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Karlsruhe Karlsruher Anwalt darf Bayerns Innenminister "Inzuchtsprodukt" nennen

Das Karlsruher Amtsgericht hat einen Strafbefehl gegen einen Karlsruher Rechtsanwalt abgelehnt, der den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ein "ganz wunderbares Inzuchtsprodukt" genannt hat.

Der Jurist David Schneider-Addae-Mensah hatte dem Politiker im vergangenen September als Reaktion auf dessen Aussage in einer Fernseh-Talkshow, der Sänger Roberto Blanco sei ein "wunderbarer Neger", einen Brief mit der Formulierung geschrieben. Das Amtsgericht Karlsruhe lehnte einen von der Staatsanwaltschaft beantragten Strafbefehl ab. Die Äußerung sei von der Freiheit der Meinungsäußerung gedeckt.

Herrmann hatte Strafanzeige wegen Beleidigung gestellt. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete am Montag darüber. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der Beschluss des Amtsgerichts noch nicht rechtskräftig.

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  •   sosiehtsaus
    (624 Beiträge)

    09.05.2016 15:28 Uhr
    Also ich habe hier mal
    eine Person, die sich bei einer Demo blöd benommen hat in einem Nebensatz als Trottel bezeichnet. Wohlgemerkt wusste man gar nicht, wer diese Person war. Halt nur ein unbekannter Rechter. Dafür wurde ich gesperrt. Davor hatte ich nämlich in einem anderen Kommentar, ebenfalls in einem Nebensatz, ein umgangssprachliches Wort für Prostituierte verwendet -wohlgemerkt nur um den Beruf zu bezeichnen, nicht um jemand zu beleidigen. Ich hatte dabei beide Male keine böse Absicht. Mal gespannt, wie die Redaktion mit der gewollten Beleidigung des Bayern umgeht. Oder darf den jetzt einfach jeder beleidigen?
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  •   Emilie
    (245 Beiträge)

    09.05.2016 12:25 Uhr
    Starkes Stück!
    Behinderte Kinder aus Ehen innerhalb der Familie (Cousine - Cousin) sind also auch Inzestprodukte?
    War nur eine Frage. Wie man sieht, man lernt nie aus.
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  •   Emilie
    (245 Beiträge)

    09.05.2016 12:30 Uhr
    Berichtigung:
    Inzuchtprodukt anstatt Inzestprodukt.
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  •   Handelsreisender
    (1444 Beiträge)

    09.05.2016 12:37 Uhr
    Was haben Sie jetzt berichtigt ?
    Ihre höchst zweifelhafte Aussage von oben, oder was ???

    Erst denken - dann "Verbotene Liebe" gucken - dann posten: In dieser Reihenfolge bliebe uns manches erspart
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  •   Emilie
    (245 Beiträge)

    09.05.2016 21:58 Uhr
    Spielst Du Dich heute mal wieder als Forenpolizei auf?
    Was gibt's zu beanstanden? Hast Du Dich noch nie im Nachhinein berichtigt?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Inzucht_beim_Menschen
    Als Inzucht beim Menschen wird die Fortpflanzung relativ naher Blutsverwandter miteinander bezeichnet. Inzest ist dagegen der Geschlechtsverkehr relativ naher Blutsverwandter unabhängig von der Fortpflanzung.
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  •   Laetschebachschorsch
    (3153 Beiträge)

    09.05.2016 12:02 Uhr
    So so
    und das ist keine Beleidigung, sondern eine persönliche Wertfeststellung? Auf welchen Erfahrungen erfolgt da die Feststellung bezüglich "Inzucht"? Hat der Rechtsanwalt da nähere Kenntnisse? Wie sollen bei uns in Deutschland an unsere Kinder, aber auch an Zureisenden unsere Werte vermittelt werden, wenn ein gebildeter Rechtsanwalt solche Bezeichnungen gegenüber einem vom Volk gewählten Vertreter, was der Rechtsanwalt ja nicht ist, verwenden kann. Wie ich da den Richter bezeichnen möchte, behalte ich besser für mich, denn bei mir würde der gleiche Richter vermutlich eine Beleidigung feststellen. traurig
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  •   Handelsreisender
    (1444 Beiträge)

    09.05.2016 12:56 Uhr
    Übrigens:
    Ihre Äußerung "bei uns in Deutschland" werte ich mal bei den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen - gerade mal 10+x AfD-Prozentchen - als "Meinungs-Inzucht", wenn Sie mir das in meinem noch mehrheitlich werte-liberalen Deutschland erlauben zwinkern .
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  •   Handelsreisender
    (1444 Beiträge)

    09.05.2016 12:31 Uhr
    Sie sollten sich nicht nur über KA-News "informieren"...
    Das Gericht wertet beide Äußerungen als Beleidigungen, sieht sie aber in einer gewissen Verhältnismäßigkeit und Abhängigkeit zueinander und erlaubt dem "gebildeten Rechtsanwalt" deshalb den "gewählten Volksvertreter" weiterhin so zu bezeichnen.

    Das ist "in Deutschland" höchstrichterlich möglich, was bei "Ihnen in Deutschland" vermittelt werden sollte, ist ziemlich irrelevant.
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  •   limbobimbo
    (96 Beiträge)

    09.05.2016 14:37 Uhr
    "Das ist "in Deutschland" höchstrichterlich möglich"
    Was genau ist denn hier "höchstrichterlich" möglich?
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  •   Handelsreisender
    (1444 Beiträge)

    09.05.2016 14:48 Uhr
    (Nach-)Lesen würde bilden...
    ... versuchen Sie's einfach mal. zwinkern
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