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Karlsruhe Hilfe per Knopfdruck: Karlsruher Ordnungsamt testet Notruf-App

Das Ordnungs- und Bürgeramt Karlsruhe stattet in einem Pilotprojekt viele Außendienst-Mitarbeiter mit der Smartphone-App "Mein Notruf“ des gleichnamigen niedersächsischen Startups aus. Mit Hilfe der "Mein Notruf"-App reicht ein Knopfdruck auf dem Smartphone aus, um eine rund um die Uhr besetzte Notrufzentrale über einen Notfall und den Aufenthaltsort zu informieren, das geht aus einer Pressemeldung hervor.

Die Notwendigkeit zu sprechen, um Angaben zu Notfall und Standort zu machen, entfällt. Anhand der Daten wird der Notfall umgehend an die richtige Stelle weitergeleitet. Das Pilotprojekt diene der besseren Absicherung der im gesamten Stadtgebiet tätigen Außendienst-Beschäftigten des Ordnungsamts. Diese können in Not- und Bedrohungssituationen umgehend Alarm mit ihrem Smartphone auslösen.

Sicherheit bei KOD-Einsätzen soll erhöht werden

Das Pilotprojekt startet mit einigen dutzend Teilnehmern. Der Projektverantwortliche des Ordnungsamts Karlsruhe ist von der App und dem Service überzeugt: "Alle Kollegen im Außendienst erhalten aktuell dienstliche Smartphones. Auch wenn es die Ausnahme ist, kommt es leider immer wieder zu Bedrohungen unserer Kollegen bei der Ausübung ihrer täglichen Arbeit, wie zum Beispiel bei der Überwachung des ruhenden Verkehrs oder Kontrollen der Lebensmittelsicherheit."

Mit Hilfe der "Mein Notruf"-App will man daher Kollegen eine zusätzliche Hilfestellung im Notfall bieten und ihre Sicherheit im Berufsalltag erhöhen. Das Pilotprojekt läuft auf unbestimmte Zeit. Zudem gibt es Planungen das Projekt auf andere Behörden der Stadtverwaltung auszuweiten. So sehen sich auch Innendienst-Mitarbeiter teilweise persönlichen Anfeindungen gegenüber, bei der frustrierte Bürger ihrem Ärger freien Lauf lassen. Zwar stehen an vielen Arbeitsplätzen Notrufmöglichkeiten über Telefon und Notrufknöpfe bereit, jedoch sind diese an einen Arbeitsplatz gebunden und stehen den Mitarbeitern nicht unterwegs zur Verfügung.

Die App soll diese Lücke schließen. Der Geschäftsführer der Mein-Notruf GmbH Georg Röwer sieht ein großes Potential der App: "Der herkömmliche Notruf funktioniert noch wie im letzten Jahrhundert. Im Notfall weiß niemand wer Sie sind und vor allem wo Sie sich befinden. Ein stiller Alarm ist so gut wie unmöglich." Immer wieder komme es vor, dass große Suchaktionen gestartet werden müssen um Bürger in Not zu lokalisieren. "Das Ordnungsamts Karlsruhe nutzt mit unserer Sicherheits-App die modernen Möglichkeiten von Smartphones zum Schutz seiner Mitarbeiter. Mit Hilfe der App sind der per GPS ermittelte Standort und die persönlichen Daten sofort bekannt. Unsere Notrufzentrale organisiert schnelle Hilfe durch Polizei, Feuerwehr oder Rettungskräfte", so Röwer abschließend.

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  •   ObenLang
    (2745 Beiträge)

    03.06.2014 08:26 Uhr
    Grundsätzlich ist so eine App OK, nur...
    ... wird hier wieder an den Symtomen gebastelt.
    Ob eine Dame, die mit Augenmaß agiert angegriffen wird?

    Stellenstreichungen bei "echter" Polizei und "billigeren" Ersatz, der auch una auch noch als "Erfolgsmodel" (für Verbrecher?) verkauft wird.

    Hey BUSgeld-Stelle, wie wärs mal zur Abwechlung mit Prblemlösungen an der Wurzel statt mit technischen Spielerreien?

    Wie mit. U-Strabhaltestellen sind sicher, weil sie mit modernster Kameratechnik ausgerüstet werden *trauriges ablachen" zwinkern

    Ein Notruf der sprachliche Kommunikation und das hinhören in eine Situation ermöglicht ist nicht "vom vorherigen Jahrhundert'" sondern effizent!

    Ermöglicht lieber, dass ein Handy beim ganz normalen 112 Notruf automatisch geordet werden DARF und wird! Dann gehts auch ohne neues "Smnartphone-spielzeug"!!

