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Karlsruhe Karlsruher Café-Betreiber 1992 getötet: Täter jetzt in Italien gefasst

Nachdem das Landeskriminalamt erst kürzlich einen weltweit zur Fahndung ausgeschriebenen 36-jährigen Ukrainer in Moskau aufgespürt hatte, gelang Beamten nun ein weiterer Festnahmeerfolg: Ein 42 Jahre alter Rumäne, der 1992 gemeinsam mit einem Landsmann in Karlsruhe einen 31-Jährigen Café-Betreiber getötet haben soll, wurde am 14. März an der italienisch/französischen Grenze durch italienische Polizeibeamte festgenommen.

Dem jetzt dingfest gemachten 42-Jährigen wird vorgeworfen, zusammen mit seinem um ein Jahr jüngeren Landsmann am 12. Oktober 1992 einen 31 Jahre alten Mann getötet zu haben. Die beiden damals als Stricher tätigen Männer hatten den Betreiber eines Cafés in dessen Karlsruher Wohnung aufgesucht.

Gefesselt, getreten und misshandelt

Anschließend sollen sie ihr homosexuell veranlagtes Opfer niedergeschlagen, gefesselt, getreten und mit mehreren Messerstichen derart misshandelt haben, dass es schließlich verstarb. Nach der Tat waren sie mit einer Beute von 890 Mark geflüchtet. Aufgrund der damals noch mangelhaften technischen Ausstattung der rumänischen Sicherheitsbehörden war es erst Jahre später gelungen, die am Tatort gesicherten Fingerspuren mit den rumänischen Behörden abzugleichen und den inzwischen in seine Heimat zurückgekehrten jüngeren Tatverdächtigen zu identifizieren.

Im Jahr 2010 erging gegen den Mann Internationaler Haftbefehl. Nach seiner Festnahme wurde er nach Deutschland ausgeliefert und im Februar dieses Jahres vom Landgericht Karlsruhe wegen Gemeinschaftlicher Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt.

Nachdem der Verurteilte die Personalien seines Mittäters preisgegeben hatte, gelang es den Zielfahndern nunmehr nach monatelangen Ermittlungen, den gleichfalls mit Internationalem Haftbefehl gesuchten 42-Jährigen in Italien ausfindig zu machen. Auf die Fährte des Flüchtigen gelangten die Zielfahnder durch umfangreiche Ermittlungen in intensiver Zusammenarbeit mit rumänischen und italienischen Ermittlungsbehörden sowie den Bundeskriminalamt-Verbindungsbeamten.

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