Karlsruhe/Hamburg Investor steht bereit

Durch einen Investor würden auch die Wildpark-Pläne der Uni wieder möglich
(Foto: pr)
In der morgigen Gemeinderatssitzung entscheidet sich, wo und ob ein komplett neues Stadion gebaut werden soll oder ob man beim alten Stadion im Wildpark bleibt. Oberbürgermeister Heinz Fenrich möchte dem Gemeinderat einen Umbau vorschlagen (ka-news berichtete), hat aber dem KSC und einem potenziellen Investor auch angeboten, den Neubau mit 50 Millionen aus städtischen Geldern zu unterstützen. Und erstmals hat sich ein solcher zu erkennen gegeben.

Vergangenen Samstag trafen sich Verantwortliche des Karlsruher Sport Clubs mit potenziellen Investoren und besprachen einen möglichen Stadionneubau für den KSC. Als möglicher Investor steht das Immobilienunternehmen Newport GmbH gerne zur Verfügung, wenn die Möglichkeit der weiteren Prüfung der Standorte besteht, so ein Mitglied der Newport-Geschäftsleitung auf ka-news-Anfrage.

Die "Untere Hub" wird von dem möglichen Investor Newport favorisiert
(Foto: AS&P GmbH)

Besonders interessant sei für das Immobilienunternehmen der Standort "Untere Hub" an der Autobahn. Da hier die Kostensituation besser aussehe, werde dieser Standort primär geprüft. Man werde aber, wenn man die Option zum Bau erhalte, parallel mit der Prüfung der Standorte beginnen. Ein Umbau des Wildparkstadions komme nicht in Betracht. Die bisherige Datenbasis durch die Gutachten von IHK (ka-news berichtete) und Stadt beziehungsweise "Albert Speer & Partner" (ka-news berichtete) sei sehr gut; man könne darauf aufbauen und werde dann unter anderem die Finanzierungsmöglichkeiten prüfen.

Kleingartenverein hat Angst vor "Wildpinklern"

Falls im Gemeinderat am morgigen Dienstag dennoch eine Entscheidung für den Wildpark gefällt werde, ist aber weiterhin noch unklar, ob der KSC den aktuell ausgehandelten Mietvertrag so unterschreiben werde. Bisher wurde dem KSC eine 14-tägige Frist angekündigt; innerhalb dieser muss eine Unterschrift des Vereins vorliegen.

Der Gesamtvorstand des Kleingartenvereins (KGV) Rennichwiesen-Durlach sieht der Entscheidung für ein Stadion an der "Unteren Hub" kritisch entgegen. Eine Kleingartenanlage stehe für Erholung und Ruhe, betrunkene und frustrierte Fans auf dem Heimweg würden das Idyll nur stören. Besonders sorgen sich Jürgen Wenzel und Lothar Batschauer vom KGV um die Fans, die ihre Notdurft auf dem Heimweg verrichten. Für diese Wildpinkler würden dann die "Vorbeete der Gartenparzellen als Toilette dienen". Für den Vorstand sei es zudem enttäuschend, dass der Kleingartenverein bislang in keiner Weise in die Planung des KSC-Stadions an der "Unteren Hub" beteiligt worden sei, so Wenzel und Batschauer.

KAL: Wildpark-Umbau kann nicht zugestimmt werden

Wird das Wildpark-Stadion umgebaut? (Foto: ka-news)
Auch die Grünen im Gemeinderat favorisieren den Umbau des Wildparks, allerdings in der kleineren Variante (ka-news berichtete). Die "Untere Hub" komme aufgrund der stadtklimatischen Folgen nicht in Frage, so Stadtrat Andreas Ruthardt. Die städtischen Ausgaben müssten möglichst gering gehalten werden, so ihre Forderung.

Die KAL-Fraktion wiederum ist gegen den Umbau des Wildparkstadions. Auch aufgrund der Gutachten sei man der Meinung, dass ein Standort an der Autobahn die weitaus bessere Alternative sei. Die Fraktion könne dem Umbau-Vorschlag Fenrichs nicht folgen, so Stadtrat Dr. Eberhard Fischer der KAL. Das Angebot Fenrichs, 50 Millionen Euro bereitzustellen, sei tendenziell der richtige Weg, dürfe aber kein "Blankoscheck" für einen unbekannten Investor sein.

Stadion an der "Unteren Hub" ist undenkbar

Für die Freien Wähler Karlsruhe - Bürger für Karlsruhe (BüKA) kommt ein Stadionneubau an der "Unteren Hub" ebenfalls auf keinen Fall in Frage. Man fordere nicht nur den Erhalt der ökologisch wertvollen "Unteren Hub", sondern auch den Schutz der Kleingartenanlage.

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