Karlsruhe Jetzt erst recht

Wie das Polizeipräsidium Karlsruhe aktuell mitteilt, müssen Verkehrsteilnehmer und Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs wegen einer angemeldeten Demonstration mit Aufzug (ka-news berichtete) am morgigen Samstagnachmittag im Bereich der Karlsruher Südwest- und Innenstadt mit Behinderungen und Wartezeiten rechnen. Nach Veranstalterangaben werden bis zu 1.000 Globalisierungsgegner nach einer für 14 Uhr vorgesehenen Auftaktkundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz über die Ebert-, Karl- und Vorholzstraße in Richtung Brauerstraße ziehen, wo eine Zwischenkundgebung vorgesehen ist.

Anschließend geht der Aufzugsweg über die Putzlitz-, Jolly-, Karl- und Waldstraße in Richtung Fußgängerzone Kaiserstraße und von dort aus über die Lammstraße zum Friedrichsplatz. Dort soll bis gegen 18 Uhr dieAbschlusskundgebung erfolgen.

Durchsuchungen als Einschüchterungsversuche gegen G8-Gegner?

Die Demonstration unter dem Motto "Jetzt erst recht" wurde von einem Bündnis aus mehreren regionalen linken Gruppen initiiert. Hintergrund sind von der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe veranlasste Durchsuchungen bei mindestens 40 linken und alternativen Büros, Projekten und Wohnungen. Die Veranstalter sehen die Razzien als willkürlich an.

Die Durchsuchungen seien unter dem Vorwand des Verdachts auf "Bildung einer terroristischen Vereinigung" durchgeführt worden und hätten ein seit Jahren nicht mehr bekanntes Ausmaß erreicht, um "Proteste gegen den G8-Gipfel und andere (system-)kritische Gruppen und Einzelpersonen einzuschüchtern", wie Martina Groß, Sprecherin der Demo-Vorbereitungsgruppe, in einer Pressemitteilung sagte.

Das Karlsruher Polizeipräsidium wird bei seinem Einsatz zum Schutz der Demonstrationsfreiheit und zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung unter anderem von der Bereitschaftspolizei, derReiterstaffel aus Mannheim sowie weiteren Dienststellen im Lande unterstützt.

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