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Karlsruhe Heiße Öfen unterwegs: Mit dem Motorrad durch die Region

Dank der sonnigen Tage in den letzten Wochen ist die Motorradsaison bereits in vollem Gange. Gerade die Osterfeiertage bieten allen Zweiradfreunden die optimale Gelegenheit für längere Touren bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Trotz allem Spaß beim Gasgeben sollten Fahrer auf keinen Fall, auf die nötigen Vorbereitungen und Ausrüstung verzichten. ka-news hat sich erkundigt, wie die Tour ins Grüne ein voller Erfolg werden kann.

Die Region Karlsruhe und ihre nähere Umgebung ist ein optimales Gebiet für abwechslungsreiche Tagestouren auf schnellen Maschinen. Da kann Frauke Tietz aus Erfahrung sprechen. Die begeisterte Motorradfahrerin hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Sie betreibt das speziell auf Frauen zugeschnittene Internetportal "Fembike", wo sie Tipps und Anregungen rund ums Motorradfahren gibt. Außerdem bietet sie Kurse und Seminare an, in denen sich die Damen technisch schulen lassen und sicheres Fahren üben können.

"Das Elsass, die Vogesen, die Pfalz, der Odenwald und natürlich der Schwarzwald sind einfach super für Tagestouren", weiss Tietz. "Ich bin sehr gern in der Pfalz und im Elsass, wo ich die meisten Kilometer bisher gefahren bin." Dort findet sie alles, was ihr Bikerherz höher schlagen lässt: Schöne Landschaften mit Wald, Felder, schöne Straßen, gesäumt von Flüsschen. Abwechslungsreich sollen die Strecken sein - und kurvenreich: "Kurven-Fahren macht besonders Spaß" -, denn "danach sucht man die Strecke schon aus."

Schutzkleidung soll nicht nur gut aussehen

Wer das erste Mal eine Tour plant, sollte sich nicht gleich überfordern. "Mit einer kombinierten Tour, also Landstraße und Autobahn, schafft man durchaus 300 Kilometer am Tag", berichtet der Bike-Fan. Soll es höher hinaus gehen, dürfen es gern auch die Alpen sein. Auf einer Fahrt durch das Gebirge sollte sich der geneigte Motorradfreund jedoch nicht zu viel vornehmen. "150 Kilometer oder weniger sind genug, besonders wenn man viele Pässe fährt."

Abgesehen von der optimalen Strecke braucht Mann wie Frau die geeignete Schutzkleidung. "Es muss nicht immer das Teuerste sein. Gebraucht tut's auch", versichert Tietz. "Ich würde mir allerdings keine Motorradkleidung beim Discounter kaufen", denn die hat einige Anforderungen zu erfüllen: Zum einen muss sie genau passen. Ist die Hose zu eng und schneidet ins Fleisch, ist sie unbequem, mindert das Fahrvergnügen und gefährdet sogar die Sicherheit des Fahrers. Ist der mit seiner unbequemen Hose beschäftigt, kann er sich nur eingeschränkt auf den Straßenverkehr konzentrieren.

Bremsencheck für die intelligente Bikerin

Zu weite Jacken schränken die Sicherheit ebenso ein. Denn es besteht die Gefahr, dass die Protektoren im Falle eines Sturzes verrutschen und ihre vorgesehene Funktion nicht mehr erfüllen. Die optimale Bikerkleidung sollte atmungsaktiv und auf jeden Fall wasserdicht sein. Wenn nötig sollte der Fahrer auch mal eine Stunde im Regen fahren können, ohne in seiner Kleidung zu schwimmen.

Besonders vor dem ersten Start in der Saison ist es absolut wichtig, sein Motorrad auf Herz und Nieren zu checken. "Das ist gar nicht so schwer", versichert Frauke Tietz. Alles Nötige können vor allem Frauen im Technikkurs lernen. Dort checken sie Bremsen, die Flüssigkeiten und Reifen, kümmern sich um die Kette, wechseln Luftfilter und Glühbirnen. Auch ein Fahrsicherheitstraining kann helfen, das sichere Fahren zu schulen und sich nach der Winterpause wieder mit dem Motorrad vertraut zu machen.

"Körperliche Fitness ist ein Muss"

Um sich möglichst lange im Sattel halten zu können, ist die körperliche Fitness die Grundvoraussetzung. Die können Biker beider Geschlechter lange vor dem Saisonstart schulen. Mit Krafttraining schlagen Motorradfahrer zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie trainieren nicht nur die Muckis, sondern verlangsamen durch eine kräftigere Muskulatur die neuronale Ermüdung. Diese reduziert die Konzentration und erhöht damit das Unfallrisiko. Eine gute Ausdauerleistungsfähigkeit besonders auf anspruchsvollen und langen Strecken ist ebenso von Vorteil wie eine gut trainierte Koordination.

"Motorradfahren ist anstrengend." Deshalb ist es auch für durchtrainierte Biker wichtig, regelmaßige Pausen einzulegen und genug zu trinken, da das Fahren eine heiße Angelegenheit sein kann - vor allem bei sommerlichen Temperaturen unter dicker Schutzkleidung. Für die perfekte Tourenplanung können Motorradfahrer einen Blick auf den ka-news-Stau-Melder werfen. Auch die ka-news-Autobahn-Webcams informieren über freie Fahrt vor der Tour ins Grüne. 

