Karlsruhe Fragenoffensive an Politik

Wie am 28. April im Karlsruher Schloss angekündigt (ka-news berichtete), gaben die Sprecher der Karlsruher Wirtschaft nun die Ergebnisse ihrer Fragenoffensive an die Kommunalpolitik bekannt. Die Vertreter von mehr als 1.000 Geschäftsleuten waren sehr erfreut darüber, dass alle Fraktionen mit Ausnahme der PDS und einzelne Fraktionsmitglieder die im Vorfeld zugestellten Fragen beantwortet haben. Als besonders erfreulich kündigten die vier Wirtschaftsorganisationen die Aussage vom Oberbürgermeister Heinz Fenrich, der sich hinter das Anliegen der Karlsruher Wirtschaft stellt und es begrüßt, dass sie von nun an mit einer Stimme den Dialog mit der Politik sucht.

Die Politik begrüßt generell das Engagement der Karlsruher Wirtschaft und ist sich mit fast 90 Prozent einig, dass ein Berater aus den Bereichen Handel, Gastronomie, Hotellerie, Dienstleistungen und Handwerk oder der Citymanager bei allen wichtigen Sitzungen der Verwaltung mit wirtschaftlich relevanten Themen teilnehmen sollte. Dafür antworten sie auf die Anregung, in einem Marketingfonds für "baustelle-geschädigte" Geschäfte Geld einzuzahlen, um damit diese Unternehmen zu unterstützen, mit einem klaren Nein. Lieber wollen sie darauf achten, dass die Belastung durch Baustellen abgeschwächt wird.

Einkaufs- und Erlebnisstadt Karlsruhe

Die Meinung zu den jeweils vier verkaufsoffenen Sonntagen in den Jahren 2005 bis 2008 reicht von der strikten Ablehnung aus kirchlich-religiösen Gründen bis zu einer klaren Begeisterung. Jetzt liegt es an der Karlsruher Wirtschaft, die übrigen Politiker mit ihrem Anliegen nach jeweils einem verkaufsoffenen Sonntag mit weiteren überzeugenden Argumenten umzustimmen. Die Kommunalpolitik macht außerdem deutlich, dass sie sich hinter die Zielsetzung der Karlsruher Wirtschaft stellt, die Fächerstadt zu einer "Einkaufs- und Erlebnisstadt" zu machen. Sie befürwortet, die Leerung von Papierkörben in den Einkaufs- und Erlebnisbereichen der Stadt in kürzeren Zeitintervallen und dem Anbringen zusätzlicher Entsorgungsbehälter in den Seitenstraßen.Ebenso eindeutig stellt sich die Politik hinter die Notwendigkeit, mit begleitenden Marketing- und Werbeaktivitäten das Thema Sicherheit zu stärken.

Die Karlsruher Wirtschaft hat ihr Ziel, mit ihrem Anliegen bei der Fraktion mehr Gehör zu verschaffen, erreicht. Die Politik hat mit Ausnahme der PDS eindeutig Position bezogen. Nun darf man nicht locker lassen und muss den Dialog bald fortsetzen um Karlsruhe zu greifbaren Ergebnissen zu führen.

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