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Karlsruhe Gehweg-Parken in Karlsruhe: Wann kommt das Verbot?

Gehweg-Parken - Was für die einen bei all der Platznot ein notwendiges Übel ist, sorgt bei Fußgängern mit Rollatoren oder Kinderwägen immer wieder für Frust. Die Stadt hatte bereits zu Beginn des Jahres schärfere Kontrollen angekündigt. Und wie ist inzwischen der Stand der Dinge? ka-news hat nachgefragt!

Die Suche nach einem Parkplatz kann in der Fächerstadt gerne mal zur Geduldsprobe werden. Viele Autofahrer lösen das Problem, indem sie ihr Fahrzeug seitlich auf den Bürgersteigen abstellen. In Karlsruhe war das zwar nie erlaubt, solange noch 1,20 Meter für die Passanten bleiben, drückte man in vielen Stadtteilen gerne ein Auge zu. 

"Stadtteile müssen erst ins Gespräch kommen"

Damit soll bald Schluss sein: Vielen Karlsruhern ist das Gehweg-Parken ein Dorn im Auge - durch zunehmende Bürgerbeschwerden landete das Thema auf der Agenda des gemeinderätlichen Planungsausschusses. Das Urteil: Gehweg-Parken soll nicht mehr toleriert werden. Angegangen werden, sollte das Thema im Herbst.

Die Kritiker müssen sich allerdings noch etwas gedulden: "Eine Gemeinderatssitzung mit dem Tagespunkt Gehweg-Parker ist derzeit noch nicht in Sicht", meint eine Sprecherin der Stadt. Der Grund: "Zunächst müssen die Stadtteile selbst ins Gespräch kommen und sich organisieren". Bislang ist hier "noch nichts abzusehen".  

Derzeit würden drei "Musterstadtteile" - darunter beispielsweise die Südstadt - genauer analysiert. "Zwei Stadtteile wurden schon intensiv untersucht, der dritte Stadtteil wird im Herbst 'abgearbeitet'", versichert die Sprecherin. Ende des Jahres werde dann das weitere Vorgehen im Planungsausschuss besprochen. "Eine Frage wird unter anderem sein, in welcher Form soll der öffentliche Dialog gesucht werden soll", so die Sprecherin.  

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  •   M.S.
    (324 Beiträge)

    17.03.2015 06:44 Uhr
    Mal wieder anschubbsen :-)
    heiter gehts weiter, was gibt es neues an der Front ?
    Wird schon eifrig abgeschleppt ?
    Oder kommen die Abschlepper nicht durch weil die Autofahrer nun brav den Gehweg frei halten und dadurch keine großen Fahrzeuge mehr durch die nun deutlich engeren Strassen kommen ?
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  •   peddersenn
    (981 Beiträge)

    01.09.2014 14:44 Uhr
    naja
    Bürgerbeschwerden?

    Klar, ich beschwere mich zurecht, wenn der Autofahrer den Gehweg soooo zuparkt, daß die 1,20 nicht mehr gewährleistet sind. Dann sollen die Jungs kommen und abschleppen. Gerne. Problem gelöst.

    Diese Parkerei GRUNDSÄTZLICH zu verbieten bzw zu ahnden, halte ich für überzogen.

    In einer Stadt, in der ALLE einmal ab und zu geben müssen (und selbst auch mal Nutzniesser davon sind), weil sonst garnix funktioniert, hat ne extreme Haltung nix zu suchen.

    Also:

    Auto versperrt Gehweg - Problem.
    Auto lässt 1,20 m Platz - KEIN Problem.

    Das Aufregen über zweiteres halte ich für lächerlich, rechthaberisch und fragwürdig - und es geht da m.E. nicht ums Problem, sondern um die Freude, anderen was vorzuschreiben. Wie so oft.
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  • unbekannt
    (2 Beiträge)

    01.09.2014 18:37 Uhr
    warum sollen andere leiden?
    Gehwegparken sollte mit Führerscheinentzug geahndet werden!
    ChB. Schwerbehindert
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  •   peddersenn
    (981 Beiträge)

    02.09.2014 10:49 Uhr
    naja
    warum nicht gleich mit Prügelstrafe, Haft o.ä. ?

    Mir fehlt hier ein wenig das Augenmaß. Klar, es gibt Flächen, an denen der Restgehweg von 1,20 definitiv nicht ausreicht - aber es gibt eben auch Stellen, an denen das jahrelang problemlos funktionierte.

    Deshalb ist das hervorkramen der Pauschalkeule eher nicht das Wahre - wie immer. Und wie ich die Spezialisten der Polizei kenne, werden die das dann z.B. in Neureut ahnden - und nicht in der Innenstadt, wo es nötig wäre. In Problempunkten könnten sie das nämlich heute schon. Die gesetzlichen Grundlagen sind vorhanden.

