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Karlsruhe Giftköder in Karlsruhe: Polizei beruhigt Hundehalter per Facebook

Hat mein Hund Giftköder gefressen? Liegen auf meinem Spazierweg tödliche Köder aus? Diese Fragen stellten sich viele Karlsruher Hundehalter in den vergangenen Wochen. Nachdem in Rintheim zwei Tiere vergiftet worden waren, kursierten Gerüchte in sozialen Netzwerken, panische Anrufe und Zuschriften erreichten Polizei und Medien. Nun hat die Polizei mit einer Facebook-Seite zum Thema reagiert - und vermeldet Beruhigung.

Die Verunsicherung unter Karlsruher Hundehaltern war im Januar groß: Im gesamten Stadtgebiet wollten Spaziergänger und Tierfreunde Giftköder entdeckt haben, auf sozialen Netzwerken wurden Fundorte gepostet und Panik verbreitet.

"Wollen zur Versachlichung der Diskussion beitragen"

Besonders nachdem im Dezember tatsächlich zwei Hunde in Rintheim durch Gift gestorben waren, brodelte die digitale Gerüchteküche. Das bekam auch die Polizei zu spüren. "Wir verfolgen solche Meldungen ja zum Beispiel auch privat auf Facebook und konnten nur immer wieder feststellen: Was dort berichtet wurde, hat sich nicht mit unseren Erkentnissen gedeckt", erläutert ein Sprecher der Karlsruher Polizei.

Aus diesem Grund wollte man auf Warnungen reagieren und Hundehalter beruhigen. "Das Innenministerium erlaubt uns temporäre Facebook-Auftritte", erklärt der Sprecher. Deshalb habe man sich entschieden, mit dem Einrichten dieser Seite zur Versachlichung der Diskussion beizutragen. "Falls wir Erkenntnisse haben, wollen wir diese auch preisgeben und transparent berichten." Auch Rückmeldungen wünschen sich die Karlsruher Polizisten, um eine allgemeine Panik zu verhinden.

Und das habe bisher sehr gut funktioniert, so der Sprecher. "Die Leute sind wirklich dankbar für unsere Infos, wir haben eine tolle Resonanz von Hundebsitzern." Man habe außerdem gezielt Hundeschulen und Hundevereine angeschrieben, um diese über den Facebook-Auftritt zu informieren. "Falls wir Fakten haben, werden wir sie auch veröffentlichen", verspricht der Polizist.

Giftköder entpuppt sich als Vogelfutter

"In der Günther-Klotz-Anlage hatten wir zum Beispiel konkrete Hinweise auf Giftköder, die dann auch getestet wurden. Das Ergebnis bei Toxinen war allerdings negativ." Höchstwahrscheinlich habe es sich um Vogelfutter gehandelt, dass Tierfreunde im Winter ausgelegt haben - und das Hunden nicht besonders gut bekommt.

Für alle Fälle postet die Polizei Karlsruhe aber auch Tipps, was zum Beispiel im Vergiftungsfall zu tun wäre. "Da geht es dann darum, welche Infos der Tierarzt braucht oder was die Polizei wissen muss." Man habe sich dazu bei der hauseigenen Hundestaffel informiert, die zuvor wiederum die Veterinärin kontaktiert habe. Die Infos seien also gut recherchiert. "Viele von uns haben ja selbst Hunde, außerdem kennen wir alle die Polizeidiensthunde - es liegt uns also auch am Herzen, auf die Hundehalter zuzugehen", betont der Sprecher. Deshalb sei die Karlsruher Polizei ausgesprochen froh, wie gut der Facebook-Auftritt angenommen werde.

Hier geht es zum Facebook-Auftritt der Karlsruher Polizei zum Thema Giftköder.

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Kommentare (4)
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  •   JuliusM
    (1995 Beiträge)

    28.01.2013 08:59 Uhr
    Wenn
    man seinen Hund als Welpen bekommen hat, ist es einfach ihm das Aufnehmen von Futter außerhalb seiner Fütterschüssel schon als Welpen abzugewöhnen. Unsere frißt rein gar nichts auf Feld, Wald, Flur und Straßen. Und das ist super, denn die Spaziergänge gestalten sich absolut stressfrei.
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  •   altruist
    (478 Beiträge)

    28.01.2013 08:25 Uhr
    Ich fände es toll, wenn die Polizei
    den FB Auftritt beibehält.
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  •   barlou
    (2555 Beiträge)

    28.01.2013 08:25 Uhr
    Und...
    ...wenn ein Hund partout nicht gehorcht, vielleicht doch mal einen Hunni oder zwei für die Hundesschule springen lassen. Dann besteht auch kein Risiko mehr.
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  •   Gelbsocke
    (3905 Beiträge)

    28.01.2013 03:06 Uhr
    Schlussendlich
    kein Fehler wenn alle aufpassen was Doggi beim Freigang macht aber diese Panikmache ist eher Peinlich (Oder gar gewollt von manchen?).

    Immer ein Auge auf den Hund wie auch beim Kind, die stecken sich nämlich auch gern alles in den Mund, und die Gefahr ist (fast) gebannt.

    Was passieren würde wenn ich so einen Giftmörder erwische gehört zu den Akten des dann evtl. zuständigen Staatsanwalts.
    traurig
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