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Karlsruhe Frauenfußball-WM: Wo jubelt die zwölfte Frau in Karlsruhe?

Die Frauenfußball-WM ist in vollem Gange. Die Stadien sind gut besucht, teilweise ausverkauft, und die Spiele der Deutschen Nationalmannschaft erreichen Traum-Einschaltquoten im Fernsehen. Über 15 Millionen Zuschauer haben die beiden ersten Spiele der deutschen Damen verfolgt. Doch auf den Straßen und im Alltag merkt man davon nicht gar so viel, wie man es sich im Vorfeld gewünscht hätte oder von den Männer-Weltmeisterschaften gewohnt ist. Wie sich dies beim Fanartikel-Verkauf bemerkbar macht, versucht ka-news herauszufinden.

Autokorsos, große Public Viewings und ausgelassene Fanhorden sucht man dieser Tage vergebens im Karlsruher Stadtbild. Zwar bannt die Frauenfußball-WM bei Spielen der deutschen Elf um die 15 Millionen Zuschauer vor das TV-Gerät, über die Grenzen des Wohnzimmers scheint diese Begeisterung jedoch nicht hinaus zu reichen.

Ein paar vereinzelte Autofähnchen sieht man dann und wann an entgegenkommenden Autos. Einige haben Fahnen am Außenspiegel. Ein Großteil dieser Spiegelfahnen sieht jedoch eher so aus, als sei er seit der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika gar nicht erst ausgetauscht worden. Bleibt der erhoffte Boom während der Frauenfußball-WM etwa aus?

Fanshop Walli: Nachfrage nach Fanartikel wesentlich geringer

Anders als bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer herrscht bei "Fanartikel Walli" in der Karlsruher Innenstadt kein Ansturm auf die schwarz-rot-goldenen Utensilien. Aufgrund der geringen Nachfrage greife man lediglich auf Restposten aus dem vergangenen Jahr zurück, so Inhaber Marco Wallitschek. "Wir verkaufen mindestens 50 Prozent weniger", schätzt er. Überwiegend Frauen schauen sich ab und an nach Basecaps, Schals, Fahnen und Hüten um. Der Verkauf von Damentrikots lohnt sich für den Fanshop überhaupt nicht. "Nur einmal wurde ich bisher danach gefragt," erinnert sich Wallitschek.

"Schwarz-Rot-Gold, du bist meine Schlandine." Dieses Motto von Kevin Gerwin hat sich auch der Onlineshop schlandine.de auf die Fahne geschrieben, der zur Frauenfußball-WM Schlandine-Fanartikel an die Frau und an den Mann bringen will. Inspiriert durch das Lied habe man sich für diesen Namen entschieden und sich entschlossen, Fanartikel, wie sie in Gerwins Video zu sehen sind, zu verkaufen. Bisher sei man mit der Nachfrage und der Zahl der Bestellungen zufrieden, bestätigt ein Mitarbeiter des Gießener Shop-Betreibers noax gegenüber ka-news.

Schlandinen machen sich rar in der Fächerstadt

Von T-Shirts über Fahnen für die Außenspiegel des Autos bis hin zu Schlandinenlikör kann man hier Vieles kaufen, was das Fanherz höher schlagen lässt. Bestseller ist das Schlandinen Basecap, gefolgt von einem Girlie-Shirt und einem Tanktop. Alle drei Bestseller tragen den gleichen Schriftzug, unterstrichen mit einer Deutschlandflagge. Allerdings: Bis Karlsruhe scheint sich der Erfolg bisher kaum rumgesprochen zu haben. Auf den Straßen der Fächerstadt sucht man bisher eher vergebens nach Schlandinen.

Schon heute Abend versinkt Deutschland wieder im verhaltenen Schwarz-Rot-Gold-Rausch: Um 20.45 Uhr steht das letzte Vorrunden-Spiel für die deutschen Ballkünstlerinnen gegen Frankreich an. Beide Mannschaften sind bereits für das Viertelfinale qualifiziert - somit geht es nur noch um den Gruppensieg.

