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Karlsruhe Ganz schön viel Holz: Pavillon-Entwurf für Stadtjubiläum 2015 vorgestellt

Der Jubiläumspavillon ist das "Herzstück des Festivalsommers" - hier will die Stadt Karlsruhe rund 15 Wochen lang ihren 300. Geburtstag feiern. Platz finden soll der über 16 Meter hohe Pavillon im Schlossgarten. Auf einer Grundfläche von rund 450 Quadratmetern wird das nach Westen geneigte Holzstabkonstrukt in der Sichtachse zwischen Schloss und See platziert sein. Ausgestattet mit einer Bühne, zwei Veranstaltungsräumen, einem Café und einer Aussichtsplattform soll der Pavillon ein Ort des Austauschs und Dialogs sowie zentraler Infopunkt zum Stadtjubiläum 2015 sein.

Der Entwurf für den Holzpavillon stammt aus der Feder des Berliner Architektenbüros J. Mayer H., das sich in Bietergemeinschaft mit Rubner Holzbau aus Augsburg in dem nationalen Ausschreibungsverfahren des Stadtmarketings Karlsruhe durchsetzen konnte. Ausgewählt wurde der Siegerentwurf von einer siebenköpfigen Jury, welche aus Mitgliedern des Gestaltungsbeirats Karlsruhe, Gemeinderäten und Oberbürgermeister Frank Mentrup bestand.

"Der Pavillon soll ein markantes und sichtbares Zeichen sein", so Mentrup bei der Vertragsunterzeichnung und Vorstellung des Siegerentwurfs am Freitag. Aber gleichzeitig auch als eigene Plattform für Veranstaltungen, ein beständiger Ort des Austauschs werden. 1,2 Millionen Euro lässt sich die Stadt das dynamisch transparente Holzkonstrukt kosten.

Bühnenbereich im Erdgeschoss, darüber drei begehbare Plattformen

Nach der Mensa Moltke ist der Pavillon das zweite Projekt von Jürgen Mayer H., Gründer und Leiter des Architektenbüros, in Karlsruhe. Und so stellen sich die Planer den Jubiläumspavillon vor: Neben einem ebenerdigen Veranstaltungsraum mit Bühne wird der Pavillon drei begehbare Plattformen besitzen - auf einer Außengesamtgröße von rund 1.000 Quadratmetern Grundfläche. An einer großen Infotheke im Erdgeschoss erhalten Besucher während des Festivalsommers vom 17. Juni bis zum 27. September Informationen zum Programm. Dieses soll laut der Stadt Ende Juli der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Neben der Infotheke lädt ein Café zum Verweilen ein. Ebenfalls im Erdgeschoss befindet sich der zirka 300 Quadratmeter große Publikumsbereich mit Bühne. Bis zu 250 Sitzplätze beziehungsweise 500 Stehplätze werden hier Platz finden. Die Bühne kann für große Veranstaltungen geöffnet und nach außen zur Rasenfläche hin bespielt werden. Auf der ersten Etage befindet sich ein weiterer Veranstaltungsbereich, der für Ausstellungen jeglicher Art genutzt werden kann. Die oberste Etage dient als Aussichtsplattform. Sie soll Besuchern einen neuen Blick auf Schlossgarten und Schloss ermöglichen.

Schräg gestanden: 164 Stäbe aus Fichtenholz

Die Tragstruktur des Holzpavillons besteht aus 164 hellgrauen, miteinander verbundenen Holzstäben. Als Wetterschutz werden zwischen den Stützen transluzente Membranen eingezogen, die bei Bedarf geöffnet werden können. Als Baumaterial wählten die Architekten Fichtenholz als Referenz an die Bäume im Hardtwald. "Das finde ich besonders interessant", so Oberbürgermeister Mentrup, denn damit greife der Entwurf auf den ersten Schlossbau zurück, der ebenfalls aus Holz bestand.

