Karlsruhe Gründerstimmung an der Uni

Ihr Schwerpunkt ist das "elektronische Publizieren", aber die Verantwortlichen des neuen Verlags wollen auch gedruckte Bücher anbieten. Nach monatelangen Vorarbeiten ist heute die Gründung des "Universitätsverlag Karlsruhe" offiziell bekannt gegeben worden. Damit macht sich die "Fridericiana" von Kosten- und Terminzwängen anderer Verlage frei. Ihr eigener ist im Auftrag des Rektorats gegründet und der Universitätsbibliothek angesiedelt worden. Ziel: eine zeitgemäße Plattform für das Veröffentlichen von hochschuleigenen Schriften. Kostengründe sind eine Ursache für die Entscheidung. Eine Vorreiterolle nehmen die Karlsruher damit allerdings nicht ein.

"Mit der Verlagsgründung wird für die Wissenschaftler der 'Fridericiana' der Weg frei für Publikationsalternativen, die inzwischen bundesweit viele Universitäten wählen, indem sie eigene Verlage gründen", steht in einer Pressemitteilung der Uni zu lesen. Dabei seien es nicht nur finanzielle Aspekte wie "die explodierenden Kosten für Verlagspublikationen", die für einen eigenen Verlag sprächen.

Das Internet ist auch für Unis das Zukunftsmedium

"Ein wichtiger Hintergrund für die weltweite Renaissance von Universitätsverlagen ist die Entwicklung von neuen Publikationsformen", teilt Dr. Elisabeth Zuber-Knost von der Pressestelle der Uni mit. Das Schlagwort heißt "Open Access" und stammt aus dem Umfeld des Internets und dem elektronischen Veröffentlichen, auch E-Publishing genannt. Zuber-Knost: "Hinter dem Begriff 'Open Access' steht die Idee, dass der Zugang zur wissenschaftlichen Information jederzeit weltweit und von jedem Ort sicher gestellt sein soll." Inzwischen förderten alle internationalen wichtigen Einrichtungen diese Form der Veröffentlichung.

Ihr folgt das Konzept des Universitätsverlags Karlsruhe. Es werden online die Arbeiten verlegt und Bücher nur bei Bedarf über die "Print-On-Demand"-Schiene verkauft. So würden Forschungsergebnisse der Uni schnell im Internet bereitgestellt und verbreitet. Das Hauptaugenmerk liegt für die Karlsruher in der Anfangsphase auf Dissertationen, Schriftreihen und Tagungsbänden.

Wichtig ist den Verantwortlichen noch eines: "Der Universitätsverlag will die traditionellen Verlage nicht ersetzen, sondern versteht sich als ein zusätzliches Angebot für Wissenschaftler, die moderne Publikationen nutzen wollen."

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