    Mir geht einfach die pauschale Verbotsidee als scheinbar einzige Lösung auf den Senkel - und wer über sowas jubelt, wird sich selbst einmal wundern. Irgendwann ist bei sowas JEDER mal dabei und betroffen.

    Wenn wir alles und jedes verbieten, einschränken und reglementieren, weil sich jemand in irgendeiner Weise nicht zu 100 % berücksichtigt fühlt, dann viel Vergnügen.

    So geht MITEINANDER nicht - und auch nicht Stadt.
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  •   mueck
    (10342 Beiträge)

    01.09.2014 15:50 Uhr
    !
    " und es geht da m.E. nicht ums Problem, sondern um die Freude, anderen was vorzuschreiben."

    Und Du schreibst den Fußgängern an solchen Stellen durch Gehwegparken nicht vor, dass denen gefälligst 1,20 m zu reichen haben?

    Es gibt durchaus mehr als genug Stellen, wo die Zahl der Fußgänger mehr Platz erfordert oder wgen höherer Zahl von Kinderwagen-, Rollstuhl-, Rollatornutzern, ..., die sich auch mal problemlos begegnen wollen etc.
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  •   peddersenn
    (981 Beiträge)

    01.09.2014 18:36 Uhr
    naja
    Klar - es gibt aber auch mehr als genug Stellen, bei denen 1,20 Gehwegbreite genau 0,00 Probleme bereiten - ich würde mal sagen, die allermeisten.

    Die andern könnte man kennzeichnen, beschildern, was auch immer.

    Für mich ist das ein Null-Problem. Zumindest ist meine tägliche Erfahrung von dieser Problematik völlig ungetrübt.

    Klar - man kann sich als Fußgänger aufregen, wenn man an einer Engstelle nicht gleichzeitig mit Kinderwagen und Behindertem durchpassieren kann, sondern -was ich erwarte- als höflicher Mensch erst mal 2 Sekunden wartet. Aber man kann sich über alles aufregen.

    Wenn man will.
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  •   alpinium
    (5589 Beiträge)

    01.09.2014 14:22 Uhr
    Mit verantwortlich für die Parkplatzprobleme
    sind die Bauvorschriften der Stadt Karlsruhe. Würde man beim Hausbau jeden Bauherrn dazu verdonnern pro Wohneinheit mindestens zwei Parkplätze einzuplanen, dann gäbe es deutlich weniger Probleme. Und da die zunehmende Mobilisierung schon seit den 70/80er Jahren bekannt ist, könnte es schon lange wesentlich mehr Parkfläche für die Anwohner geben und es wäre überhaupt kein Problem Parkfaulis mit einem gesalzenen Ticket zu bedenken.
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  •   peddersenn
    (981 Beiträge)

    01.09.2014 14:48 Uhr
    naja
    DIE Vorschrift gibts schon Jahrzehnte.

    Vorher eben nicht - das ist das eine Problem. Und daß nicht alle Leute Autos nicht nur parken, sondern mit einkaufen, Theater besuchen, arbeiten fahren. Und da vor Ort nützt der gesicherte private Stellplatz in der Tiefgarage garnix.
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    01.09.2014 14:48 Uhr
    Berechtigte Forderung,
    zudem die meisten jungen Familien mit Kindern zwei Autos haben dürften. Aber es ist eben von der Grundfläche her schwierig ein Mehrfamilienhaus mit der doppelten Anzahl Stellflächen als Wohnungen auszustatten. Folge wäre, dass man zwei- bis dreifach unterkellern müsste, was natürlich den Preis gewaltig hochtreibt.

    Die letzte Konsequenz wäre, dass man bei der Zulassung eines Autos einen Stellplatz (falls verfügbar) nachweisen muss und verpflichtet wird diesen auch zu benutzen. Und wenn deine Karre auf der Strasse steht und die Zettelhex kommt vorbei kann sie mit ihrem Gerät online überprüfen ob dein Auto auf der Strasse parken darf oder nicht.

    Das wär aber Stasi 5.0 und würde das Denunziantentum zu einem neuen Berufszweig machen.
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  •   mueck
    (10342 Beiträge)

    01.09.2014 15:46 Uhr
    !
    Dann darf man aber auch nicht mehr mit dem Auto zum Brötchenholen ums Eck, weil der nächste Bäcker wäre sicher noch im Einzugsbereich der Garage nach Meinung der Krankenkassen, die Zufußgehen als gesund empfinden! zwinkern
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