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Karlsruhe Fridays for Future versus Großkonzern: Protest gegen Siemens-Auftrag auch in Karlsruhe - "uncool, was die da machen"

In ganz Deutschland gehen am heutigen Freitag wieder Menschen auf die Straße, auch in Karlsruhe rufen die Organisationen Fridays for Future und Parents for Future zu einem Streik auf. Jedoch nicht wie bisher in der Karlsruher Innenstadt sondern es wird konkreter: Demonstriert wird vor der Siemens-Niederlassung in der Fächerstadt. Der Grund: Der Konzern beteiligt sich an einer Kohlemine in Australien, das seit Monaten von schweren Buschfeuern überzogen ist - mit eine Folge des Klimawandels.

Australien brennt, Buschfeuer wüten auf dem "Roten Kontinent" schon seit Wochen. Aufgrund der Brände, mit eine Folge des Klimawandels und Extremwetters, steht der Großkonzern Siemens derzeit in der Kritik. Denn: Das Unternehmen soll eine Signalanlage für Züge für eine Kohlemine in Australien liefern. Daher haben Fridays for Future und Parents for Future zu einem Streik an verschiedenen Siemens-Standorten in Deutschland aufgerufen - auch in Karlsruhe wollen die Klimaaktivisten gegen die geplante Lieferung an den Konzern Adani protestieren.

"Weltweit läuft aktuell eine Kampagne mit dem Namen #StopAdani, die das Ziel hat diese Mega-Mine zu stoppen. Sie zielt darauf ab, Unternehmen die das Projekt beliefern wollen, dazu zu bringen sich zurückzuziehen.

Dass Siemens plant mitzumachen ist besonders perfide, denn das Unternehmen hat sich das Ziel gesetzt bis 2030 klimaneutral zu werden", schreibt die Organisation Parents for Future Karlsruhe auf ihrer Homepage. "Es ist genau jetzt wichtig Druck auf Siemens aufzubauen, denn in wenigen Tagen wird der Vorstand entscheiden, ob Siemens sich zurückziehen soll."

Laut dpa-Berichten trifft sich Konzern-Chef Joe Kaeser außerdem mit Luisa Neubauer, Aktivistin bei Fridays for Future.

Siemens-Boss Kaeser hatte via Twitter bereits Mitte Dezember angekündigt, den Auftrag prüfen zu wollen. Laut Medienberichten könnte eine Entscheidung noch diese Woche fallen. 

Ab 15 Uhr wird es daher vor der Siemens-Niederlassung im Karlsruher Westen ebenfalls zu einer Kundgebung kommen. 

Kundgebung Siemens
Bild: ka-news

15.03 Uhr: Kleine Kundgebung gestartet

Gerade mal etwas mehr als zehn Menschen haben sich am heutigen Freitag dem Protest vor Siemens angeschlossen. 

15.39 Uhr: "Das ist uncool, das Siemens da macht"

Auch wenn nur ein Dutzend Leute gekommen sind, Pawel Bechthold ist zufrieden mit der Veranstaltung. Der 16-Jährige engagiert sich seit etwa einem halben Jahr bei Fridays for Future in Karlsruhe. "Ich habe davon gehört, dass Siemens sich bei der Mine in Australien beteiligen will und dachte, das ist aber komisch, das Unternehmen will eigentlich klimaneutral sein - da stimmt was nicht. Und deswegen habe ich die Veranstaltung angemeldet", so der Schüler gegenüber ka-news.de. "Ich hoffe, dass Siemens den Auftrag stoppt, denn da wird so viel CO2 aus der Mine ausgestoßen, das ist schon arg uncool, was die da wegen 20 Millionen Euro machen!" 

FFF vor Siemens
Bild: ka-news.de

 

 

 

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  •   Shmuel_K
    (472 Beiträge)

    12.01.2020 14:24 Uhr
    So einer meldet eine Demo an:
    . "Ich habe davon gehört, dass Siemens sich bei der Mine in Australien beteiligen will und dachte, das ist aber komisch, das Unternehmen will eigentlich klimaneutral sein - da stimmt was nicht. Und deswegen habe ich die Veranstaltung angemeldet"

    Junge, die wollen eine Ampelanlage liefern. Nicht mehr und nicht weniger. Auch wenn es der Deutschlandfunk in der Headline stehen hat, im Text steht nur was von der Ampelanlage. Manchmal hilft es, ein wenig mehr zu lesen, als nur die Überschrift.
    Soviel zu unseren "besorgten" und hervorragend informierten Kindern.
    Vielleicht wären häufigere Schulbesuche der bessere Weg...
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  •   Beobachter
    (146 Beiträge)

