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Karlsruhe/ Gondelsheim "Hangover" am Steuer: 18-Jähriger wacht mit Filmriss im Auto bei Gondelsheim auf

Einen außergewöhnlichen Anruf erlebten die Beamten der Polizei am Samstagmorgen, gegen 7 Uhr, als sie von einem 18-Jährigen verständigt wurden, der auf dem Fahrersitz eines Autos aufgewachte war. Er wusste aber nicht mehr, wie er dort hingekommen war. Der Wagen stand an der Bundesstraße 35 bei Gondelsheim. Gemeinsam mit dem jungen Mann galt es für die Polizisten die zurückliegende Partynacht zu rekonstruieren.

So stellte sich heraus, dass der 18-Jährige in einer Pforzheimer Disco wohl zwei Extasy-Tabletten sowie jede Menge Alkohol konsumiert hatte. Anschließend ließ er sich, so die Polizei in einem Pressebericht, von Freunden zu sich nach Hause, nach Mühlburg, bringen. Nachdem er neben der Eingangstür eine Zigarette geraucht hatte, verließen den jungen Mann offenbar die Erinnerungen.

Die Polizei geht davon aus, dass sich der junge Mann im Hausinneren den Schlüssel des Fahrzeugs holte, das einem Familienangehörigen gehört und damit los gefahren war. Nach aktuellem Stand der polizeilichen Ermittlungen wurde die Weiterfahrt in Gondelsheim durch einen technischen Defekt an dem Auto gestoppt.

Daraufhin schlief der junge Mann, der keinen Führerschein hat, hinter dem Steuer ein. Im Verlauf des Abends zog er sich eine leichte Verletzung zu, deren Ursache aktuell noch unklar ist. Unfallschäden konnten die Polizisten an dem Auto nicht feststellen. Zur ärztlichen Untersuchung und Blutentnahme wurde der 18-Jährige in ein Krankenhaus gebracht.

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Kommentare (23)
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  •   Rundbau-Gespenst
    (10547 Beiträge)

    18.09.2018 11:20 Uhr
    das kommt davon...
    davon...
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  •   Benji
    (13 Beiträge)

    18.09.2018 11:19 Uhr
    Das wird teuer...
    Nach dem Konsum von 2 Extasy Pillen ist ein Filmriss schon im Bereich des Möglichen, ich bin verwundert, dass er sich nicht mehr Verletzungen zugezogen hat. Dumm finde ich übrigens nicht, dass er am Morgen dann die Polizei angerufen hat, denn nach Drogenkonsum leiden viele unter Angstzuständen. Obwohl es ja auch stimmen müsste, dass man ihm das Fahren eigentlich nicht nachweisen kann, oder? Ob das dann für Nachwirkungen sorgt, weiß ich nicht, auch beim Führerscheinerwerb, aber wahrscheinlich wird die Geschichte für Versicherungen nicht uninteressant bleiben. Da werden die Preise sicher in die Höhe schießen. Interessant, ob dann Versicherungsnehmer und Fahrzeughalter Einfluss auf den Preis haben: "Die Verneinung der Frage im Antrag, ob Fahrzeughalter und Versicherungsnehmer identische Personen sind, kann allerdings bei einigen Versicherern zu einer höheren Prämie führen." (Quelle: https://www.zweitwagenversicherung.org)
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  •   betablocker
    (3331 Beiträge)

    18.09.2018 13:12 Uhr
    Das ist
    auch logisch und im Sinne aller Versicherten. Es ist (und war auch früher) gängige Praxis, dass Eltern das Auto des Kindes als Zweit-, oder Dritt- oder Viertwagen zulassen haben um nicht die Einstiegsprämie von 200% bezahlen zu müssen. Irgendwann wurde der Vertrag mit der günstigen Rabattierung dann 'unauffällig' auf den wahren Benutzer umgeschrieben. Man muss sich halt ausrechnen wann es sich lohnt einen Schaden zu melden oder ihn lieber selbst zu bezahlen.
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  •   ALFPFIN
    (6253 Beiträge)

    18.09.2018 11:14 Uhr
    Wenn der Bursche
    tatsächlich selbst gefahren ist mit Extacy-Tabletten und Alkohol und zumindest ohne Blessuren am Auto nach Gondelsheim gekommen ist, muss er aber schon Übung im Fahren (ohne Führerschein) gehabt haben, dass er in diesem Zustand überhaupt lenken konnte, lief vielleicht aufgrund seiner Fahrkenntnisse im Unterbewusstsein ab.
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (983 Beiträge)

    17.09.2018 19:32 Uhr
    Ha. Unterm Strich kann man dem gar nichts.
    Drogenkonsum ist nicht strafbar. Dass er gefahren ist, kann man ihm auch nicht nachweisen.
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  •   Kojak
    (71 Beiträge)

    17.09.2018 20:00 Uhr
    Aber wenn er in absehbarer Zeit
    einen Führerschein haben will, dürfte er Probleme bekommen. Jedenfalls wenn man ihm den Konsum von Ecstasy nachweisen kann. Ganz unabhängig ob er unter Drogeneinfluss gefahren ist oder nicht.
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  •   mkossmann
    (120 Beiträge)

    17.09.2018 19:20 Uhr
    .
    Zitat von FinnMcCool Und warum dies? Die Polizei hat ihn offensichtlich nicht fahrend erwischt.

    (Nachgewiesener) Konsum von harten Drogen wird als unvereinbar mit Führerscheinbesitz angesehen.
    Die Führerscheinstelle wird deswegen vor Ausgabe eines Führerscheins eine MPU fordern , mit der nachgewiesen werden soll, das kein Drogenkonsum mehr zu erwarten ist. Dazu gehört üblicherweise auch ein Abstinenznachweis für ein Jahr. Alternativ kann man mit dem Führerscheinantrag auch 15 Jahre warten, bis die Sache verjährt ist.
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  •   FinnMcCool
    (127 Beiträge)

    17.09.2018 20:05 Uhr
    bis die Sache verjährt ist
    Da kommt es ganz darauf an, ob dies überhaupt konkret aktenkundig wird. Wenn alles im Sande verläuft kann es gut sein, dass die Behörde nichts davon erfährt. Falls sie es doch erfährt, kann man sich überlegen, ob dieser Datenaustausch rechtlich korrekt ist.
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  •   mkossmann
    (120 Beiträge)

    18.09.2018 15:40 Uhr
    Das wird aktenkundig
    denn
    Zitat von §2 Absatz 12 StVG Die Polizei hat Informationen über Tatsachen, die auf nicht nur vorübergehende Mängel hinsichtlich der Eignung oder auf Mängel hinsichtlich der Befähigung einer Person zum Führen von Kraftfahrzeugen schließen lassen, den Fahrerlaubnisbehörden zu übermitteln, soweit dies für die Überprüfung der Eignung oder Befähigung aus der Sicht der übermittelnden Stelle erforderlich ist. Soweit die mitgeteilten Informationen für die Beurteilung der Eignung oder Befähigung nicht erforderlich sind, sind die Unterlagen unverzüglich zu vernichten. §2 Absatz 12 StVG
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  •   betablocker
    (3331 Beiträge)

    18.09.2018 16:43 Uhr
    Und ausserdem
    wurde die Polizei ja zum 'Tatort' gerufen, das heisst sie hatten eine Einsatzfahrt dorthin. Das wird mit Sicherheit protokolliert.
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