Karlsruhe Gemeinderatswahl im Juni

FDP setzt auf Inhalt statt Sprüche (Foto: pr)
"Es ist zwar schwer auf die Schnelle zu lesen, aber Interessierte bleiben stehen und lesen. Das sind die Leute, die wir erreichen möchten", erklärt Michael Obert. Die Rede ist von einem Wahlplakat der FDP für die Gemeinderatswahl am 13. Juni. Dieses sei als ein Kompromiss zwischen "Sprücheplakat" und purem Infoplakat zu sehen. Wer sich noch ausführlicher als mit Hilfe des Plakats informieren möchte, kann auf die Internetseite der Karlsruher FDP gehen, meint Fraktionsvorsitzender Obert.

Aber warum wählte die FDP für ein Plakat Auszüge aus ihrem Wahlprogramm statt einem eingängigen Spruch? Das ist mit dem aktuellen Slogan der Karlsruher Liberalen schnell erklärt: "Programm statt Sprüche". Die Kernaussage wird schon beim Anblick des Plakats deutlich: "Wir haben viel vor". Die FDP hat neben dem Plakat noch zwei weitere im Programm. Eines, auf dem alle Kandidaten zu sehen sind und ein gefaltetes Sloganplakat. Des Weiteren möchte sie lieber "einmal auffällig statt 25 mal unauffällig" für sich werben, so Obert.

Herzensangelegenheit: Kulturzentrum Schlachthof

Das neue Plakat hat mehr Inhalt als üblich, wie schon der Slogan sagt. Unter fünf Überschriften steht, auf die wichtigsten Punkte gekürzt, das Programm der FDP Karlsruhe. Der erste Punkt, "Kommunale Wirtschaft", betont die regionale Wirtschaftsförderung als Ziel der Partei. Denn, so Obert, Arbeitsplätze seien in der ganzen Region und nicht nur in Karlsruhe wichtig für die Bürger.

"Planen, Bauen, Verkehr" behandelt hauptsächlich die Erhaltung der typischen Merkmale Karlsruhes als Fächerstadt und die Förderung des öffentlichen Verkehrs als wichtigstes Verkehrsmittel in der Innenstadt. Für die "Kultur in Karlsruhe" liegt der FDP besonders das Kulturzentrum Schlachthof am Herzen. Allgemein sieht sie die Kultur als wichtigen Bestandteil, der besonders unterstützt werden muss.

Familie, Sport und Ganztagsschulen

Genauso will sie unter dem Punkt "Sport" besonders die Vereine, die Kinder- und Jugendarbeit betreiben, fördern. "Wer seine Arbeit gut macht, bekommt auch die meiste Förderung", meint Obert. Der letzte Punkt, "Liberale Gesellschaftspolitik in Karlsruhe", ist der ausführlichste. Unter dem Stichwort "Familien" wird betont, dass nach der Auffassung der FDP alle Familienformen, egal ob alleinerziehende Eltern, Patchwork-Familien oder die traditionelle Familien, gleiche Ansprüche und Rechte haben.

"Besonderes Augenmerk wird auf die Errichtung von Ganztagsschulen gelegt", so Barbara Kofler. Auch Kindergärten sollen individueller angepasst werden, wie zum Beispiel Ganztagskindergärten. Die Jugend soll mit Jugendzentren gefördert werden, die auch am Wochenende und an den Feiertagen geöffnet haben. Auch Senioren sollen im Ruhestand durch Initiativen und Aktionen wieder mehr in die Gesellschaft eingebunden werden.

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