Karlsruhe Großeinsatz der Polizei

Die Polizei riegelte die Wilhelmstraße komplett ab (Foto: Tom Kohler)
Die Karlsruher Südstadt wurde am Samstagnachmittag Schauplatz einer Hausbesetzung. Wie die Polizei mitteilte, drangen gegen 17.30 Uhr zum Teil vermummte Personen in ein Haus in der Wilhelm-Straße 14 ein. Sie hängten Transparente an die Fassade des Gebäudes und stellten Stühle und Bänke auf die Straße vor dem Haus. Vor dem Haus versammelte sich eine größere Menschenmenge von etwa 50 Personen.

Die Polizei reagierte mit einem Großaufgebot an Beamten. Nach Angaben auf des Informationsportals Indymedia waren etwa 150 Beamte im Einsatz. Die Polizisten wurden von einigen Teilnehmern der Aktion mit Glasflaschen beworfen und Leuchtkörpern beschossen. Dabei wurden nach Angaben der Polizei fünf Beamte verletzt. Auch auf Seiten der Aktivisten gab es eine unbekannte Anzahl an Verletzten. Alle an der Besetzung teilnehmenden Personen wurden von der Polizei vorläufig festgenommen. Bei den Festnahmen kam es zum Teil zu "größeren Rangeleien". Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Karlsruhe erklärt, seien alle Personen heute wieder auf freiem Fuß. Gegen die Besetzer wurden Verfahren wegen Landfriedensbruch eingeleitet.

Unterstützung der Ex-Steffi

Besetzer wollten sich mit der Ex-Steffi solidarisieren (Foto: Indymedia)
Wie aus einer der ka-news-Redaktion vorliegenden E-Mail hervorgeht, handelte es sich um die Aktionsgruppe "Jetzt machen wir Theater". Diese wollten gegen den drohenden Abriss des Gebäudes demonstrieren."Dieses architektonisch reizvolle Haus in perfektem Zustand darf keinem Neubau weichen", heißt es in einer Erklärung. Im Conradin-Kreutzer-Haus in der Wilhelm-Straße 14 war bis vor etwa zwei Jahren das Kinder- und Jugendtheater Bluemix untergebracht (ka-news berichtete), bevor Sparmaßnahmen der Stadt die Einrichtung zur Schließung zwangen.

Neben der Verhinderung des Abrisses wollte die Gruppe mit dieser Aktion auf die bevorstehende Räumung der Ex-Steffi aufmerksam machen, wie es ebenfalls in der vorliegenden E-Mail heißt. Man wolle sich mit den Ex-Steffi-Leuten solidarisieren und sie in der Suche um ein mögliches Ersatzobjekt unterstützen.

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