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Karlsruhe Es wird noch gewerkelt

Neureuts Ortsvorsteher Jürgen Stober, OB Heinz Fenrich und Geschäftsführer der VBK Walter Casazza (v.l.) freuen sich auf die Nordstadtbahn
(Foto: ka-news)
Der Countdown für die Eröffnung der Nordstadtbahn-Heide am Samstag, 27. Mai, läuft langsam ab. Bereits gestern wurden Vertreter der Medien im Rahmen einer Pressefahrt auf der neuen Strecke über den künftigen Fahrplan, die letzten Vorbereitungen und das Eröffnungsfest von Oberbürgermeister Heinz Fenrich und Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) Dr. Walter Casazza informiert.

Am kommenden Samstag, 27. Mai, geht die Nordstadtbahn-Heide in Betrieb. Die Schienen sind inzwischen alle verlegt, und die Fahrleitung steht unter Strom. Seit einigen Tagen finden auf der Neubaustrecke regelmäßig Ausbildungsfahrten für das Fahrpersonal statt. Dennoch haben die Bauarbeiten kein Ende, sondern laufen an der Trasse noch auf Hochtouren, damit bei der Premierenfahrt der Nordstadtbahn alles fertig ist.

Zur Einweihung zwei Tage lang Probefahrten zum Nulltarif

Um 11 Uhr startet der Eröffnungszug mit geladenen Gästen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft an Bord in Richtung Neureut-Heide, der Endhaltestelle der Nordstadtbahn. Dort ist auch das Eröffnungsfest mit Musik, Tanz und Bewirtung vorgesehen. Die Bahnen fahren am Samstag, 27. Mai, und Sonntag, 28. Mai, im Zehn-Minuten-Takt zwischen der Heidesiedlung und der Karlsruher Innenstadt zum Nulltarif. "Wie jede neue Strecke kann auch die Nordstadtbahn zwei Tage lang kostenlos getestet werden. Am Montag gilt aber dann der normale Fahrpreis", fügte OB Fenrich gestern scherzend hinzu.

Um am Samstag wirklich die Eröffnung der Neubaustrecke feiern zu können, wird noch auf Hochtouren an der Trasse gearbeitet (Foto: ka-news)

Die 3,1 Kilometer lange zweigleisige elektrifizierte Neubaustrecke hat ein 2,8 Kilometer langes Schall- und erschütterungsarmes Rasengleis (ka-news berichtete). Dieses zweigt am Mühlburger Tor von der bestehenden Straßenbahntrasse ab und führt durch die Grashofstraße beim Helmholtz-Gymnasium in Richtung Norden. Am Ökumeneplatz wird sie in einem Bogen zur Riefstahlstraße geführt. Um Platz für die Trasse zu schaffen, mussten die VBK an dieser Stelle ein Haus erwerben und abreißen. In der Riefstahlstraße passiert die Bahn das Oberlandesgericht und erreicht die Moltkestraße. Vor der Kreuzung befindet sich die erste Haltestelle auf der Neubaustrecke.

Der Geschäftsführer der VBK, Dr. Walter Casazza, übernahm bei der Pressefahrt die Rolle des Zugführers (Foto: ka-news)

Ab jetzt fährt die Bahn auf der Erzbergerstraße, der alten Bahnstraße von Karlsruhe nach Mannheim. Die zweite Haltestelle namens Synagoge wurde an der Kreuzung mit der Knielinger Allee eingerichtet. Die nächste Haltestation Lilienthalstraße befindet sich beim Flughafencasino, die übernächste direkt vor der Berufsakademie Karlsruhe. Mit diesem Halt werden auch das Heisenberg-Gymnasium und die Maryland-Schule an das Straßenbahnnetz angebunden. Die Tram fährt weiter nach Norden und erreicht den Heidehof. Diese Haltestelle kann unter anderem von den Besuchern der Amerikansichen Bibliothek und dem Kulturhaus Mikado genutzt werden.

Die Straßenbahnlinie 3 wird die Neubahnstrecke bedienen

Über den Weißdornweg fährt die Bahn zur Wendeschleife an der Endhaltestelle Neureut-Heide direkt bei der Eislaufhalle. Alle Haltestellen haben ein einheitliches Design, das speziell für die Nordstadtbahn entwickelt wurde. Um den Baumbestand zu schonen, wurden die Bahnsteige aufgeständert. Hierfür wurden erstmals in Karlsruhe Betonfertigteile verwendet. Mit der neuen Bahn werden rund 8.000 Bewohner der Nordstadt und 2.500 Bewohner der Heide an das Nahverkehrsnetz angebunden.

Da viele Bürger befürchteten durch die Nordstadtbahn kein Auge mehr zu zukriegen, wurde eine Lärmschutzwand errichtet (Foto: ka-news)

Die Neubaustrecke wird von der Straßenbahnlinie 3 befahren, die vom Hauptbahnhof kommend über die Rüppurrer Straße und die Kaiserstraße fährt und dabei die Universität, den Markt- und Europaplatz bedient. Die Linie 3 fährt tagsüber im Zehn-Minuten-Takt, abends und am Wochenende alle 20 Minuten. Zum Einsatz kommen ausschließlich Niederflur-Straßenbahnen.

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