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Karlsruhe Entwarnung am Rheinhafen: Strahlende Sendung nicht gefährlich

Die Feuerwehr arbeitet aktuell einen Gefahrguteinsatz im Bereich des Karlsruher Rheinhafens ab. Dort wurde am Vormittag eine Sendung entdeckt, welche ungewöhnlich starke Strahlung absondert. Der Ursprung ist noch unbekannt. Mittlerweile ist bekannt: Es bestand keine Gefahr für Mensch und Umwelt.

+++ 15.11 Uhr +++

In einer eigenen Pressemeldung berichtet die Feuerwehr Karlsruhe von dem Einsatz. Demnach war die Feuerwehr um 10.48 Uhr ausgerückt, um der leicht erhöhten Radioaktivität auf den Grund zu gehen. Schließlich sei Messung am betroffenen Paket vorgenommen worden.

Da aber hier alle Messwerte unter den gesetzlichen Grenzwerten waren, wurde nach Rücksprache mit der Fachabteilung des Regierungspräsidiums Karlsruhe das Paket wie vorgesehen ausgeliefert. Nach insgesamt vier Stunden war der Einsatz beendet.

+++ 13.25 Uhr +++

Wie die Polizei auf ka-news-Nachfrage mitteilt, bestand zu keiner Zeit Gefahr für Mensch oder Umwelt. Der Detektor eines Metallbetriebes am Rheinhafen hat ausgeschlagen und angezeigt, dass sich in dem Paketlaster etwas befinden muss, das Strahlung absondert. "Daraufhin wurde ein Fachmann vom KIT gerufen, der festgestellt hat, dass das Paket nicht nach außen abstrahlt und auch nicht kontaminiert ist", so ein Pressesprecher der Polizei. 

In dem Paket, das an einen Steinmetz geliefert werden sollte, befand sich laut Polizei ein Granitstein, das haben offenbar die Messungen des KIT-Fachmanns ergeben. "Es kam schon mehrfach zu solchen Auslieferungen", so der Pressesprecher weiter. Nun ist ein Vertreter des Regierungspräsidiums Karlsruhe auf dem Weg in den Rheinhafen, der entscheidet dann, ob das Paket an den regulären Empfänger weitergeleitet wird. 

+++ 12.34 Uhr +++

Nach Polizeiangaben seien mittlerweile Experten für Strahlenschutz von der Feuerwehr und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) auf dem Weg zum Einsatzort. Diese sollen die Postsendung genauer untersuchen. Bis dahin lasse sich nicht sagen, was der Grund für die erhöhten Strahlenwerte sind.

+++ Ursprungsmeldung +++

Die Fettweisstraße ist aktuell im östlichen Bereich abgesperrt. Dort steht das Fahrzeug eines Paketlieferanten, in dem am Vormittag eine Sendung mit ungewöhnlich hoher Strahlung entdeckt wurde - der Wert liegt nach Angaben der Polizeipressestelle um ein fünffaches über den gewöhnlichen Wert.

Die Frage, wie die Strahlung entdeckt wurde und wo der Ursprung liegt, kann derzeit noch nicht beantwortet werden. Die Feuerwehr untersucht die Sendung derzeit. Spricht in einer Pressemitteilung von einem Strahlenschutzeinsatz. Bis dahin bleibt die Sperrung aufrecht. Die angrenzende Gleistrasse ist aber weiterhin offen.

Weitere Informationen folgen, sobald sie vorliegen.

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Kommentare (8)
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  •   kommentar4711
    (1844 Beiträge)

    14.03.2018 20:12 Uhr
    Verständnisfrage
    Eine Verständnisfrage zum Satz "Daraufhin wurde ein Fachmann vom KIT gerufen, der festgestellt hat, dass das Paket nicht nach außen abstrahlt und auch nicht kontaminiert ist": Wenn das Paket nicht nach außen abstrahlt, wie konnte der Detektor am Betriebshof die Strahlung dann messen? Diese Aussage macht in meinen Augen keinen Sinn.
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  •   taschentuch
    (383 Beiträge)

    15.03.2018 06:20 Uhr
    Strahlung messen...
    ... ist gar nicht so einfach. Es ist längst nicht damit getan, sich einen Geigerzähler zu beschaffen. Wer sein Gemüse freimessen will, braucht anständige Messgeräte, die so teuer und so kompliziert sind, dass sie für Privathaushalte völlig unrealistisch sind. Wenn es interessiert, einfach mal Begriffe wie Szintillationszähler oder Gamma-Spektrometer recherchieren.
    http://www.medizinfo.de/umweltmedizin/ernaehrung_radioaktivitaet/messung.shtml Aber das nur am Rande. Die fachgerechte Messung von Radioaktivität ist alles andere als einfach, was auch die Beantwortung der Frage schwierig macht.

    Um die Frage zu klären, müsste man wissen, mit welchem Detektor welche Strahlungsart festgestellt worden ist, was und wie die Feuerwehr gemessen hat und wie der Mensch vom KIT vorgegangen ist.
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  •   betablocker
    (2905 Beiträge)

    15.03.2018 09:10 Uhr
    Wer kommt
    denn auf die Idee sein Gemüse auf Strahlung zu messen?
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  •   andip
    (8948 Beiträge)

    15.03.2018 12:00 Uhr
    Gab es zumindestens schon einmal
    Damals kurz nach Tschernobyl gab es welche, die das Gemüse auf Märkten mit Geigerzählern untersuchten.
    Dummerweise waren einige der Märkte mit Granit gepflastert, was die Zähler anschlagen liess.
    Nur hat dann keiner daran gedacht, dass das Granit strahlt, sondern geglaubt, es sei das Gemüse und hat es dann weggeworfen.
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  •   kommentar4711
    (1844 Beiträge)

    15.03.2018 09:29 Uhr
    Vorschriften!
    Was glauben Sie was z. B. mit den ganzen Pilzen passiert die aus östlicher Richtung importiert werden? Da wird ALLES beim Import auf Strahlung geprüft. Genauso wie viele Lebensmittel aus Japan.
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  •   betablocker
    (2905 Beiträge)

    15.03.2018 09:31 Uhr
    Nochmal lesen,
    dann antworten.
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  •   Kartoffelsalat
    (505 Beiträge)

    15.03.2018 00:10 Uhr
    -
    Messgeräte funktionieren eben nicht immer so wie sie sollen.
    ODER: Die Strahlung war tatsächlich da, aber die Quelle war eine andere und hat sich bis zum Eintreffen der KIT-Experten entfernt bzw. wurde bewegt.
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  •   mueck
    (9744 Beiträge)

    14.03.2018 20:49 Uhr
    Ganz neue Detektor-Bauart
    ... jetzt auch mit Messung der inneren Werte!
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