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Karlsruhe Gemeinschaftsschule Grötzingen: Asbest, ade - Neubau kommt 2017

Es sei ein einstimmiger und besonders harmonischer Jury-Entscheid zum Erweiterungsbau der Gemeinschaftsschule in Grötzingen gewesen: Am Mittwoch verkündete Oberbürgermeister Frank Mentrup den Siegerentwurf. 18 Architektenbüros hatten an dem Wettbewerb teilgenommen - den Zuschlag erhielt Peter Schwinde aus München. Er beschert der Augustenburg-Gemeinschaftsschule einen L-förmigen Erweiterungs- sowie einen Neubau. Der Baubeginn ist frühestens in drei Jahren.

Ein Jahr nachdem die Grötzinger Gemeinschaftsschule aufgrund Asbest-Belastungen geschlossen worden, Schüler in Container umziehen mussten, steht nun die zukünftige Gestaltung der Gemeinschaftsschule in Grötzingen fest.

18 Entwürfe wurden eingereicht

Am Dienstag traf sich eine Jury aus Vertretern des Gemeinderats sowie des Grötzinger Ortschaftsrats, der städtischen Dienststellen, der Schulleitung, der Elternvertretung, des Ortsvorsitzenden Thomas Tritsch, externen Fachleuten und Oberbürgermeister Frank Mentrup, um die 18 Wettbewerbsentwürfe zu beurteilen.

Besonders wichtig seien bei der Beurteilung zwei Aspekte gewesen: Die städtebauliche Anbindung sowie die Anforderungen an das pädagogische Konzept, das eine gewisse Flexibilität erfordert. Weiterhin galt es Faktoren wie beispielsweise Brandschutzmaßnahmen, Erreichbarkeit durch Schulbusse, Barrierefreiheit, Hanglage und Unterbringung der Stadtteilbibliothek zu beachten. Aus einem "Potpourri an alten Gebäuden", um es mit den Worten von Oberbürgermeister Mentrup zu sagen, galt es ein neues einheitliches Bild zu formen.

Ein "Potpourri aus Altbauten"

Die heutige Gemeinschaftsschule setzt sich aus der Schlossschule (Baujahr 1827) mit Erweiterungsbau (1906), die in den 1950er Jahren durch einen Neubau ergänzt wurde. 1970 erfolgte eine weitere Erweiterung der Schule - dieser musste im vergangenen Jahr aufgrund von Asbestbelastung geschlossen werden. Die Schüler mussten in Container umziehen, zum neuen Schuljahr gab es von diesem einen weiteren. Man sei zufrieden mit dieser Lösung, heißt es vonseiten der Schulleitung.

"Es galt das zusätzliche Manko als Chance zu ergreifen", so Mentrup über den Asbest-Befall. Die Gemeinschaftsschule werde gut angenommen, es mussten in der Vergangenheit immer wieder Eltern überzeugt werden, ihre Kinder auf andere Schulen zu schicken - "sie ist überlaufen." Ein Umbau war längst fällig. Im Endausbau sollen in der Gemeinschaftsschule eine 3-zügige Grundschule mit 312 Schülern und einem 2-zügigen Ganztagesbetrieb (420 Schüler) geführt werden.

Im L-förmigen Anbau an das bereits bestehende Gebäude solle der Speisesaal sowie "Lernhäuser" mit "wohnlicher Atmosphäre" Platz finden, erklärt Architekt Peter Schwinde seinen Siegerentwurf. Beide Gebäude sollen mit einer Brücke verbunden werden und zusammen mit einem Atrium und möglichen Sitzgelegenheiten an der Hangseite die "neue Mitte" der Schule bilden. Der zweite Neubau wird im Bereich der Schlossschule stattfinden - hier entschied sich Schwinde für den Abriss des alten Gebäudes. Auch die Stadtteilbibliothek soll wieder in die neuen Räume zurückkehren.

Auf die Kürung des Siegerentwurfs folgt nun das Vergabeverfahren, 2015/2016 soll der Umbau im Karlsruher Haushalt landen - den Baubeginn schätzt man bei der Stadt frühestens auf Mitte/Ende 2017.

Alle 18 Entwürfe werden zusammen mit der Beurteilung der Jury noch bis zum 23. September in der Begegnungsstätte in Grötzingen, Niddastraße 9, öffentlich ausgestellt.