Siehe auch:

Frauenfußball-WM in Karlsruhe: Public Viewing im kleineren  Rahmen

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Kommentare (14)
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  •   melotronix
    (2637 Beiträge)

    06.07.2011 09:18 Uhr
    ..
    Ästhetik ist etwas anderes, sicher...aber es gibt auch einen bösen Spruch der lautet: Gott schuf Mann.. Frau....und Fussballtrainerinnen..

    siehe USA...siehe Norwegen...siehe Nigeria.. schluck...
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  • unbekannt
    (2030 Beiträge)

    05.07.2011 22:09 Uhr
    Immer noch besser als de KSC
    traurig
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  • unbekannt
    (1429 Beiträge)

    05.07.2011 16:28 Uhr
    Wenn ich mir das so Anschaue
    Ich würde sagen, die Frauen WM hat das niveau der zweiten Liga. Mal ein bisschen besser mal Regionaliga-Niveau. Aber aufjedenfall unterhaltsam. Besonders die Fehlentscheidungen der Schiri-Frau - unglaublich. Da werden Spiele gewonnen aufgrund von übelsten Fehlentscheidungen.
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  • unbekannt
    (5411 Beiträge)

    05.07.2011 19:37 Uhr
    so ist es tatsächlich
    vor der letztmaligen Frauen-WM hat die Nationlmnnschaft ein Testspiel gegen die B-BL-Jun. von Eintracht Frankfurt absolviert und verloren glatt mit 0:6.

    Steffie Graf äusserte sich mal dahingehend, wenn sie gegen den 100ten der Männer-Rangliste spielen würde, null Chancen hätte.

    Es hat schon Sinn, dass Männer und Frauen getrennt ihren Sport betreiben.
    So die Realitäten, das ist eben die Natur !

    Heute abend schaue ich trotzdem.
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    06.07.2011 00:19 Uhr
    Da hat uns Steffi
    wohl etwas untertrieben, denn das glaube ich nicht. Natürlich ist auch beim Tennis gegen schiere Gewalt kein Kraut gewachsen, aber so atlethisch und anmutig wie sich Steffi bewegt hat - also die hätte mehr als die Nr 100 der Herren geschafft.

    Man sieht es auch beim Golfen, allerdings nur im Profibereich. Die Männer spielen überwiegend besser und versenken selbst überirdische Putts. Im Amateurbereich kriegen die Frauen zuviel Vorsprung (Abschlag rot), sie spielen zwar gerade und bleiben auf dem Fairway, aber verschenken das dann auf dem Grün. Allerdings kann man das nicht verallgemeinern und Frauengolf sieht ebenso gut aus wie Männergolf. Was man im Fussball nicht behaupten kann.
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  •   Faecherstadt_Guerilla
    (4092 Beiträge)

    06.07.2011 11:22 Uhr
    Seit wann ...
    ist Golf eine Sportart? zwinkern

    Golf ist eine ganz nette Freizeitbeschäftigung, sagte mal mein golfender Schwager.

    Vor ein paar Jahren wurde Colin Montgomery oder so ähnlich Golf-Weltmeister oder sowas ähnliches, der sah net unbedingt sehr sportlich aus, wenn ich das mal ganz höflich ausdrücken darf.
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    06.07.2011 00:21 Uhr
    Athletisch
    atlethisch, Athlet, Atleht.

    Athletisch! zwinkern
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  •   kampion
    (1268 Beiträge)

    05.07.2011 21:52 Uhr
    es gibt Sportarten
    die nicht getrennt sind. zwinkern
    Und falls du diese Dame noch nicht kennst, hier der Link: klick

    Ich schaue aber trotzdem kein Frauenfußball. Ist irgendwie wie 5. Liga in Zeitlupe.

    Die badische U20-Auswahl hat übrigens auch vor paar Jahren vs. DFB-Frauen 3:0 gewonnen...
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  •   Faecherstadt_Guerilla
    (4092 Beiträge)

    05.07.2011 16:48 Uhr
    Ehrlich gesagt ...
    schaue ich lieber die Tour de France an als Frauenfußball, denn Radsport ist im Gegensatz zu manchen Frauenfußballspielen ästhetisch.

    Die schwedische Frauenfußballmannschaft ist noch ganz nett anzusehen, vor allen Dingen wegen ihrer Stürmer-Rakete Lotta Schelin grinsen, aber die ganzen anderen Monster-Sportlerinnen?

    Naaja.
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  •   sauerbraten
    (1772 Beiträge)

    05.07.2011 19:30 Uhr
    Am besten find ich die
    Nordkoreanerinnen mit ihrem Einheitsschnitt. Die haben wohl alle den gleichen Frisör, so nach dem Motto, "Topf aufn Kopp und dann mit der Schere einmal rundrum". Weiss auch net, das Niveau hat sich ja in den letzten Jahren schon extrem verbessert, aber irgendwie ists halt doch kein wirklicher Ersatz for the real thing. Aber allemal besser, als diesen Gedopten beim Radeln zuzugucken.
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