Karlsruhe Hitzetode als Mahnung

Aufgrund der jetzt vom Gesundheitsamt vorgelegten Daten zu den Folgen der Hitzeperiode des vergangenen Sommers (ka-news berichtete), fühlt sich die Bürgerinitiative Untere Hub in ihrem Bemühen um den Erhalt des klimatischen wichtigen Grünzugs bestärkt. Durch den Jahrhundertsommer des vergangenen Jahres erlitten insgesamt 30 Senioren einen Hitzetod. "Der Gemeinderat muss angesichts dieser Information die vorgesehene Bebauung der Unteren Hub neu beraten, fordert Dr. Ulrich Wagner, Mitglied der Bürgerinitiative Untere Hub.

Im Januar 2003 hatte sich der Gemeinderat für ein Gewerbegebiet in der Unteren Hub ausgesprochen. "Potentielle Gewerbesteuern dürfen nicht wertvoller sein als unsere Gesundheit. Die Hub muss grün bleiben", mahnt Wagner. Die Bürgerinitiative hatte bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass die Untere Hub ein wichtiges Kaltluftreservoir sei und als Frischluftschneise Fallwinde wie den "Pfinztäler" an die Stadt heranführe.

In Anbetracht der Hitzeopfer in den angrenzenden Stadtteilen Durlach und Oststadt, soll die klimatisch wichtige Bedeutung der Unteren Hub nicht unterschätzt werden. Gesundheitliche Bedenken gegen die Bebauung waren bereits 1995 in einem von der Stadt veranlassten bioklimatischen Gutachten geäußert worden. Auch das Gesundheitsamt hatte im Februar 2003 in seiner Stellungnahme zum Flächennutzungsplan auf einem Bauverzicht gedrängt.

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