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Berlin Golombeck zieht Umweltfreundlichkeit von Energiesparlampen in Zweifel

Eine aktuelle Untersuchung des Umweltbundesamtes zum Gefährdungspotenzial von quecksilberhaltigen Energiesparlampen kommentiert der Karlsruher Bundestagsabgeordnete Heinz Golombeck (FDP). "Energiesparlampen sind nicht umweltfreundlicher als Glühbirnen", mahnt der liberale Parlamentarier.

Das Glühbirnenverbot geht auf eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2008 zurück, die den CO2-Ausstoß auf europäischer Ebene einschränken sollte. Nun warnt das Umweltbundesamt vor der Gefahr einer Quecksilbervergiftung durch zerbrochene Energiesparlampen. Geringe Mengen des hochgiftigen Schwermetalls sind in jeder dieser Lampen enthalten.

Golombeck zufolge war das Problem bereits bei der Einführung der Stromsparlampe bekannt. Mit der "Gängelungspolitik" der EU habe man dem Klima wenig genutzt, aber Millionen von Bürgern der Gefahr einer Quecksilbervergiftung ausgesetzt - darunter auch Schwangere und Kinder, für die diese besonders gravierende Folgen haben kann. 

Das Glühbirnenverbot ist für Golombeck ein Beweis dafür, dass Verbote oft das Gegenteil dessen bewirkten, was ursprünglich beabsichtigt gewesen sei. "Probleme müssen an der Wurzel bekämpfen werden", fordert Golombeck. Dazu sollen Bürger aufgekläter durch das Leben gehen. Er beruft sich dabei auf die Regeln der EU-Kennzeichnungsrichtlinie. "Die nach Energieeffizienz gekennzeichnete Produkte geben dem Verbraucher die Möglichkeit, selbst zu entscheiden mit welchem Produkt er Energie einsparen möchte", so der Experte für europäische Energiepolitik weiter.

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  •   Waterman
    (6751 Beiträge)

    08.12.2010 13:40 Uhr
    FDP bei 4% bei Forsa.
    Da fragt man sich ist das wegen oder trotz Energiesparlampe und Brötchentaste?
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  •   yokohama
    (3451 Beiträge)

    08.12.2010 10:07 Uhr
    Dreist
    Obwohl nahezu alle seriösen Wissenschaftler der Auffassung sind, dass der Klimawandel anthropogene Ursachen hat und nur durch drastische Verringerung der Emission von sog.Treibhausgasen die Folgen zumindest in Grenzen gehalten werden können, wird die FDP immer mehr zum Sammelbecken für die Gegenaufklärung der Energie- und Industrielobby.

    Auf diese Weise sollen die Wählerstimmen derjenigen gewonnen werden, die Umweltschutz als "Ökofaschismus" ansehen. Mit Polemik gegen den "grünen Mainstream" wollen sich die Liberalen in Zukunft offenbar profilieren.

    Die Konsequenz sollte sein: Abwählen, raus aus dem Bundestag, raus aus den Landtagen!
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  •   Xapoklakk
    (650 Beiträge)

    08.12.2010 14:32 Uhr
    Quatsch
    Seriöse Wissenschaftler, zumindest die Naturwissenschaftler, sind keineswegs mehrheitlich der Auffassung, dass der Klimawandel anthropogene Ursachen hat. (Die anderen werden von der Ökobranche finanziert.)
    Der Rückblick in die erdgeschichtliche Klimaentwicklung mit ihren wilden Schwankungen, sollte genügen, das Glaubensbekenntnis der Gutmenschen, dass der (andere!) Mensch an allem Schuld ist, als Quatsch zu entlarven.
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  •   Sput
    (1023 Beiträge)

    08.12.2010 16:28 Uhr
    !
    Selbst wenn er schuld ist, muss man sich doch zumindest mal fragen, ob denn die Folgen (für die Ökologie) irgendwie nachteilig sind. Erstens mal war es durchaus schon deutlich wärmer auf diesem Planeten, was durchwegs eine deutlich größere Artenvielfalt zur Folge hatte; zweitens würde schon ein größerer Vulkanausbruch oder Meteoriteneinschlag den anthropogenen Einfluß negieren... drittens haben wir noch überhaupt gar nicht verstanden, *wie* der Mensch das Klima beeinflußt.

    Von daher fände ich es viel sinnvoller, die Ressourcen, die zur CO2-Senkung eingesetzt werden, stattdessen in die Förderung erneuerbarer Energien, die Vermeidung von Gift- und Atommüll oder den Schutz der Regenwälder zu investieren. Das was wir stattdessen tun ist blinder Aktionismus zum Wohle der Energielobby.

