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Karlsruhe Karlsruhe öffnet Einbahnstraßen: Freie Fahrt für Radler

In Karlsruhe sind immer mehr Radfahrer unterwegs. Damit das auch so bleibt, will die Stadt Karlsruhe den Radverkehr fördern und auf die Bedürfnisse der Radler eingehen. Dazu gehöre nun auch, dass Einbahnstraßen, wo es sinnvoll und möglich ist, für den Radverkehr in Gegenrichtung freizugeben. In Weiherfeld-Dammerstock hat Bürgermeister Michael Obert die dortigen Einbahnstraßen nun offiziell geöffnet.

Einbahnstraßen sind in Weiherfeld-Dammerstock nicht unbedingt selten. Künftig könnte den Autofahrern dort allerdings der ein oder andere Radfahrer entgegen kommen. Sind dort etwa Geisterradler unterwegs? Nicht zwangsläufig: In manchen Einbahnstraßen hat das Ganze durchaus seine Richtigkeit. 

Öffnung in Süd- und Oststadt verläuft bereits positiv

Die Stadt Karlsruhe hat es sich nach eigenen Angaben zur Aufgabe gemacht, den Radverkehr zu fördern. Mit ihrer neuesten Maßnahme will sie auf die Bedürfnisse der Radler reagieren: Das Stadtplanungsamt habe unter Beteiligung des Bürgervereins ein Konzept für das komplexe Netz aus Einbahnstraßen erarbeitet. Das Ziel: Für den Radverkehr wird die Gegenrichtung von Einbahnstraßen freigegeben. Das heißt: Radler dürfen dort künftig in beiden Richtungen unterwegs sein. 

Laut Bürgermeister Michael Obert ist diese Idee keinesfalls neu: In anderen Städten sei es bereits normal, dass Radfahrer in Einbahnstraßen in beide Richtungen fahren dürften. Und auch in der Karlsruher Süd- und Oststadt habe man bereits einige Straßen für den Radverkehr geöffnet. Vor allem in der Südstadt habe die Stadt dabei erste positive Erfahrungen sammeln können. 

"Radfahrer sind umwegsempfindlich", erklärt der Bürgermeister das Vorgehen. Einbahnstraßen finde man immer dort, wo die Fahrbahn nicht breit genug für zwei Autos sei. "Wenn die Straße allerdings breit genug ist, dass Fahrrad und Auto problemlos aneinander vorbeikommen, dann ist  für einen Radfahrer nicht vermittelbar, warum er nicht in beide Richtungen fahren darf.", so Obert. 

Welche Einbahnstraßen können überhaupt freigegeben werden?

Die Straßenverkehrsordnung hatte ihm zufolge eine solche Freigabe bis zum September 2009 nur in Straßen mit einer Breite von 3,50 Metern und mehr erlaubt. Diese strikten Regelungen hätten sich nun allerdings gelockert. Daher prüfe die Stadt nun, welche Einbahnstraßen sie für Radler öffnen könne. Die einzige Bedingung: Die Straße muss gut einsehbar sein, damit Auto- und Radfahrer aneinander vorbei kommen. Daher dürfe die Straße nicht kurvig sein. 

Gleichzeitig seien immer beide Parteien gefordert: "Radler und Autofahrer müssen Rücksicht aufeinander nehmen", erklärt Obert, "Als Autofahrer muss ich mich drauf einstellen, dass mir ein Fahrradfahrer ganz legal entgegenkommt. Gleichzeitig kann ich als Radfahrer nicht in der Straßenmitte fahren, sondern muss auch Platz machen." Die Besorgnis mancher Autofahrer könne er an sich durchaus verstehen. "Allerdings ist mir kein Unfall bekannt, der mit einer Einbahnstraßenfreigabe zusammenhängt", meint Obert. 

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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (1 Beiträge)

    16.07.2014 19:38 Uhr
    fahrräder in einbahnstraßen
    die halten sich sowieso nicht an die regeln . auch nicht die einbahnstraßenregelung
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  •   patrickkk
    (2175 Beiträge)

    16.07.2014 14:30 Uhr
    Unnötig
    Als würde sich irgendein Fahrradfahrer in Ka an die Verkehrsregeln halten.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (379 Beiträge)

    16.07.2014 12:49 Uhr
    Ich wohne in einer
    sehr engen Einbahnstraße, die für Radfahrer freigegeben ist. Besonders nervig sind diese veganen Ökomuttis, mit diesen komischen Anhängern für die eigene Ökobrut. Die wollen partout nicht einsehen dass sie das Hindernis auf ihrer Seite haben (geparkte Autos), und somit die Autofahrer Vorfahrt haben.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    16.07.2014 14:42 Uhr
    diese
    Anhänger sind immer noch schmaler als ein Auto. Warum also sind Radfahrer mit solchen Anhängern nerviger als Autos dort? Dass die Fahrer(innen) persönlich mit Dir inkompatibel sind, mag ja sein. Aber das hat mit der Situation nichts zu tun.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (379 Beiträge)

    16.07.2014 15:12 Uhr
    tok@,
    ganz einfach: Straße sehr eng, Fahrrad kommt gerade so an einem Auto vorbei, Fahrrad mit Anhänger jedoch nicht.

    Auf der linken Seite stehen geparkte Autos, auf der rechten nicht. Radfahrer die gegen die Fahrtrichtung fahren haben diese geparkten Autos auf "ihrer" Seite, ergo haben m.M.n. in diesem Falle nicht sie Vorfahrt, sondern die Autofahrer. Bitte auf Fehler hinweisen falls die StVo etwas anderes besagt, ist schon mehr als 20 Jahre her seit ich in der Fahrschule war.

    Leider meinen wohl viele Radfahrer bei diesem weißen Zusatzschild, welches ihnen erlaubt die Einbahnstraße entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung zu benutzen, handle es sich um eine Art Freifahrtschein.

    Sorry, es heißt natürlich nicht Radfahrer, sonder Radfahrer_innen. zwinkern
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (3882 Beiträge)

    16.07.2014 12:58 Uhr
    hehehehe
    sehr schöner Kommentar
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    16.07.2014 09:22 Uhr
    da geht es doch
    nur um eine Legalisierung von etwas, was eh schon jeder macht. In diesem Fall ist das auch voll und ganz gerechtfertigt, da es ungefährlich ist und niemanden behindert.

    Diese Leaglisierung wird auch nicht die Zahl der Rüpelradler erhöhen, die dem Kollegen bier auf der Motorhaube rumtrommeln was eventuell Sachbeschädigung und/oder Nötigung aber auf jeden Fall eine Unverschämrheit ist.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (3882 Beiträge)

    16.07.2014 10:55 Uhr
    nach der Theorie müsste man aber auch
    das Fahren ohne Licht, fahren auf dem Gehweg, fahren über den Zebrastreifen und das fahren über rote Ampeln den Zauseln erlauben.
    Macht ja auch schon jeder.

    Am Besten alle Verkehrsregeln abschaffen, der mit dem größten Fahrzeug gewinnt.
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    16.07.2014 11:14 Uhr
    nee,
    fahren ohne Licht ist sau gefährlich, ebenso wie Kamikazeradler auf dem Gehweg. Und frei Fahrt bei roter Ampel kann man natürlich auch nicht generell freigeben. Aber Einbahnstraßen, meine Güte, sind denn nur Fahranfänger unterwegs?
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  •   melotronix
    (3527 Beiträge)

    16.07.2014 08:38 Uhr
    hmm
    doppelpost...nicht beabsichtigt!
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