Karlsruhe Familienheim Karlsruhe: Wie kann man im Alter selbstbestimmt leben?

Im Jahr 2030 werden rund 350.000 pflegebedürftige Menschen in Baden-Württemberg leben. Das entspricht einem Zuwachs von 54 Prozent in 25 Jahren. Diese Entwicklungen werden das Land, die Städte und Gemeinden vor große Herausforderung stellen. Für Angehörige pflegebedürftiger Menschen wird es in Zukunft immer schwieriger, eine Pflegeeinrichtung in der Nähe ihres Wohnorts zu finden. Die Familienheim Karlsruhe eG präsentiert ihren Genossenschaftsmitgliedern individuelle Angebote zum langen, selbstbestimmten Wohnen im gewohnten Umfeld auf.

Wie das Familienheim Karlsruhe eG in einer Presseinformation berichtet, hat es zum zweiten Mal, gemeinsam mit der kirchlichen Sozialstation Rheinstetten, zu einem unverbindlichen und kostenlosen Nachmittag eingeladen.

"Wir möchten unseren Mietern ein generations- und konfessionsübergreifendes Angebot an sozialen Dienst- und Beratungsleistungen zur Verfügung stellen", berichtete Gudrun Troes, Sozial- und Quartiersmanagerin der Familienheim Karlsruhe eG. "Sie sollen durch diese Angebote die Möglichkeit haben, so lange wie möglich in Ihrem gewohnten Lebensumfeld selbstbestimmt zu wohnen, ohne ihre vertraute Umgebung oder liebgewonnene Nachbarschaften aufzugeben."

"Jeder Bewohner kann seinem gewohnten Leben nachgehen"

Das Konzept: Emilia steht für "Eigenständig Miteinander Leben Im Alter". Emilia seien ambulant betreute Mini-Wohngemeinschaften, die im nahen Lebens- und Wohnumfeld der Betroffenen entstehen. Das Konzept richtet sich an alle Menschen, die gerne zu Hause wohnen möchten, sich dabei aber in ihrem Alltag Unterstützung bei den täglichen Verrichtungen des Lebens wünschen, so das Familienheim Karlsruhe eG.

Man teile sich zwar eine etwa 120 bis160 Quadratmeter große Wohnung und die Präsenzkraft mit seinen Mitbewohnern und doch könne jeder Bewohner seinem gewohnten Leben nachgehen, sagt Hoinka. Laut Presseinformation, übernehme die Präsenzkraft neben der Grundpflege, die Zubereitung der Mahlzeiten, die Einkäufe und die Unterhaltsreinigung der Wohnräume. Die Kraft sei rund um die Uhr anwesend und könne im Notfall gerufen werden. Nach 14 Tagen finde ein Wechsel der Präsenskräfte statt.

Alternative zum Hausnotruf: Informiert über das Smartphone

Frau Röll von easierLife stellte zudem eine neue Alternative oder Ergänzung zum Hausnotruf vor. Wie es die Presseinformation des Familienheim Karlsruhe eG erklärt, ist easierLife ein System für Freunde und Familien, die besorgt um ihre älteren Angehörigen und Bekannten sind und Gewissheit haben möchten, dass es Ihren Liebsten gut geht. Hierfür werden Sensoren in der Wohnung des zu Betreuenden angebracht. Diese erkennen Bewegung und Lebensgewohnheiten der Person. Die Angehörigen können sich jederzeit über ihr Smartphone über das Wohlbefinden der zu betreuenden Person informieren und sich bei auftretenden Unregelmäßigkeiten benachrichtigen lassen.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (0)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
Sie sind der Erste, der einen Kommentar schreibt – vielen Dank!
Schreiben Sie Ihre Meinung
Ein neues Posting hinzufügen
Fett Kursiv Link Zitat
Sie dürfen noch Zeichen schreiben