Karlsruhe "Greifbar nah": Bürgerzentrum Mühlburg

Es ist zwar nur eine provisorische Lösung, aber für das Projekt "Soziale Stadt Mühlburg" ein wichtiger Schritt: In der gestrigen Gemeinderatssitzung wurde als Standort des Bürgerzentrums die Hardtstraße 37a festgelegt.

Damit widersprach eine knappe Mehrheit dem Vorschlag der Verwaltung. Das Team um Oberbürgermeister Heinz Fenrich favorisierte nämlich die Räumlichkeiten in der Rheinstraße 29. Ein Nutzerrat, bestehend aus etwa 20 Vereinen, Institutionen und Einzelpersonen, hatte sich bereits Anfang Februar für die Räumlichkeiten im Bau II des Kulturzentrums Tempel in der Hardtstraße ausgesprochen.

Für einige Fraktionen war es eben dieses Votum des Nutzerrates, das ihre Entscheidung untermalte. So warb Yvette Melchien (SPD) damit, den Entschluss der Nutzer zu unterstützen. Als Vorteil sieht ihre Fraktion außerdem den zirka 68 Quadratmeter großen Veranstaltungsraum.

Uta van Hoffs von den Grünen wies auf die "eingeschränkte Bewegungsfreiheit" in der Rheinstraße hin und auch Margot Döring (KAL) kündigte an, dass ihre Fraktion mit "vollem Herzen" für den Standort Hardtstraße stimmen würde.

Einzig CDU und FDP stimmten am Ende mit der Verwaltung und daher für die Rheinstraße. Ihr Hauptaugenmerk lag dabei bei den Mietkosten. Diese seien in der Rheinstraße deutlich geringer. Außerdem sei der Tempel nicht so einfach barrierefrei umzubauen wie dies in der Rheinstraße möglich wäre.

Fünf Standorte für eine langfristige Lösung

Über die Höhe der Mietkosten für die kommenden drei Jahre durfte nicht gesprochen werden, da dies Interessen Dritter - zum Beispiel des Vermieters - berührt. In der Beschlussvorlage sind 90.000 Euro für den Aufwand der Maßnahme eingeplant. Allerdings zählen dazu weder Stromkosten noch Versicherung oder unterstützte Projekte. Fördermittel in der Höhe von 90.000 Euro seien beantragt; mit dem Bescheid würde im April gerechnet.

Für eine langfristige Lösung stehen derzeit fünf Standorte zur Diskussion. Die Verhandlungen mit Grundstückseigentümern und Projektentwicklern müssten nun vertieft werden. Außerdem steht noch die Entwicklung eines Raumprogramms und Betriebskonzeptes aus.

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