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Karlsruhe Gebärmutterhalskrebs: Karlsruher Mädchen sind selten geimpft

Ein schneller Pieks gegen eine schlimme Krankheit: Seit 2007 können sich Mädchen zum Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs impfen lassen. Doch die Krankenkasse DAK warnt: Nicht alle junge Frauen sind vollständig geimpft. Vor allem in Karlsruhe sieht es mit Impfquote im bundesweiten Vergleich schlecht aus.

1.600 Frauen in Deutschland sterben jedes Jahr an Gebärmutterhalskrebs. Eine Impfung verspricht Schutz: Seit 2007 empfiehlt die Ständige Kommission (STIKO) Mädchen die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV), die für etwa 70 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. Die HPV sind sexuell übertragbar, deshalb ist ein Schutz vor dem ersten Geschlechtsverkehr aus Sicht der Experten sinnvoll.

Impfquote in Karlsruhe liegt unter dem Bundesdurchschnitt

Die Krankenkasse DAK zeigt sich allerdings besorgt. In Ihrer Pressemitteilung von Donnerstag beklagt sie die geringe Anzahl der jungen Mädchen in Karlsruhe, die sich zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs impfen lassen. "Die jungen Frauen in Karlsruhe nehmen die Schutzimpfung bisher noch zu wenig in Anspruch. Dabei trägt sie erwiesenermaßen dazu bei, das Risiko für Gebärmutterhalskrebs zu senken", meint Michael Richter, Chef der DAK-Gesundheit in Karlsruhe, im Gespräch mit ka-news.

Nach Aussage der DAK sind nur 39,1 Prozent der 17-jährigen Mädchen in Karlsruhe vollständig geimpft. In der Fächerstadt liege der Wert damit knapp unter dem ohnehin schon niedrigen Bundesdurchschnitt von 40 Prozent. Gleichzeitig liegt die Zahl von neu an Gebärmutterhalskrebs erkrankten Frauen in Karlsruhe bei 50 bis 60 Personen, schätzt Andreas Müller, Direktor der Frauenklinik Karlsruhe.

Andere Länder seien in Sachen Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs schon weiter: Als Paradebeispiel nennt der Klinikdirektor Länder wie Dänemark und Australien. Dort werden junge Mädchen gleich in der Schule geimpft. "In Australien wird für 2025 bis 2030 erwartet, dass Gebärmutterhalskrebs komplett bekämpft sein wird", so Müller weiter.

"HPV-Impfschutz hält mindestens 10 Jahre"

Dabei ist eine Impfung aus Sicht der Experten nicht nur bei jungen Mädchen sinnvoll. Wer sich im Alter zwischen neun und 14 Jahren impfen lässt, benötigt für eine vollständige Immunisierung zwei Impfdosen - später braucht es drei Impfdosen. Bei Mädchen unter 18 Jahren übernehmen Krankenkassen die Kosten für die Impfung gegen den Humane Papillomvirus (HPV). Der Impfstoff ist dabei nicht nur für Mädchen zugelassen: "Bei Jungen verhindert die Schutzimpfung Peniskarzinome und Rachenkrebs", so Müller.

Anders als noch vor einigen Jahren, als eine Impfwirkung von fünf bis sechs Jahren prognostiziert wurde, bietet die HPV-Impfung "mindestens zehn Jahre Schutz", weiß der Direktor der Frauenklinik. Neben der Impfung gibt es auch noch andere Arten der Prävention: Jungen Frauen ab 20 Jahren steht zusätzlich eine jährliche Untersuchung zur Prävention von Gebärmutterhalskrebs zu. Die Kosten dazu trägt die Krankenkasse, bei der man versichert ist. Bei der Untersuchung macht der Arzt einen Zellabstrich vom Gebärmutterhals, den sogenannten "Pap-Test".

Dennoch hält Klinikdirektor Müller an der Impfung fest: "Nicht umsonst wurde die HPV-Impfung weltweit als Durchbruch in der Krebsprävention gefeiert." Eltern und Mädchen, die Zweifel an der Wirksamkeit der Impfung oder Sorgen vor Nebenwirkungen haben, rät DAK-Chef Richter zu einem persönlichen Gespräch mit dem behandelnden Arzt. "Wir hoffen, dass sich künftig mehr Mädchen in der Region Karlsruhe mit der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs impfen lassen", so Richter.

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Kommentare (1)
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  •   Girl123
    (1 Beiträge)

    27.01.2016 15:59 Uhr
    es ist zum heulen...
    fast alle Frauen verwenden Tampons und fast alle Tampons enthalten krebserregende Giftstoffe..das ist wohl der wahrscheinlichere Grund für Gebärmutterhalskrebs aber eine Impfung zu propagieren die "angeblich" vor Gebärmutterhalskrebs schützt ist für die pharmakonzerne lukrativ, für nicht selbständig Denkende menschen bequem und auch weitaus einfacher als die führenden Tampon und Slipeinlagenhersteller dazu zu zwingen diese Produkte, die wir jahrzehntelang monatlich für Stunden und Tage in uns tragen, frei von gefährlichen Giftstoffen herzustellen..
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