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Karlsruhe Freie Wähler: "Die Südostbahn hat keinen Nutzen"

Im Ergebnis einer Ortsbegehung entlang der geplanten Südostbahn-Trasse Ende Juni ziehen die Freien Wähler nun ein negatives Fazit. Wie die Partei heute via Pressemitteilung mitteilt, habe die Südostbahn keinen erkennbaren Nutzen.

"Jetzt zeigt es sich, welch Fehler es von den Verantwortlich in Rathaus und Kasig war, den Kriegsstraßenumbau - als 'lebensnotwendigen Bypass'  für die Kaiserstraße - nicht zuerst zu bauen und immer wieder auf die geplante Straßenbahnlinie Südost, die schon 1994 gebaut werden sollte - zu verweisen“, so das Fazit der Ortsbegehung, zu der die Freien Wähler eingeladen hatten.

Harry Block vom BUND, der im Vorfeld der Kombilösungsarbeiten gegen das Mammutprojekt gekämpft hatte, stellte die Frage: "Ist die 1,8 Kilometer lange 'Südostbahn', die mit einer Investitionssumme von rund 20 Millionen Euro in der Genehmigungskurve hängt und im Endausbau 4 Haltstellen erhalten soll, überhaupt als Entlastungsstrecke für die Kaiserstraße geeignet?“ Die Antwort lieferte er gleich selbst: "Von uns wird diese auf dieser Strecke fahren sollende Linie 6 von Hagsfeld nach Daxlanden über die Baumeisterstraße, Mathystraße als umständliche 'Gurkenstrecke' bezeichnet, die nur einem Ziel dient: Umfahrung der Kaiserstraße während der Bauzeit der Kombilösung”.

Für diesen Zweck weise die Strecke aber keine behindertengerechten Bahnsteige auf. Die geplanten seien nur auf 34 Zentimeter Höhe und 75 Meter Länge ausgelegt. Für große Überlandfahrzeuge benötige man aber 55 Zentimeter Höhe, und gerade die würden bei Problemen am Durlacher Tor mehrere Monate über diese Strecke fahren müssen, da es keine andere Umfahrung gebe, so die Freien Wähler. Außerdem habe man bei der Einmündung der Strecke in die Rüppurrer Straße die Abbiegung Richtung Bahnhof weggelassen, was einen schlechten Kosten-Nutzenfaktor zur Folge habe.

Am Ende der fast einstündigen Begehung stellte Jürgen Wenzel fest: "Die Südostbahn hat keinen Nutzen außer den einer umständlichen Umfahrung der 'Kaiserstraßenbaustelle'. Denn eine Anbindung der neu geschaffenen Siedlung am zukünftigen Citypark wird mit dieser Strecke genauso wenig erreicht wie die Anbindung des Tollhauses und der Lochfeldsiedlung, weil dafür die geplante Haltestelle Gottesaue zu weit weg liegt“.


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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (5411 Beiträge)

    21.07.2010 15:33 Uhr
    JEDE S-Bahn hat einen Nutzen
    das ist nur dummes Geschwätz der Freien Wähler a´la FDP.
    Ich hasse solche, unnützen Micro-Stimmen-Fänger.
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  •   Sput
    (1023 Beiträge)

    21.07.2010 12:43 Uhr
    Hach ja...
    ... und wieder ein Sargnagel in die Wählbarkeit der Freien Wähler. Die machen sich doch nur noch lächerlich mit ihrer Betonköpfigkeit.

    Natürlich hat selbst die vielleicht nicht ganz ideale Trassierung einen Nutzen für die Bewohner der Südoststadt. Aber nunja, wer Warnschilder vor Radarfallen fordert, interessiert sich ohnehin nicht für den ÖPNV...
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    21.07.2010 16:02 Uhr
    Mit dem Geld
    für die Linie hätte man für jedes Schild in der Stadt ein weiteres aufstellen können, das besagt, dass man das Schild wirklich ernst zu nehmen hat. Da tragen die FW Trauer ob soviel Unvernunft.
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  •   bergdoerfler
    (1692 Beiträge)

    21.07.2010 12:34 Uhr
    und außerdem haben die älteren Stadtbahnwagen gar...
    behindertengerechte Einstiege
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (1550 Beiträge)

    21.07.2010 12:46 Uhr
    Antwort auf und außerdem haben die älteren...
    Stimmt. In die Tram 5 kommt man auch mit Kinderwagen nur sehr mühsam. Da helfen auch keine höheren Bahnsteige.
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  •   loko
    (1544 Beiträge)

    21.07.2010 12:09 Uhr
    Freie Wähler
    Sehe ich auch so.Nur die Freien Wähler müssen estmal gegen alles sein.
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  •   ralf
    (3745 Beiträge)

    21.07.2010 11:47 Uhr
    Naja
    Während sich über die Höhe des Nutzens von diesem Trassenverlauf streiten lässt, stimmt das mit den behindertengerechten Bahnsteigen wohl nicht so ganz. Oder meinen die freien Wähler, dass nur "Uberlandfahrzeuge" über die Strecke umgeleitet werden? Und wenn die bisherigen Straßenbahnhaltestellen, an denen regelmäßig Zweisystemer halten noch keine 55cm hohen Bahnsteige erhalten haben ist zu fragen, ob das nun für zeitlich begrenzte Umleitungen wirklich nötig ist. Langfristig werden dort im Linienverkehr wohl ausschließlich Niederflurer fahren - also wo ist das Problem?
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  •   mueck
    (12406 Beiträge)

    21.07.2010 12:49 Uhr
    !
    Man hat im Plan immer noch die Option drin, Richtung Gleisbauhof zu fahren für die City-Anbindung der S31/S32 8was aber nur ohne Kombi Sinn ergibt...).
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