Karlsruhe Kampf gegen die Flut: Rettungskräfte proben Katastrophenfall

Am Samstag, 13. Oktober, ging mit einer Vollübung die einwöchige Katastrophenschutzübung "Rheinflut 2012" im Regierungsbezirk Karlsruhe zu Ende, an der das Regierungspräsidium Karlsruhe sowie alle unteren Katastrophenschutzbehörden im Bezirk beteiligt waren. Der Übung lag das Szenario eines Extremhochwassers zugrunde. Angenommen wurde, dass das Hochwasser des Rheins eine Reihe von Städten und Gemeinden entlang des Flusses bedroht beziehungsweise überflutet.

In Altlußheim und Oberhausen-Rheinhausen waren am Samstag mehrere hundert Einsatzkräfte von Bundeswehr, Deutschem Roten Kreuz, Feuerwehren, Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft und Technischem Hilfswerk zusammen gekommen, um sich in Theorie und Praxis mit dem Hochwasserschutz zu befassen.

Mehrere hundert Einsatzkräfte üben

Deichverteidigung und -stabilisierung standen ebenso auf dem Programm wie Personenrettung bei Hochwasser und der Einsatz von Großpumpen zur Trockenlegung überfluteter Gebäude. Auch die Bundeswehr demonstrierte ihre Fähigkeiten. An sechs Stationen konnten die Beteiligten "ihren hohen Ausbildungsstand, ihre professionelle Arbeit und ihr großes Engagement unter Beweis stellen". Dabei kam es darauf an, dass jeder Handgriff sitzt und großer Teamgeist herrscht.

"Die Landesregierung nimmt den Katastrophenschutz sehr ernst", wird Innenminister Reinhold Gall in einer Pressemeldung zitiert. Das zeige sich nicht nur beim verstärkten finanziellen Engagement für das Integrierte Rheinprogramm. "Wir bauen auch auf die vielen ehrenamtlichen Helfer, die in den Organisationen des Bevölkerungsschutzes an der wichtigen, gar lebenswichtigen Aufgabe der Gefahrenabwehr mitwirken. Ihnen sind wir zu Dank und Anerkennung verpflichtet."

Regierungspräsidentin Nicolette Kressl erklärte außerdem: "Effektiver Bevölkerungsschutz ist auch angewiesen auf das enge und reibungslose Zusammenwirken von Behörden und Organisationen. Um hierfür fit zu bleiben, müssen wir regelmäßig üben."

Auf der Homepage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe kann die Broschüre "Für den Notfall vorgesorgt" in acht Sprachen herunter geladen werden: www.bbk.bund.de

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