Stuttgart/Karlsruhe Initiator des Schwabenstreichs: warum er gegen Stuttgart 21 vor Ort protestiert

Er ist Initiator des "Schwabenstreichs" auf dem Karlsruher Marktplatz. Felix Schmidt-Eisenlohr, der seit elf Jahren in Karlsruhe arbeitet und lebt, und selbst in Stuttgart geboren ist, war auch vergangenen Freitag bei der jüngsten Protestkundgebung in der Landeshauptstadt vor Ort. Am heutigen Montag um 19 Uhr soll auf dem Karlsruher Marktplatz erneut gegen Stuttgart 21 "gelärmt" werden.

Zu seiner Motivation, auch in Stuttgart vor Ort - im Schlossgarten und vor dem Hauptbahnhof - zu protestieren, äußerte er sich in einem Kurzinterview.

ka-news: Was erwarten Sie sich von der Teilnahme an der Demonstration in Stuttgart?
Schmidt-Eisenlohr: Das Projekt Stuttgart 21 betrifft zumindest alle Bürger in Baden-Württemberg, eigentlich sogar in ganz Deutschland. Das Land unterstützt Stuttgart 21 und die Neubaustrecke nach Ulm mit mehreren Milliarden Euro Steuergeldern, unter anderem fließt Geld aus den Nahverkehrsmitteln ins Projekt, dies wird sich langfristig unweigerlich negativ auf den Nahverkehr (Zugbestellungen) in ganz Baden-Württemberg auswirken.

ka-news: Und was sollen da Proteste in Form von Großdemonstrationen ändern?
Schmidt-Eisenlohr: Die Bürgermeinung wird ignoriert, offenbar helfen nur noch Massen auf der Straße und die Angst der Politiker vor dem Machtverlust. Deswegen ist es wichtig, dass Menschen auch von weiter her mitmachen und mit demonstrieren. Ganz nebenbei ist es beeindruckend und man lernt viele interessante neue Leute unterschiedlichster Art kennen; bisher hat sich jeder Besuch in Stuttgart "gelohnt".

ka-news: Wie viele Karlsruher, von den Sie wissen, sind derzeit regelmäßig in Stuttgart vor Ort?
Schmidt-Eisenlohr: Am Freitag wurden schon "Zug-Fahrgemeinschaften" gebildet. Von den Teilnehmern am Karlsruher Schwabenstreich in Karlsruhe weiß ich von fünf, die regelmäßig nach Stuttgart fahren. Am Freitag hatte ich im Laufe des Abends insgesamt zehn Karlsruher gesichtet, unter anderem auch einen Gemeinderat und einen Karlsruher Studenten, der spontan als Ordner bei der Demonstration aktiv war und nur dafür früher hingefahren ist.



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