Karlsruhe Freude bei KAL und Grünen

Mehr Verkehr durch zweite Rheinbrücke? (Foto: ka-news)
Die Gemeinderatsfraktionen der Grünen und der Karlsruher Liste (KAL) zeigen sich in einer gemeinsamen Erklärung "hoch zufrieden" mit dem jüngsten Beschluss des Karlsruher Gemeinderats zur zweiten Rheinbrücke. In seiner Sitzung vom vergangenen Dienstag (ka-news berichtete) hatte der Gemeinderat mit den Stimmen von SPD, Grünen, FDP und KAL mehrheitlich dem gemeinsamen Antrag von Grünen und KAL zugestimmt, die Zufahrt zu einer zweiten Rheinbrücke im Bereich der ehemaligen Miro-Erweiterungsfläche aus dem Flächennutzungsplan (FNP) zu streichen.

Die beiden Fraktionen wollen nun darauf drängen, dass der zuständige Nachbarschaftsverband schnellstmöglich diese Änderung des FNP vollzieht. Mit dem Gemeinderatsbeschluss ist nach Auffassung von KAL und Grünen eine wichtige Etappe erreicht, um eine zweite Rheinbrücke auf Karlsruher Gemarkung zu verhindern.

Grüne und KAL: Zweite Rheinbrücke bringt mehr Verkehr

Insbesondere die aus ökologischer und verkehrlicher Sicht besonders problematische Nordvariante zwischen der Papierfabrik und der Raffinerie sei damit wohl erst mal vom Tisch: "Wir gehen davon aus, dass der Bund nicht gegen den Willen der Bevölkerung und ihrer politischen Repräsentanten eine Brückenvariantedurchsetzt, die für Karlsruhe vor allem negative Wirkungen hätte", heißt es hierzu in der gemeinsamen Pressemitteilung. Auch das Land Rheinland-Pfalz müsse die Ablehnung seiner Brückenpläne in Karlsruhe endlich zur Kenntnis nehmen.

Eine zweite Rheinbrücke bringt nach Ansicht der Karlsruher Gemeinderatsmehrheit mehr motorisierten Individualverkehr und damit zusätzliche Lärm- und Luftschadstoffbelastungen nach Karlsruhe. Zudem wäre eine zweite Rheinbrücke in Karlsruhe ein Fixpunkt der von vielen Bürgern abgelehnten Nordtangente. Dass der parallele Antrag der SPD-Fraktion auf Ausweisung eines Regionalen Grünzugs auf derselben Fläche im Gemeinderat keine Mehrheit fand, bedauern Grüne und KAL. Diese Fläche sei ein zentraler Baustein für die Bundesgartenschau und den Landschaftspark am Rhein. Weder der Bau der Zufahrt zu einer Rheinbrücke nocheine gewerbliche Nutzung vertrage sich damit. Dem sollte auch der Regionalplan durch Ausweisung eines Regionalen Grünzugs Rechnung tragen.

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