Karlsruhe "Hinrichtungsjournalismus"

Günther Rüssel sieht sich als Opfer einer "Pressekampagne" (Foto: ka-news)
Nach langem Schweigen hat sich der CDU-Stadtrat Günther Rüssel, ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzende der Baugenossenschaft Familienheim, erstmals zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen geäußert (ka-news berichtete). Laut einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" bezeichnete er in seinem Schreiben kritische Berichte als "Pressekampagne" und "Hinrichtungsjournalismus" und kündigte an, den Deutschen Presserat mit dem Fall befassen zu wollen.

Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe wegen Betrug und Untreue wies er indes "mit Entschiedenheit" zurück. Sämtliche Kontrollorgane hätten in den Jahren seiner Tätigkeit "keinerlei Beanstandung" gefunden. Sollte es zu seinen Gunsten zu geldwerten Vorteilen im Sinne des Steuerrechts gekommen sein, werde er dies mit den Finanzbehörden klären und gegebenenfalls fällige Steuern entrichten.

Aufgrund seiner Tätigkeit, die Rüssel als "Fulltimejob" bezeichnete, seien seinem Elektrounternehmen "erhebliche Umsatzeinbußen" entstanden. So sei es nur "nahe liegend und nicht mehr als recht und billig" gewesen, dass die Genossenschaft Elektroartikel in seiner Firma eingekauft habe. Gleichzeitig kündigte er an, wegen der Vorwürfe und seiner angeschlagenen Gesundheit sein Stadtratsmandat ruhen zu lassen.

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