Karlsruhe Erweiterungsbau des BVG

Küche in den Keller: Der Schrölkamp-Entwurf wurde von den Planern modifiziert (Grafik: pr)
Der Erweiterungsbau des Bundesverfassungsgerichts (BVG) wird nicht weiter in den Botanischen Garten hineinreichen, als in den bisherigen Planungen vorgesehen. Das gab gestern das Presseamt der Stadt bekannt. Zuvor hatte das Staatliche Hochbauamt Oberbürgermeister Heinz Fenrich über den Stand der Bauplanung informiert. Demnach wird der Bau zwar voll unterkellert, die Grenzen für den Unterbau sind allerdings die Mauern des BVG: Die Grundfläche wird nicht verändert.

Derzeit bereitet das Hochbauamt den endgültigen Bauantrag für das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen vor. In diesem Rahmen wurden die bisherigen Planungen an einigen Stellen modifiziert. So soll der Neubau nun etwa 25 Zentimeter höher werden, als im Schrölkamp-Entwurf vorgesehen. Dort war eine Höhe von etwa acht Metern veranschlagt gewesen. Hinzu kommen drei Dachaufbauten für Fahrstuhl und Lüftung. Diese seien aber aufgrund ihrer geringen Höhe vom Botanischen Garten aus nicht zu sehen, heißt es in der Mitteilung des Presseamts.

Raumprogramm bleibt unverändert

Nebenräume, Küche und Technik sollen nun im Keller unterhalb des Sockelgeschosses untergebracht werden. Eine Teilunterkellerung war vom Bauherrn bereits bei der Bauvoranfrage angedacht worden, die jetzige Bauplanung sieht eine Vollunterkellerung vor. Damit sei der Anregung der Stadt im Bauvorbescheid entsprochen worden, die zur Staatlichen Kunsthalle hin orientierten unterirdischen Toiletten ins Gebäude zu verlegen.

Das Raumprogramm als solches ist unverändert und wird nach wie vor im Sockel- und Erdgeschoss sowie ersten Obergeschoss untergebracht. Technisch bedingt betragen die Außenmaße jetzt 27,6 mal 13,65 Meter, das entspricht im Wesentlichen den Vorüberlegungen im Rahmen der Bauvoranfrage. Noch am Sonntag hatte die Initiative Botanischer Garten Bedenken geäußert, das Projekt könnte letztlich viel weiter in den Botanischen Garten hineinreichen, als bislang bekannt (ka-news berichtete). Dem widersprachen jetzt die Vertreter des Staatlichen Hochbauamts: Sie hätten lediglich bautechnische Details und funktionale Bedürfnisse des BVG im Zuge der weiteren Konkretisierung einarbeiten müssen.

Fassadengestaltung ist noch offen

Für die Unterkellerung hätten sich die Planer entschieden, weil diese keine Auswirkung auf die Grundfläche und sichtbare Gebäudehöhe habe. Vorteil der jetzigen Planung sei zudem, dass auf eine Außentreppe, die bislang an der Westfassade angebracht werden sollte, verzichtet werden kann. Damit werde eine wesentliche Forderung der Stadt aus dem Bauvorbescheid erfüllt.

Nach der einvernehmlichen Abstimmungsrunde im Rathaus möchte das Staatliche Hochbauamt nun in Kürze den Bauantrag bei der Stadt einreichen. Dabei erfolgt dann die baurechtliche und bautechnische Prüfung im Detail. Noch offene Fragen - wie zum Beispiel die Fassadengestaltung – sollen zwischen Bund, BVG und Stadt im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens abschließend geklärt werden.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (0)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.