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Karlsruhe Flüchtlinge in Sporthallen: Hilfe ist noch immer wichtiger als Unterricht!

Besser isch's! Ab jetzt sagt die ka-news-Redaktion an dieser Stelle jeden Dienstagmittag, was Sache ist. Im Wechsel äußern sich hier Marie Wehrhahn, Corina Bohner, Ramona Holdenried, Karsten Schäfer und Moritz Damm über Kleinkram und große Knaller - und das völlig subjektiv. Heute: In 20 Kommunen mussten aus Platzgründen Flüchtlinge in Sporthallen untergebracht werden. Das führt zu Unmut bei einigen Betroffenen, denn Unterrichtsausfall droht. Die Aufregung ist ganz schön unverhältnismäßig.

In nicht einmal einer Woche beginnt das neue Schuljahr. Während so mancher Schüler noch dem Sommer hinterher trauert und Eltern fleißig die Schultüten für die Kleinen packen, brodelt es gewaltig hinter den Kulissen. Der Grund hierfür sind die Sporthallen- oder besser gesagt: die Unmöglichkeit, diese zu benutzen. Denn in vielen Kommunen sind derzeit Flüchtlinge untergebracht, wo sonst der Schul- und Vereinssport stattfindet.

Wenn die Hallen auch nach Schulbeginn noch belegt sind, führt das immerhin zwangsläufig zu Einschnitten beim Unterricht oder Vereinssport. Dass Eltern um den Sportunterricht ihrer Kinder bangen, ist durchaus nachvollziehbar. Eine Verlegung bedeutet Umstellung und im schlimmsten Fall Unterrichtsausfall. Es ist verständlich, dass der Landessportverband alles andere als glücklich über die aktuelle Situation ist. 

Bedeutet der Sportunterricht ein Ende der Toleranz?

Man muss sich dann aber schon wundern, wie schnell es mit der Hilfsbereitschaft vorbei ist, sollte man selbst betroffen sein. Von vielen hört man, dass man durchaus bereit ist zu helfen- aber wehe, wehe, wenn man selbst Einschnitte hinnehmen muss. In einem Punkt dürften wir uns wohl alle einig sein: Die Unterbringung von Flüchtlingen in Sporthallen darf keinesfalls die Regel oder gar eine Langzeitlösung sein.

Doch klar ist auch: Die aktuelle Unterkunftslage in Baden-Württemberg ist angespannt. Landeserstaufnahmestellen sind überfüllt, Notunterkünfte vollkommen überbelegt - Messehallen, Kasernen, aber auch eben Schulhallen müssen kurzfristig zu Unterkünften umfunktioniert werden. Da die Flüchtlingswelle voraussichtlich nicht abebben wird - bis Ende 2015 könnte die Jahresgesamtzahl der ankommenden Asylsuchenden in Baden-Württemberg auf 100.000 Menschen ansteigen - stellt sich die Frage: Wohin mit den Menschen?

Nicht selten müssen die Städte hier für das Land in die Bresche springen- oft bleibt da nur die Zweckentfremdung einer Sporthalle. Kurzfristig wird es angesichts der vielen Menschen, die auf der Flucht sind, für die Kommunen nicht machbar sein. Ausweichmöglichkeit für Schul- und Vereinssport zu finden, dürfte durchaus einfacher sein als Unterkünfte für Flüchtlinge. Und was ist denn letzten Endes wichtiger: Dass das Sportangebot in der gewohnten Halle stattfindet oder dass Hilfesuchende ein Dach über dem Kopf haben? Vielleicht sollte so mancher seine Prioritäten nochmal neu überdenken... Besser isch's.

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  •   Der_dunkle_Turm
    (726 Beiträge)

    08.09.2015 19:29 Uhr
    Na toll,
    erst den ansässigen Steuerzahlern die Flüchtlingshilfe bezahlen lassen und dann auch noch zweckgebunden an den Schulen sparen. Welche Einschnitte kommen als nächstes?
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (940 Beiträge)

    08.09.2015 20:03 Uhr
    An Schulen sparen?
    Es wird an EINEM Schulfach (welches durchaus ein Relikt aus der braunen Vergangenheit ist) für einige Wochen ausgesetzt. Was ist daran falsch?

    Sind Sie auch der Auffassung, ein gesunder Geist wohne in einem gesunden Körper, oder woher kommt Ihre Aufregung?
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  •   Wendland
    (146 Beiträge)

    09.09.2015 13:52 Uhr
    Natürlich
    Und nach dieser Argumentation hatten Sie nie Sportunterricht. Waldorfschule sagt schon alles.
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  •   Reservezugang
    (154 Beiträge)

    08.09.2015 22:40 Uhr
    Sportunterricht kommt aus Griechenland.
    Und war wesentlicher Bestandteil der Gymnasien.
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  •   Liessl
    (264 Beiträge)

    08.09.2015 21:01 Uhr
    SIE
    haben wohl keine schulpflichtigen Kinder? Sonst wüssten Sie sicher, WIEVIEL Unterricht so entfällt

    abgesehen davon, es soll Eltern geben die keinerlei Zeit für Freizeitsport ins Kind investieren, denen nimmt man dann die letzte Möglichkeit sich ein wenig aus zutoben
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (940 Beiträge)

    08.09.2015 21:04 Uhr
    Kennen Sie mich?
    Ich habe fünf schulpflichtige Kinder zwischen 7 und 16 Jahren, die auf die freie Waldorfschule gehen. Dort werden die Kinder nach ihren Talenten gefördert und nicht mit überkommenen Unterrichtsformen fügig gemacht.
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  •   Aspirin
    (277 Beiträge)

    09.09.2015 00:20 Uhr
    Kennen sie mich...
    Klar dass ihre Kinder dann keinen Schulsport brauchen,wenn die ja sowieso ihre Namen tanzen,im sogenannten Deutschunterricht.
    Aber unsere Kinder wollen Sport und zwar auch den in der Schule.
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  •   Koenig_der_Waldstadt
    (12 Beiträge)

    08.09.2015 21:58 Uhr
    Stimmt es
    dass die Kinder in der Waldorf-Schule ihren Namen tanzen???
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  •   Reservezugang
    (154 Beiträge)

    08.09.2015 22:41 Uhr
    Das war das erste, was mir beim Beitrag vom Birkenliebhaber eingefallen ist.
    Noch bevor er von seinen Kindern angefangen hat zwinkern
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  •   Liessl
    (264 Beiträge)

    08.09.2015 21:21 Uhr
    Nein
    aber ich habe ja auch gefragt! Die Antwort erklärt einiges
    Ich ziehe es vor mein Kind auf den harten Alltag des Lebens vor zubereiten und deshalb muss es sein Dasein an einer gewöhnlichen Schule fristen.
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