der Stadt den von Bahnstrecken ausgehenden Lärm ausgeklammert habe, weil das Eisenbahnbundesamt die erforderliche Lärmkartierung nicht rechtzeitig vorgelegt habe, heißt es in einer Pressemitteilung.

Splett vertritt die Ansicht, dass der Ausbau der Rheintalbahn und die damit verbundene Steigerung des Schienenverkehrsaufkommens verstärkte Lärmschutzanstrengungen auch in Karlsruhe notwendig mache. "Leider hat die Landesregierung uns bezüglich Prognosezahlen für das Schienengüterverkehrsaufkommen in Karlsruhe vertröstet", beklagt Splett. 

Klar sei aber, dass von einer deutlichen Erhöhung der Zugzahlen in den kommenden Jahrzehnten auszugehen sei. "Wir Grüne unterstützen den Ausbau der Rheintalbahn und wollen möglichst viel Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlagern. Dazu gehört aber ein konsequenter Lärmschutz, damit die Anwohnerinnen und Anwohner nicht die Leidtragenden sind", fordert die Landespolitikerin.

In Südbaden sprechen sich die Grünen für eine optimierte Trassenführung hinsichtlich Lärm- und Naturschutz aus. "Lärmschutz-anstrengungen muss es nicht nur an den Neubaustrecken, sondern auch an den Bestandsstrecken im Bereich Karlsruhe geben", betont Splett mit Blick auf Karlsruhe.

Der Grüne Landtagskandidat Alexander Salomon ergänzt: "Lärm kann nachweislich zu schweren Gesundheitsschäden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Der durch Lärm verursachte wirtschaftliche Schaden übersteigt bei weitem die Kosten eines effektiven Lärmschutzes. Das Lärmproblem muss daher ernst genommen und in politischen Entscheidungen verstärkt berücksichtigt werden."

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  •   Karlsrator
    (2746 Beiträge)

    17.12.2010 16:13 Uhr
    Verstehe ich das jetzt richtig, ...
    ... dass die Grünen nun plötzlich auch die Kombilösung befürworten, deren unterirdische Trassenführung wohl unbestritten den größtmöglichen Lärmschutz vor etwaigem Quietschen, Kreischen, Klingeln und sonstigen Bahngeräuschen bietet? ((-;
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  •   mueck
    (11078 Beiträge)

    17.12.2010 23:21 Uhr
    !
    Nur wenn künftig der transeuropäische Güterverkehr zum Gotthard durch den Stadtbahntunnel fährt statt der Straßenbahnen. Denn im Artikel geht's um den Lärm durch Güterverkehr.
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  • unbekannt
    (786 Beiträge)

    17.12.2010 15:42 Uhr
    Wie wär's mit Tempo 30
    für die Bahn und zwar von Stadt zu Stadt? Würde doch bestimmt den Lärm reduzieren und die Polizei könnte ihre Starrenkästen an den Gleisen verlegen. Ausserdem wäre der Bremsweg kürzer, wenn z. B. ein Verrückter bei einem unbeschrankten Bahnübergang wieder die Gleise kreuzt.
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  •   andip
    (9903 Beiträge)

    17.12.2010 12:00 Uhr
    Das
    klingt für mich wie "Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass"
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  •   F_aus_Bayern
    (1537 Beiträge)

    17.12.2010 09:02 Uhr
    Erst billige...
    Bauplätze entlang der Eisebahntrassen/Autobahnen/Bundesstrassen kaufen und dann nach Lärmschutz auf Kosten der Allgemeinheit schreien. zwinkern
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  •   lebkuchenmesser
    (737 Beiträge)

    18.12.2010 13:01 Uhr
    Das erinnert mich immer
    an das Neubaugebiet Silberstreifen beim Forchheimer Bahnhof.
    Wenn dort eines Tages mal die vier Gleise auf der dafür freigehaltenen Trasse liegen, werden sich einige entrüsten.
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  •   mueck
    (11078 Beiträge)

    17.12.2010 23:22 Uhr
    !
    Entlang Karlsruher Bahntrassen wurden schon seit Jahrzehnten keine Baugebiete mehr ohne Lärmschutz ausgewiesen.
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