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Kommentare (31)
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  • unbekannt
    (10716 Beiträge)

    26.04.2011 13:53 Uhr
    -->
    Und nicht vergessen: Den Organspendeausweis vor "Fahrtbeginn" unterschreiben und mitnehmen.
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  •   frari66
    (3920 Beiträge)

    26.04.2011 14:01 Uhr
    Ich würde meine Organe
    niemandem mehr "weiterempfehlen" . . . . die Knochenmarkspenderdatenbank hat mich schon abgelehnt grinsen
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  •   frari66
    (3920 Beiträge)

    26.04.2011 13:40 Uhr
    Mich kümmern die
    Anti-Bike-Kommentare nicht. Genausogut könnte man Anti-Auto-Kommentare provozieren. Ist egal, die Verkehrsdichte ist hier zu hoch, das ist alles . . . geht man z.B. irgendwo nach Frankreich in die Corbieres zum Fahren, wie ich das grade gemacht habe fährt man ohne jemand zu sehen teils ewig durch die Gegend und keiner hat was gegen ein eventuelles kurzes "Gebrumm" . . . so ist das . . . hier gibts einfach zuviele Motoren auf einem Haufen, aber das ist ja auch Sinn und Zweck unserer auf Wachstum ausgelegten Politik. Es liegt am System und daher braucht sich hier keiner zu beschweren, der auch einen Nutzen daraus zieht . . .
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    26.04.2011 13:02 Uhr
    Es
    ist mir unbegreiflich, warum nicht bei schönem Wetter Sonntags auf der Schwarzwaldhochstraße im regelmäßigen Abstand Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden. Nicht nur blitzen, sondern 200 Meter später rauswinken.

    Wer nicht sofort zahlen kann, muss sein Geschoss abstellen und abschleppen lassen. Den Lappen und Fahrzeug gibt es erst wieder nach Begleichung der Rechnungen.

    Wird das nicht in der Schweiz und Italien so gehandhabt? Guter Ansatz, wie ich finde. Hart, aber effektiv.

    Da würde ganz kräftig Geld in die Gemeindekassen gespült und die Raser von den Normalfahrern raussortiert.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    26.04.2011 13:11 Uhr
    zumal es
    wie die Nachrichtenlage nach Schönwetterfeiertagen regelmäßig beweist - dem Selbstschutz jener dient, die dazu nicht in der Lage sind. Bei so einer Aktion würde ich garnicht von "Strafgeldern" sprechen, sondern von Service-Gebühren der öffentlichen Sicherheitsbranche.

    Ich weiß, ich weiß. Jeder Betroffene hat eine Antwort: "verunglücken tun nur die Deppen, die nicht fahren können, aber ich kann fahren".
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  •   F_aus_Bayern
    (1537 Beiträge)

    25.04.2011 14:55 Uhr
    Heiße Öfen...???
    Na ka-news-Redaktion, habt ihr jetzt wieder einmal euren Spaß gehabt, wenn ihr immer wieder Komentare gegen die Motorradfahrer provoziert?
    Bravo, das fördert die gegenseitige Toleranz ungemein. zwinkern
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  •   ralf
    (3647 Beiträge)

    25.04.2011 00:07 Uhr
    Gibt es auch mal eine Anweisung für Autofahrer?
    Während ich mit Motorradfahrern selten Probleme habe, werde ich als überwiegend unmotorisierter Verkehrsteilnehmer häufig von Autofahrern mit teils gefährlich geringem Abstand überholt.
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  • unbekannt
    (44 Beiträge)

    25.04.2011 14:45 Uhr
    .
    Das liegt viellecht daran, dass du trotz Radweg auf der Straße rumgurkst...
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    25.04.2011 19:30 Uhr
    aso
    Wenn irgendwo ein Radfahrer fährt oder sich schlichtweg ein anderer Verkehrsteilnehmer irgendwo befindet, wo Du meinst, dass er nichts zu suchen ha,t dann fährst Du also in gefährdender Weise an ihm vorbei, um ihm eine Lektion zu erteilen, verstehe ich das richtig? Mal ganz abgesehen davon, dass man sich in seiner Einschätzung auch täuschen kann (Radwege werden ab und an aufgehoben, siehe Kapellenstraße oder Hildapromenade, da trifft man immer noch bevierräderte Vollpfosen, die es noch nicht kapiert haben), ist Belehrung oder gar Strafe nicht Deine Aufgabe, sondern die der Polizei. Selbstjustiz ist selbst strafbar, also lass das.

    So ein absonderliches Verhalten findet man vor allem im Straßenverkehr.
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  •   ralf
    (3647 Beiträge)

    26.04.2011 01:03 Uhr
    Das stimmt
    Ich nutze wenn vorhanden meist benutzungspflichtige Radwege. Bedingung ist, dass diese zu meinem gewünschten Ziel führen, dass ich auf dem Radweg einigermaßen sicher fahren kann und dass der Radweg nicht zugeparkt ist. Bei nicht benutzungspflichtigen Radwegen entscheide ich nach Kriterien wie Sicherheit und Geschwindigkeit, wo ich fahre.

    Es hat sich allerdings gezeigt, dass in den selbst erschaffenen "Regeln" mancher Autofahrer nur Kraftfahrzeuge auf der Straße fahren dürfen - unabhängig ob Radweg vorhanden oder nicht.
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