    Im Übrigen beeinflußt jede Spezies auf diesem Planeten das Klima. Vielleicht nicht so stark wie die Menschen in den letzten paar tausend Jahren, aber so ist nunmal der Lauf der Dinge.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (1820 Beiträge)

    08.12.2010 10:59 Uhr
    Warm und
    Kaltphasen gab es imme schon. Grüne Panikmache !
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  •   stefko
    (2329 Beiträge)

    08.12.2010 12:07 Uhr
    blabla
    Natürlich gab es schon immer Warm- und Kaltphasen, die entscheidende Frage ist jedoch in welchem Zeitraum sich diese Änderungen vollziehen. Es ist ein Unterschied, ob dies in mehreren tausend Jahren passiert oder sich in gerade mal einem knappen Jahrhundert ereignet.
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  •   abakus
    (1066 Beiträge)

    08.12.2010 09:46 Uhr
    Populismus
    Eigentlich sollte man solch einen Schwachsinn einer 5%-Partei gar nicht veröffentlichen. Hat er denn Zahlen wie viele Quecksilbervergiftungen es in der EU jährlich gibt? Nein. Er könnte sich ja auch um die 50.000 Verkehrstoten in der EU jedes Jahr kümmern oder um die Atemwegserkrankungen, die durch Kohlekraftwerke entstehen. Da gehen die Schätzungen auf weit mehr als 250.000 in der EU jedes Jahr!
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (1820 Beiträge)

    08.12.2010 10:58 Uhr
    Kein Schwachsinn,
    sondern absolut richtig. Auch wen Ökofaschos es anders sehen...Dieses blödsinnige, übereilte und schädliche Gesetz sollte so schnell wie möglich gekippt werden - auf den Müll.Übrigens wird ja auch immer wieder ignoriert, dass die Abwärme der Glühlampen zumindest in der Heizperiode garnicht verloren ist, sondern als zusätzliche Heizwärme im Heizregelkreis verwendet wird. Ganz automatisch. Das relativiert die Vorteile der Leuchtstofflampen sehr deutlich. Und es gibt ja auch Menschen, die diese Abwärme bewusst haben wollen. Zum Beispiel bei Wohlfühllampen, die mit viel Licht depressive Verstimmungen auffangen sollen. Die Wärmestrahlung, die einen stark an Sonnenlicht erinnert, spielt meines Erachtens dabei eine nicht unwesentliche Rolle.Aber, liebe EU, verblöde und versklave deine Bürger immer weiter, bis jeder alles willig mitmacht...
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (1550 Beiträge)

    08.12.2010 10:46 Uhr
    Äpfel und Birnen
    Was haben denn die (möglichen) Quecksilbervergiftungen mit den Verkehrstoten zu tun? Darf man auf das Risiko von Quecksilbervergiftungen erst hinweisen, wenn man alle anderen Todesursachen (Straßenverkehr, Herzinfarkt, Krebs, Staub, Dummheit) beseitigt hat?

    Man mag über die FDP, ihr Verhalten und über die EU-Politik bezüglich Glüh- und Energiesparlampen denken was man will. Aber es ist doch eine Tatsache, dass Energiesparlampen Quecksilber enthalten, und dass dieses Quecksilber freigesetzt wird, wenn die Lampe kaputtgeht. Da sind insgesamt erhebliche Mengen Quecksilber im Umlauf, und das kann gefährlich sein, zumal es sich meines Wissens im Körper anlagert und nicht abgebaut wird. Natürlich wird sich erst im Lauf der Jahre zeigen, ob und wie oft es wegen zerbrochener Energiesparlampen zu Vergiftungen kommt. Das ist aber kein Grund, sich da nicht jetzt schon Gedanken drüber zu machen und zumindest die Benutzer auf die Risiken aufmerksam zu machen.
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  •   abakus
    (1066 Beiträge)

    08.12.2010 11:04 Uhr
    Lampen ohne Quecksilber
    Man darf vergleichen, denn statt quasi die Abschaffung der Energiesparlampe zu fordern und damit wirklich primitiven Stammtischparolen Nahrung zugeben wäre es viel sinnvoller ein Verbot von Quecksilber in Energiesparlampen durchzusetzen. Forschungen in dieser Richtung gibt es schon lange und im Moment ist es noch nicht ganz möglich darauf zu verzichten. Aber man könnte die Menge von 15mg bei Billigprodukten durchaus reduzieren. Gute Energiesparlampen haben gerade mal noch 2mg Quecksilber. Ausserdem sollte man auch die Gesamtbelastung betrachten_ Kohlekraftwerke sind zu 2/3 für die gesamte Quecksilberbelastung in D verantwortlich. Also sollte die politische Forderung sein: den Quecksilbereinsatz in Energiesparlampen auf 2mg zu begrenzen. Dann ist die Vergiftungsgefahr deutlch geringer.
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