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Karlsruhe Karlsruhe: Phishing-Bande ergaunert mehr als 100.000 Euro

Die Karlsruher Polizei hat einen banden- und gewerbsmäßigen Computerbetrug aufgedeckt. Die mehrköpfige Bande, die in weiten Teilen des Bundesgebietes tätig war, nutzte Unsicherheiten und teilweise den sorglosen Umgang betroffener Onlinebanking-Teilnehmern aus, um deren Kontodaten auszuspionieren und anschließend Überweisungen zu tätigen - sogenanntes Phishing.

Die Täter nutzten nach Polizeiangaben Software, die auf die Rechner der Geschädigten geschleust wurden. Diese Trojaner registrierten die Zugangsdaten zu den Onlinebankkonten und meldeten diese an die Betrüger weiter.

Auch Finanzagenten in Karlsruhe rekrutiert

Anschließend wurden mit professionell aufgemachten Abfragemasken, die dem Aussehen der echten Bankseiten täuschend ähnlich waren, bei den Onlinenutzern deren TAN-Nummern abgefragt. Damit konnten die Betrüger im Anschluss ihre illegalen Überweisungen ausführen. Auf diese Art wurden von einzelnen Bankkunden bis zu 100 TAN-Nummern preisgegeben. Anschließend landeten die von den Tätern ausgeführten Überweisungen auf Konten weiterer Personen, die zuvor als Kontogeber angeworben wurden.

Diese Finanzagenten wurden mit einer dargestellten Legende und einer Provisionsvergütung dazu überredet, die Geldbeträge auf ihren Konten anzunehmen und anschließend an die Täter zu übergeben. Ein 33 Jahre altes Mitglied der Bande war dabei maßgeblich am Aufbau und Betrieb des Netzwerkes zur Erlangung von Bargeld beteiligt. Dieser Mann trat im Sommer 2011 vermehrt in Karlsruhe und Umgebung auf, um hier die Finanzagenten anzuwerben und Gelder über deren Konten in Empfang zu nehmen und anschließend ins Ausland zu transferieren.

110.000 Euro ergaunert

Nach mehreren unberechtigten Überweisungen konnte die Finanzermittlungsgruppe der Kriminalpolizei Karlsruhe eine Spur des Täters entdecken und die Tatverdächtigen ins Visier nehmen. Gegen den 33-jährigen mutmaßlichen Haupttäter sowie den 21 Jahre alten Mann wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe vom zuständigen Richter Haftbefehl erlassen. Bislang können die Täter mit zirka 60 durch unberechtigte Überweisungen erfolgten Taten in Verbindung gebracht werden, wobei sich die abgebuchte Gesamtsumme auf etwa 110.000 Euro beläuft.

Für die Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft ist dieser Fall noch nicht abgeschlossen, denn es dürfte sich bei den bislang festgestellten Taten nur um die Spitze eines Eisberges handeln. Durch die Ermittlungen war nachzuweisen, dass die sehr konspirativ arbeitende Bande strukturiert und arbeitsteilig vorgegangen ist, wobei die führenden Bandenmitglieder von Zentralasien aus operierten.

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Kommentare (13)
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  •   dipfele
    (5159 Beiträge)

    14.12.2011 09:43 Uhr
    Aufgedeckt
    das sowas früher oder später aufgedeckt wird, ist doch klar. Um straflos betrügen zu können, hätten die Tagdiebe vorher anwaltliche Beratung
    in Anspruch nehmen sollen. Aber die Drahtzieher sitzen ja in Zentralasien, da kann man unser deutsches Rechtssystem nicht kennen, es sei denn Frau Dr. Merkel würde auch da aufklären.
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  •   andi79
    (2682 Beiträge)

    14.12.2011 12:04 Uhr
    erwischt...
    werden eher so trottel die geld annehmen (gegen provision) und per western union & co nach Russland oder ähnliches schicken.

    steht ja auch am Schluss
    "wobei die führenden Bandenmitglieder von Zentralasien"
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  •   andi79
    (2682 Beiträge)

    14.12.2011 09:40 Uhr
    @genereller vorgang:
    kommt mir relativ professionel durchgezogen vor, nur einige Aspekte stimmen nicht. Bis zu 100 TANs zu klauen ist z.B. nicht möglich, maximal 99 (im aller aller idealsten fall), weil die 1. Tan der Liste schon zum aktivieren benötigt wird. Mehrere Tans abzufragen ist allerdings extrem auffällig, wenn da jemand über 10 Stück eingibt... naja. Wie ging das dann überhaupt von statten? Rechner per trojaner infiziert... kucken bei welcher bank der ist und oberfläche nachbauen.. dann per e-mail link zu ner pushing seite schicken die passt (sonst hätte man vorher das ja mit dem trojaner nicht machen müssen), viele Tans rippen und hoffen daß einer passt?
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  • unbekannt
    (1272 Beiträge)

    14.12.2011 10:47 Uhr
    ...
    Gefährliches Halbwissen trifft auf schlechte Recherche. grinsen
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  •   andi79
    (2682 Beiträge)

    14.12.2011 11:00 Uhr
    halbwissen
    falls du mich meinst... def. nein. technisch fallen mir weit raffiniertere Möglichkeiten ein.. dafür bräuchte man nur nicht viele tans abfragen.. eine würde reichen. Da scheinbar aber doch viele Tans abgefragt wurden erscheint mir obiges Szenario am wahrscheinlichsten.
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  • unbekannt
    (1272 Beiträge)

    14.12.2011 11:19 Uhr
    @andi79 : nein nicht dich
    >also das symbolbild passt zu "skimming", nicht zu "pishing" da es ein angriff im zusammenhang mit der EC Karte ist.

    Ist absolut korrekt grinsen
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  • unbekannt
    (3882 Beiträge)

    14.12.2011 11:53 Uhr
    so falsch ist
    das Bild nicht. Ich brauche beim Onlinebanking meine Karte für den TAN Generator, ohne Karte keine TAN.
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  •   andi79
    (2682 Beiträge)

    14.12.2011 12:03 Uhr
    da aber tanlisten genannt wurden
    ist es noch der alte weg per liste zwinkern. und am Tangenerator ne cam zu befestigen wäre auch ein Meisterwerk *lach*.

    zum glück haben solche Menschen aber technisch begrenztes wissen... mir würde da gerade so ne Methode einfallen..... grinsen)). Werd ich hier aber nicht posten, nicht dass ich solchen Deppen noch Denkanstöße geb *G*
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  • unbekannt
    (3882 Beiträge)

    14.12.2011 11:08 Uhr
    mit Halbwissen
    meint Defendor sich selbst, da er sein wissen durchs Kiffen halbiert hat.
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  • unbekannt
    (1272 Beiträge)

    14.12.2011 11:21 Uhr
    @Bier: Genau!
    Lieber so also so ein Vollpfosten wie du der "mal wieder" nichts zum Thema sagt und andere wieder Beleidigen musst.

    Na - merkste es jetzt ? Das ist dein Problem, du merkst nix mehr. Sitzt vor deinem Monitor und bist völlig Sinnfrei unterwegs. Ein wunder überhaupt das du es geschafft hast dich hier Anzumelden. grinsen
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