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Karlsruhe/Stuttgart/Berlin Fassungslosigkeit nach Terror

Nach den unfassbaren Terroranschlägen auf das World Trade Center in New York ist noch nicht bekannt, ob unter den Opfern auch Menschen aus Baden-Württemberg sind. Das Auswärtige Amt in Berlin hat eine Telefon-Hotline eingerichtet, unter der sich besorgte Bürger informieren können. Die Nummer lautet 01888/ 174600. Innenminister Otto Schily hat am Abend angeordnet, dass alle amerikanischen und israelischen Einrichtungen in Deutschland, sowie alle Bundeseinrichtungen verschärft überwacht werden. Auch das Bundesverfassungsgericht und der Bundesgerichtshof in Karlsruhe sind davon betroffen.

In Karlsruhe wirkten die Straßen am Dienstagabend zum Teil wie ausgestorben, die Straßenbahnen nahezu menschenleer. Fassungslosigkeit und Lähmung auch in der Fächerstadt über die Terrorwelle, die über New York und die Hauptstadt Washington hereingebrochen ist. Die Fernsehapparate in den ka-news-Redaktionsräumen waren am Nachmittag für viele Beschäftigten der Technologiefabrik erste Informationsquelle über die Geschehnisse.

Höhere Überwachung auch in den Karlsruher Bundeseinrichtungen

Die Polizei in Baden-Württemberg ist vom Stuttgarter Innenministerium in verschärfte Alarmbereitschaft versetzt worden. In Heidelberg und Mannheim arbeiten die Behörden mit den amerikanischen Streitkräften zusammen. In Heidelberg sitzt das Hauptquartier der US-Landstreitkräfte für Europa. Für alle amerikanischen Einrichtungen ist die höchste Sicherheitsstufe "Delta" angeordnet worden. Das bedeutet, dass es scharfe Zugangskontrollen vor Kasernen und anderen Gebäude gibt.

Ministerpräsident Erwin Teufel äußerte sich am Abend betroffen und bestürzt. Die Katastrophe sei auch ein Anschlag auf unser Volk, betonte er. Die Stuttgarter Börse hatte am späten Dienstagnachmittag wie die meisten anderen Börsen ihren Handel ausgesetzt. Auch in Karlsruhe wurden zahlreiche Veranstaltungen abgesagt. Für den Mittwoch und Donnerstag wurde Halbmastbeflaggung an allen öffentlichen Gebäuden angeordnet.

Noch keine Informationen über Todesopfer aus Baden-Württemberg

Baden-württembergische Firmen sind nach Angaben eines Sprechers der deutschen Wirtschaft in Washington vermutlich nicht direkt von den Anschlägen betroffen, da das World Trade Center keine typische Büroadresse für deutsche Firmen sei. Wie viele Büros aber Unternehmen aus Deutschland Büros in den zusammengestürzten Bürotürmen tatsächlich hatten, ist nicht bekannt. Darüber existieren im Moment noch keine Listen.

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