Die 164 unterschiedlich hohen Stäbe können als Symbol für die Karlsruher Bürger gesehen werden, die sich in der Gesamtbetrachtung in eine Richtung neigen, im Einzelnen jedoch individuell bleiben - so lautet eine mögliche Interpretation der Holzskulptur von Sebastian Finkckh, Architekt und Diplom-Ingenieur bei J. Mayer H. Architektonisch sollen die nach Westen geneigten Stäbe in jedem Fall die Leichtigkeit und den temporären Charakter des Jubiläumspavillons unterstreichen.

"Stadtjubiläum 2015 bekommt ein Gesicht"

"Eine einfache Bühne wäre unter unseren Möglichkeiten gewesen", sagt Mentrup selbstbewusst bei der Entwurfsvorstellung, "er bildet einen spannenden Gegensatz zur Schlossarchitektur." Aus diesem Grund werde das Gebäude sicherlich kontroverse Diskussionen hervorrufen, so Mentrup, die aber ausdrücklich gewünscht seien. Barockschloss trifft modernen Pavillon, Geschichte trifft Zukunft - der Pavillon soll ein architektonisches Ausrufezeichen setzen und "ein Signal in der überregionalen Vermarktung der Stadt als attraktives Reiseziel sein", so Stadtmarketing-Chef Norbert Käthler. "Das Stadtjubiläum 2015 bekommt mit dem Pavillon ein Gesicht."

Mit den Aufbauarbeiten für den Pavillon will die Stadt im März 2015 beginnen. Die Gründungsarbeiten für den Pavillon sind von Holzbau Rubner für Dezember vorgesehen. Andreas Fischer, Geschäftsführer der Rubner Holzbau, rechnet mit einer Montagezeit von rund sechs Wochen ab Februar 2015. Der Gewinnerentwurf sowie die Entwürfe der in der Ausschreibung unterlegenen Architektenbüros sollen Ende März im Karlsruher Architekturschaufenster ausgestellt werden.

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  •   Gartundcar
    (1 Beiträge)

    25.03.2015 15:47 Uhr
    Holzpavillon
    http://gartenlaubenundcarports.de/
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    21.02.2014 22:47 Uhr
    Ich habe
    bereits in Dresden und bei Castortransporten die Demokratie verteidigt.

    Überzeugte Antifaschisti_innen werden versuchen, ihren Marsch durch Blockaden zu verhindern. Und wenn genügend aufrechte Menschen dorthin kommen, wird die Polizei die Blockaden nicht auflösen können. Deswegen wird es keine Randale geben.
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  •   DerSpinner
    (2043 Beiträge)

    21.02.2014 23:37 Uhr
    MOOOOOMENT
    RandAale sind durch das Grundgesetz geschützt. Sie Antidemokrat.
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  • unbekannt
    (1536 Beiträge)

    22.02.2014 08:14 Uhr
    Randale
    ist normal.
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    22.02.2014 08:32 Uhr
    ... da es sie gibt.
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  •   baeuerchen
    (668 Beiträge)

    21.02.2014 22:45 Uhr
    Fichten im Hardtwald?
    Da sind aber wieder Spezialisten dabei, die von der Sache echt was verstehen.
    Vielleicht können sie Kiefern nicht von Fichten unterscheiden.

    Fichten würden auf den Sandböden und den hohen Sommertemperaturen eher unglüchlich aussehen.
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    21.02.2014 22:50 Uhr
    Awa,
    Holz isch Holz.
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  •   DerSpinner
    (2043 Beiträge)

    21.02.2014 23:34 Uhr
    Und Gras ist Gras.
    Sie sollten Ihr Schuhwerk nicht rauchen.
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    21.02.2014 21:34 Uhr
    Ob ich
    noch das Theater-Argument in die Manege werfen soll?
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    21.02.2014 21:35 Uhr
    hajmo,
    den Apostroph-Bug gibt es immer noch.
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