Karlsruhe Generationenhaus eingeweiht

Das Seniorenzentrum des neuen Karlsruher Generationenhaus (Foto: ka-news)
Stimmungsvolle Bläserklänge, viele lobende und dankende Worte und jede Menge stolze Gesichter: So präsentierten sich die Initiatoren und Mitarbeiter am gestrigen Freitag bei der festlichen Einweihungsfeier des neuen "Generationenhaus" in der Weinbrennerstraße 69 in Karlsruhe.

Dabei hat sich der Grundgedanke des mittlerweile dritten Karlsruher "Generationenhaus" erfüllt. Denn in dem neuen Gebäude befinden sich das Altenpflegeheim "Wichernhaus" inklusive einer Tagespflege sowie die Kindertageseinrichtung "Kinderwichernhaus" (KiWi) zusammen unter einem Dach. In den 52 geräumigen Zimmern des Seniorenzentrums, das der Evangelische Verein der Stadtmission Karlsruhe trägt, leben seit November letzten Jahres 60 Personen in zwei Wohngruppen sowie einer Senioren-Wohngemeinschaft und einer betreuten Wohngruppe. Dazu gibt es einen Dachgarten, eine Dachterrasse und vieles mehr.

In der Kindertagesstätte für Kinder von sechs Monaten bis sechs Jahren, die im September 2007 eröffnet wurde und deren Träger die Evangelische Kirche in Karlsruhe ist, sind zurzeit 25 Kinder in Regelgruppen und 30 Kinder in der Ganztagesbetreuung untergebracht. Hier steht vor allem das Spiel zwischen Nischen und Offenheit, Transparenz und Licht im Mittelpunkt. Deshalb gibt es hier eine Terrasse als Raum zwischen drinnen und draußen, einen Schlafraum, Waschraum und einen direkten Zugang zum Garten und Spielplatz. Ein Mehrzweckraum, der sich zum Foyer und Innenraum öffnen lässt, komplettiert das KiWi.

Die Gemeinschaft steht im Vordergrund

Auf diese neue Einrichtung sind alle mächtig stolz, und das mit gutem Grund. So auch Karlheinz Zuckschwerdt, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Stadtmission Karlsruhe: "Unsere Aufgabe ist es, Kinder und alte Menschen gemeinsam zu begleiten, sie an die Hand zu nehmen, ihnen Orientierung zu geben und sie zu stützen."

Die Kindertagesstätte - bald spielen hier 55 Kinder (Foto: ka-news)

Auch für Jutta Scheele-Schäfer, Vorsitzende der Evangelischen Stadtsynode Karlsruhe, war die Feier eine große Freude. Sie dankte allen, die bei der Verwirklichung des "Generationenhaus" mitgeholfen und gespendet haben. Dabei verwies sie auch auf die Architektur des Gebäudes. Insbesondere erwähnte sie die Glaswände, die zwischen dem Altenpflegeheim und dem Kindergarten gebaut wurden. Denn so könnten sich alle Anwesenden jederzeit sehen, was auch das Miteinander im "Generationenhaus" stärke. Aber auch der "Marktplatz", der auf jeder der vier Etagen des Seniorenheims als Treffpunkt dient, sei eine tolle Lösung für mehr Gemeinschaft im Haus.

Bürgermeister Ullrich Eidenmüller erwähnte, dass der Bau eines "Generationenhaus" gewiss nicht einfach sei, denn man brauche kein Nebeneinander, sondern einen Willen zum Miteinander der Menschen. Und in diesem neuen "Generationenhaus" bestehe ein sehr schönes Miteinander. Die Menschen fühlten sich wohl, was auch so bleiben solle. Der Geist des Hauses sei offen und freundlich und dieser solle sich festigen.

Tolles Miteinander von Alt und Jung

Bereits im Herbst 2005 wurde das evangelische Gemeindehaus mitsamt dem Kindergarten in der Weinbrennerstraße 69 abgerissen (ka-news berichtete), der Kindergarten wurde vorläufig in die Steinhäuserstraße umgesiedelt. Im April 2006 wurde dann der Grundstein gelegt (ka-news berichtete), und schon im September und Oktober 2007 wurde der Neubau fertiggestellt.

Alt und Jung kommen im Wichernhaus zusammen (Foto: ka-news)

In das Projekt wurden insgesamt 6,8 Millionen Euro investiert. Den größte Teil finanzierte das evangelische Kirchengemeindeamt, die Stadt Karlsruhe bezuschusste die Kindertagesstätte. Außerdem fanden sich einige Spender für den Bau.

Abschließend bedankte sich Zuckschwerdt nochmals bei allen Beteiligten für ihr großes Engagement. Er hofft weiterhin auf eine tolle Zusammenarbeit und ein tolles Miteinander von Alt und Jung.

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