Karlsruhe Karlsruher Fastnachtsumzug

Kunterbuntes Treiben in Karlsruhe (Foto: ka-news)
Mit dem 76. Karlsruher Fastnachtsumzug erreichte das närrische Treiben in der Region am Dienstagmittag seinen absoluten Höhepunkt. Die Sonne lachte zwar nicht vom Himmel, dafür lachten zahlreiche Narren aber umso mehr und ließen sich vom regnerischen Wetter nicht abschrecken. Rund 180.000 Zuschauer verfolgten das Spektakel.

Für welche Kostüme sich die Jecken am Wegesrand entschieden hatten, war in diesem Jahr nicht immer einfach festzustellen. Wegen der dunklen Wolken am Himmel, Wind und gelegentlicher Schauer zogen es viele vor, in warme Mäntel und Jacken zu schlüpfen. Trotzdem verrieten Hexen- und Zaubererhüte aber immer wieder, dass unter mancher dicken Kleidung magische Fähigkeiten lauerten. Und natürlich ließen sich nicht alle ihre Kostümschau vom Wetter verleiden, Cowboys wanderten ebenso in voller Montur durch die Straßen wie zahlreiche Vertreter der Tierwelt.

Süßigkeiten-Regen mit Schirm aufgefangen

Insgesamt verfolgten diesmal weniger Besucher das närrische Treiben als im letzten Jahr. Nahmen damals noch 250.000 Menschen teil, so waren jetzt "nur" 180.000 Fastnacht-Fans gekommen. Der Grund dürfte wohl das bescheidene Wetter gewesen sein. Um 14.11 Uhr formierte sich der riesige Umzug aber unbeeindruckt am Durlacher Tor, um die immer noch zahlreichen Gäste zu unterhalten. Unbeeindruckt blieb man auch von Karlsruhes gescheiterter Bundesgartenschaubewerbung: Unter dem Motto "Und fehlt uns a die Gardeschau, mir feiere trotzdem mit Helau!" schlängelte sich die Parade durch die Stadt.

Eine Hexe geht zum Angriff über (Foto: ka-news)

91 Nummern mit 37 Wagen zogen durch die Straßen. Elf Tonnen Gutsel prasselten auf die Zuschauer herab, die zu schlauen Mitteln griffen, um sich eine möglichst große Menge zu sichern. So wurde kurzerhand der aufgespannte Regenschirm, mit dem man eigentlich dem unangenehmen Regen trotzen wollte, verkehrt herum den Narren entgegengestreckt, um mit diesem "Behälter" den weitaus angenehmeren Süßigkeiten-Regen aufzufangen.

37 Wagen zogen durch die Straßen (Foto: ka-news)

Auf einer Ehrentribüne am Marktplatz beobachteten die Promis die in Richtung Europaplatz vorbeiziehende endlose Schlange an Musikgruppen, Tänzern und Festwagen. Neben Jürgen Olm, Präsident des Festausschusses Karlsruher Fastnacht (FKF), nahm zum Beispiel Bürgermeisterin Margret Mergen Platz. Die vorbeiziehenden Motivwagen behandelten wie immer Themen, die die Karlsruher bewegen, allerdings fiel ihr Anteil diesmal im Vergleich zum Vorjahr kleiner aus. Der Umbau des KSC-Stadions kam ebenso zur Sprache wie die Suche nach einem Namen für das Freizeitbad, das mittlerweile Europabad getauft wurde. Für den KSC haben die Narren außerdem schon den UEFA-Cup im Blick.

Wann kommt der Umbau des Wildparkstadions? OB Heinz Fenrich und KSC-Präsident Hubert Raase in Wartestellung (Foto: ka-news)

Auch wenn der guten Laune traditionell gern damit auf die Sprünge geholfen wird: übermäßiger Alkoholkonsum war vom veranstaltenden Festausschuss Karlsruher Fastnacht (FKF) schon im Vorfeld als ausdrücklich unerwünscht erklärt worden. Und so bekam die Menge als Geschenk von den Fastnachtern auf den vorbeiziehenden Wagen in erster Linie Gutsel satt. Laut Polizei kam es auch am Rande der Veranstaltung kaum zu Alkoholleichen. Und auch sonst war es ein recht ruhiger Nachmittag ohne Vorkommnisse für die Beamten.

Süßigkeiten für die Kleinen (Foto: ka-news)

Der Gaudiwurm schlängelte sich bis hin zur Karl- und Mathystraße, wo er sich allmählich auflöste. Beim anschließenden "Halligalli" im Weinbrennersaal der Stadthalle konnten die Fastnachter bei freiem Eintritt weiterfeiern. Um 18.31 Uhr hieß es bei der großen Fastnachtsverbrennung auf dem Festplatz Abschied nehmen von der närrischen Zeit. Mehr Fotos zum Karlsruher Fastnachtsumzug sehen Sie in unserem Projektor.

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