Stuttgart Grüne zu Schloss Salem

Salem aus der Luft. diese schöne Schlossanlage ist dem Haus Baden zu teuer. Aber wer zahlt, wenn das Land das Domizil kauft? (Foto: pr)
Die Auseinandersetzung um die Finanzierung eines eventuellen Erwerbs von Schloss Salem (ka-news berichtete), dem Wohnsitz des Adelshauses Baden, nimmt an Schärfe zu. Nachdem sich Teile der Landes-FDP für einen Verkauf von Kunstwerken ausgesprochen hatte (ka-news berichtete), reagieren nun die Grünen in Baden-Württemberg empört.

Der kulturpolitische Sprecher der Fraktion der Grünen, Jürgen Walter, forderte Ministerpräsident Oettinger und Finanzminister Stratthaus auf, endlich den Landtag umfassend zu Schloss Salem zu informieren. Ein Jahr lang habe die Landesregierung jetzt Zeit gehabt, die Fakten zu Salem offenzulegen. "Es ist bekanntlich eine Selbstverständlichkeit, dass ein für Baden-Württemberg so bedeutendes Kulturdenkmal wie Schloss Salem vom Land nicht tatenlos seinem Schicksal überlassen wird, aber wenn es Ministerpräsident Oettinger ernst meint, dann muss er sich nach über einjährigem Schweigen endlich gegenüber den zuständigen Gremien äußern", so Walter. Zu Stratthaus Äußerungen, das Land wolle Salem nicht kaufen und das Immobiliengutachten abwarten, sagte Walter: "Es reicht nicht aus, immer nur zu sagen, was man nicht wolle."

Die Vorschläge der FDP-Landesvorsitzenden Birgit Homburger, weitere Kunstschätze aus Landesbesitz zu veräußern und im Gegenzug Schloss Salem zu sanieren, nannte Walter einen kulturpolitischen Amoklauf: "Offensichtlich hat die FDP nicht mitbekommen, welchen Flurschaden für den Ruf Baden-Württembergs der gleichlautende Vorschlag bereits vor einem Jahr angerichtet hat. Damals wie heute gilt: Kultur wird nicht gegeneinander ausgespielt."

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