    Uns permanent überwachen, aber keine Handyortung beim Notruf automatisch zulassen, das ist SCHILDBÜRGER!
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  • unbekannt
    (90 Beiträge)

    02.06.2014 09:06 Uhr
    Allein die Bezeichnung Polizeibehörde ist irreführend
    Denn es erweckt dabei den Eindruck, es handelt sich um Polizisten.
    Die Typen vom Ordnungsamt ziehen sich wie Polizisten an und versuchen sich wie sie zu benehmen, obwohl sie nicht die selbe Befugnis haben.

    Da braucht man sich nicht zu wundern, daß die Bürge sauer werden bei der Anmaßung !
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  •   lynx1984
    (3254 Beiträge)

    02.06.2014 10:43 Uhr
    In der Tat
    Ist die "Polizeibehörde" auch keine Polizei. Es ist nichts anderes als das Ordnungsamt welches sich nun in Uniform um die hunderten Ordnungswidrigkeiten kümmert. Im Prinzip ist die Idee ja nicht verkehrt, da die Polizei schlichtweg überlastet ist.
    Aber wäre es nicht besser einfach die sehr gut geschulte Polizei personell weiter aufzustocken als hier solche Behördenverwirrspiele zu machen? Jeder der mal am Marktplatz im Revier war sieht förmlich wie chronisch Unterfinanziert der gesamte Polizeiapparat ist. Zusätzlich wurde beispielsweise der Zugriffstrupp aufgelöst. Insgesamt ist dies eine Schwächung des Polizeiapparates und nicht eine Stärkung.
    Eine App wird dem KOD wohl kaum einen modernen Anstrich verpassen. Nach wie vor sollte jeder einfach TELEFONIEREN und zwar mit der Polizei und nicht dem KOD, wenn er in Not ist. Außerdem gibt es bereits die App "tu was".
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  •   Karlsmuede
    (1387 Beiträge)

    03.06.2014 07:32 Uhr
    @lynx1984
    Aber dafür wurden ja ein paar Steuerfahnder mehr eingestellt, die können dann im Notfall eingreifen, wenn es kracht und ihre Aktenkoffer als Schild einsetzen zwinkern
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  •   mein-senf
    (972 Beiträge)

    02.06.2014 08:09 Uhr
    tja so is das halt
    wenn sich die Obrigkeit Scheisse zu den Bürgern verhält, dann soll es Bürger geben, welche sich auch Scheisse zur Obrigkeit verhalten.
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  •   Karlsmuede
    (1387 Beiträge)

    03.06.2014 07:24 Uhr
    @mein-senf
    Was ist das für eine Logik?

    Nur weil Andere sich, wie A-Löcher benehmen muß ich mich noch lange nicht genauso daneben benehmen.
    Man sollte sich immer am Guten ein Beispiel nehmen und nicht am Schlechten.

    Back 2 topic:
    Ich finde den Umstand, daß der KOD jetzt so eine Notfalltaste benötigt ziemlich beängstigend.
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  •   mein-senf
    (972 Beiträge)

    03.06.2014 08:24 Uhr
    in der Tat "beängstigend "
    aber wie schon von mir angesprochen ein trauriges Resultat mangelnden Respekts der Bürger, oder besser gesagt, einem Teil der Bürger gegenüber der "Staatsmacht"
    Mit einer App wird das Problem sicher auch nicht gelöst, das macht diese Leute nur noch mehr zu Hampelmännern, das ist laborieren an Symptomen und nicht Ursachenbekämpfung.
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  •   ckckck
    (421 Beiträge)

    02.06.2014 09:43 Uhr
    naja
    nicht jede Obrigkeit verhält sich so gegenüber den Bürgern, sondern viele erledigen Ihren Job.
    Aber einige Bürger sind halt beratungsresistent und meinen den Dicken markieren zu müssen. Oft sind das solche "Hey Alter, Du sagst mir mal gar nichts" Typen...
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  •   mein-senf
    (972 Beiträge)

    02.06.2014 10:06 Uhr
    das ist so eine Sache
    mit dem Respekt, Respekt muss man sich verdienen, Respekt gibt es nicht automatisch mit der "Uniform" dazu.
    Wenn ich mir das Auftreten, den Umgangston und das Aussehen des KOD so ansehe, teilweise wie Rambo´s für Arme, muss ich sagen vor diesen Leute kann man keinen Respekt haben.
    Das zweite Problem ist auch, dass der Schmusekurs derlei Organe auch dazu geführt hat dass die keiner mehr ernst nimmt.
    Weiter ist anzumerken, dass diese, doch arme Menschen, in Ihrem Job , wenn hart auf hart kommt, von der Politik alleine gelassen werden, siehe S-21 bei dem der Herr Landesvater sich keinerlei Verantwortung bewusst war.....
    Das mit dem Job erledigen ist so eine Sache, man kann den Job richtig machen und man kann sich auch zur Lachnummer machen....
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