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Historischer Einsatz

Finale mit allen teilnehmenden Nationen in Israel (Foto: SKA DezMilMus)
Ein Gastbeitrag von Christoph Scheibling und Johannes M. Langendorf

Das Luftwaffenmusikkorps 2 war als offizieller musikalischer Botschafter anlässlich des 60. Unabhängigkeitstages Gast des Staates Israel. Damit waren die Karlsruher Musiker das erste deutsche Musikkorps in diesem Land überhaupt. Der besondere geschichtliche Hintergrund und die damit verbundene Tragweite und Verantwortung dieses in jeder Hinsicht einzigartigen Einsatzes hat sowohl die Vorbereitung als auch die Durchführung nachhaltig beeinflusst.

Alle Angehörigen des Musikkorps waren von Stolz erfüllt und sich der besonderen Ehre dieses Auftrages wohl bewusst. Die innerliche Gefühlslage ließ eine Haltung entstehen, die von großem Verantwortungsbewusstsein geprägt war und die auch den erfahrenen Musikoffizier und Chef des Musikkorps, Oberstleutnant Christoph Scheibling, beeindruckte: "Meine Musiker imponierten mir und unseren Zuhörern vor Ort durch herausragende Leistung sowie eine protokollarisch-vorbildliche und menschlich-offene Präsentation der deutschen Militärmusik und der Bundesrepublik Deutschland - das hat mich sehr berührt."

Klaus Kleber vom "heute-journal" zeigte sich beeindruckt

Alle Darbietungen der Karlsruher wurden mit großer Freude und unvergesslicher Akzeptanz von der Bevölkerung aufgenommen. Auch die verantwortlichen Organisatoren der israelischen Streitkräfte würdigten die Leistungen des Klangkörpers aus Deutschland. Die zahlreichen positiven Stimmen und Meinungen katapultierten dabei die Karlsruher Musiker zu den Spitzenklangkörpern im internationalen Vergleich. Ein umjubelter Marsch durch die von tausenden Menschen gesäumten Straßen der Innenstadt Haifas erwies sich ohne Zweifel und Übertreibung für alle teilnehmenden deutschen Soldaten als bisher größtes Einsatzerlebnis.

Musikkorps mit Marschmusik durch die Straßen von Haifa (Foto: SKA DezMilMus)

Das enorme Interesse der israelischen und deutschen Medien verdeutlichen die Gewichtung und herausragend historische Bedeutung dieses Einsatzes. "Welch eine beeindruckende Geste", kommentierte deshalb "heute-journal"-Moderator Klaus Kleber, die von den deutschen Militärmusikern an einen gemeinsamen Fahnenmast gehisste Deutsche Flagge und den Davidsstern folgerichtig. Die professionelle Durchführung aller Einsätze war für die Veranstalter eine Selbstverständlichkeit. Die Werbung mithilfe einer starken Pressearbeit gehörte ebenso wie die individuelle Betreuung durch Verbindungsoffiziere der iraelischen Streitkräfte dazu. Es wurde nicht nur von Freundschaft gesprochen, es wurde freundschaftlich gehandelt.

"Lasst noch weitere Musikkorps nach Israel kommen"

Beim Abschlussempfang verlieh die Chefin des Planungsstabes "60th Independence Day", Frau Brigadegeneral Miri Regev, ihrer Freude Ausdruck und zeigte großen Dank - besonders für den Einsatz des deutschen Musikkorps. Ihre anschließende Bitte war daher gut nachvollziehbar und erfüllte nicht nur die Karlsruher Musiker mit Freude: "Bitte lasst noch weitere Musikkorps aus Deutschland nach Israel kommen." Schöner kann man Abschiedsworte wohl kaum formulieren.

Nur wenige Wochen nach diesem ungewöhnlichen "Einsatz" konnte das Karlsruher Luftwaffenmusikkorps 2 eine weitere Premiere feiern: die erstmalige Teilnahme eines deutschen Militärmusikkorps an den Feierlichkeiten zum 64. Jahrestag der Landung der alliierten Truppen in der Normandie, die 1944 den Beginn der Befreiung Europas vom Naziterror markierte. Von seinen Erlebnissen berichtet am kommenden Wochenende Oberstleutnant Christoph Scheibling bei ka-news.

Oberstleutnant Christoph Scheibling ist Chef des Musikkorps, Johannes M. Langendorf Mitarbeiter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Musikdezernat der Bundeswehr in Bonn. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Autoren.

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