    12.01.2020 13:54 Uhr
    Symbolik
    Die jungen Organisatoren verstehen ihr Geschäft exzelent, oder ist eine alternative Werbeagentur mit dabei? Das gleich zwei Mal herausragend in Szene gesetzte Lastenfahrrad hat sich wohl rein zufällig dahin verirrt. Zum Personentransport wurde es nicht gebraucht, wo doch die Elektrische dort vorbei fährt. Oder sollten zentnerweise Flugblätter verteilt werden.
    Pawel Bechtold sollte statt des Gymnasiums eine HLA besuchen, mit Teinahme an einer Übungsfirma. Dann wüßte er nämlich was man unter einer "Beteiligung" versteht. Bestimmt nicht die Lieferung einer Signalanlage.
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  •   Maverick
    (200 Beiträge)

    12.01.2020 10:43 Uhr
    Fazit: Wegen 10 Leutchen.....
    Polizei und Presse vor Ort (sicherlich klimaneutral zu Fuß angereist?), und einige getriggerte Foristen. grinsen

    Schönen Sonntag.
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  •   Maverick
    (200 Beiträge)

    11.01.2020 18:28 Uhr
    Luisa Neubauer.....
    besser bekannt als "Langstrecken-Luisa", predigt Wasser und trinkt Wein. Eine Berufsaktivistin der übelsten Sorte.

    https://www.youtube.com/watch?v=mlN1qutNq54
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  •   HerrNilson
    (1280 Beiträge)

    11.01.2020 22:17 Uhr
    wer übel ist
    das sind Höcke und co. Das sind richtig üble Rechtspopulisten. Das sind die Menschen, die Deutschland schaden. Ruhig mal die Richtigen beim Namen nennen.
    Aber neee, ist ja einfacher sich an Jugendlichen, die etwas für uns alle tun wollen, abzuarbeiten. Chapeau.
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  •   silberahorn
    (10060 Beiträge)

    12.01.2020 05:14 Uhr
    Gegensätze oder nicht?
    Mir fällt dazu Franzl Wokurka ein, das fiktive Beispiel für einen Menschen, der zuerst gegen ein Verbotsschild rebellieren wollte und dann die Schönheit der Blume sah, die man mit diesem Schild schützen wollte.
    An ein Plakat der Nationasozialisten " Nationalsozialismus oder bolschewistisches Chaos" sollt
    er einen Zettel geheftete haben: Erdäpfel oder Kartoffeln.

    Seltsamerweise wurden es in jüngster Zeit immer mehr Rechtspopulisten. Aber nicht je mehr man anfing sie zu sehen, sondern je mehr man versuchte sie zu bekämpfen.
    Am Rande möchte ich bemerken, dass aus FFF demnächst sicher noch FFFF wird, weil irgendwer das als Female oder feminine Geisteskrankheit definiert.
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  •   ALFPFIN
    (7025 Beiträge)

    11.01.2020 19:08 Uhr
    Na, ja
    vielleicht fahren Luisas Eltern in Blankenese nur mit der Bahn oder gehen gar zu Fuß, lassen das Auto für ihre Tochter stehen, dann relativiert sich der CO2 Fußabdruck wenigstens ein bisschen und Luisa kann wieder ins Flugzeug steigen und für das Klima dieser Welt zu kämpfen und natürlich solange Papa bezahlt. 😒
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  •   Freigeist1
    (873 Beiträge)

    11.01.2020 12:43 Uhr
    Im Gegenteil: Zu große Lobbyhörigkeit ist ein
    Problem so mancher Partei, das der Wirtschaft langfristig schadet (Abgasreinigung; Energie...)
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  •   Der_dunkle_Turm
    (720 Beiträge)

    11.01.2020 09:05 Uhr
    Diese Frau Neubauer
    will uns einreden dass unser industrieller Wohlstand für die Brände in Australien verantwortlich ist. Das ist üble demagogische Hetze.
    Die Nazikeule ist wohl schon zu abgesetzt, da muss die Klimakeule her.

    Den Leuten eine Schuld einreden und mit dem schlechten Gewissen anderer Macht erlangen. Darum geht es.
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  •   Avatar
    (310 Beiträge)

    12.01.2020 08:18 Uhr
    Fakten lesen
    und nicht nur einfach behaupten:

    Klimawandel Fakten
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