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  • unbekannt
    (34 Beiträge)

    18.09.2014 08:05 Uhr
    jaja
    der Gruppendruck.

    Sammeln wir maldie Gruppe zusammen: 1. ein reiner heini, ein warmer duscher und eine wühlende Maus machen sich auf, um große Bildungspolitik zu machen, in dem sie Äpfel und Birnen miteinander vergleichen

    also wenn man keine Ahnung hat, dann besser mal ...
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  •   spital8katz
    (1178 Beiträge)

    17.09.2014 19:49 Uhr
    Schon wieder "adé"...
    ...
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  •   redaktion
    (1178 Beiträge)

    18.09.2014 07:44 Uhr
    Ja...
    ..manchmal können wir halt nicht aus unserer Haut. grinsen

    Haben es verbessert. Danke.
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  •   Wuehlmaus
    (3488 Beiträge)

    17.09.2014 19:33 Uhr
    1 Jahr um festzustellen, wie es für unsere Kinder weitergeht!
    Die noch mindestens 3 Jahre in Containern unterrichtet werden müßen, welche auf dem Schulhof stehen.

    Es hatte 1 Tag gedauert, sich für die Bahnhofstraße zu entscheiden und sie mit 120 Asylanten zu belegen.

    Pro Asylant geben wir ca. 12000 Euro pro Jahr aus, für die Schulausbildung unserer Kinder nur 5600 Euro!
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  • unbekannt
    (34 Beiträge)

    18.09.2014 08:32 Uhr
    die Mathespezialsten...
    wenn man überhaupt so einen Vergelich anstellt, sollte man die Unterbringung und Verpflegung nicht vergessen.

    hier wurden die Kosten der Eltern für ihre KInder vergessen, die muss man dazu rechnen

    Vgl. mal die Kosten für ein Heimkind mit den Kosten für einen Asylbewerber pro Jahr...

    oder ist das zu hohe Mtahematik?
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  • unbekannt
    (34 Beiträge)

    17.09.2014 19:59 Uhr
    und wen interssieren deien Probleme?
    Die Container auf dem Schulhof sind tatsächlich halb so wild und eine sehr gute vorübergehnde Lösung für ein sehr grosses Problem. Das sind relativ grosse Räume und alle mit großen Fenstern. Da wo die Asylbewberber untergebracht sind, kannst du die Schüler nicht unterrichten, und in der Asbesthölle ja auch wohl auch nicht mehr.

    Deine rechts xxtreme Propaganda kannt du dir in Grötzingen nur an die eigene Backe nähen, hier wohnen nämlich deutlich mehr aufgeklärte Bürger als dumme rechte Sprücheklopfer

    und da das auch meine Heimat ist, sage ich dir : du bist hier in Grötzingen ganz allein mit deiner Ausländerhetze

    wenn es dir hier nicht mehr passt, kannst du ja auch wegziehen

    aber dazu hast du vermutlich keinen Mumm, genau wie bei deiner teutschen Website, hetzen gern, aber Impressum bloss nicht ...

    die Grötzinger werden es dir danken
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  •   Wuehlmaus
    (3488 Beiträge)

    17.09.2014 20:26 Uhr
    Wo hetze ich gegen Ausländer?
    Sie müssen mal lernen, Ausländer, berechtigte Asylbewerber und Wirtschaftsasylanten auseinanderzuhalten. Denn nur um die Wirtschaftsasylanten geht es den meisten von uns Foristen.
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  • unbekannt
    (34 Beiträge)

    17.09.2014 20:33 Uhr
    in keinem Dorf
    sind die rechten Hetzer beliebt. die machen tausend mal mehr Ärger als jeder Asylbewerber hier.

    Du zerstörst den guten Ruf meines Dorfes mit deinen Parolen.

    Wer nett, wenn du aus Grötzingen verschwinden würdest, wir wollen nämlich unsere Ruhe hier
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  •   spital8katz
    (1178 Beiträge)

    17.09.2014 19:51 Uhr
    Und Sie glauben wirklich
    es sind "nur" € 12.000?
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  •   Wuehlmaus
    (3488 Beiträge)

    17.09.2014 20:24 Uhr
    Das sind die offiziellen Zahlen
    Ohne Gebäude, Putzdienste, Krankenkasse, begleitende Sozialpädagogen, Polizei etc.
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