Karlsruhe EnBW-Kohlekraftwerk

Ist die Senkung der Emissionen nur ein Trick? (Foto: ka-news)
Breite Proteste von Bürgern zusammen mit Umweltverbänden hatten gegen den Bau des Kohlekraftwerks im Karlsruher Rheinhafen stattgefunden. Insgesammt konnten 6.300 Unterschriften gesammelt werden (ka-news berichtete). Der öffentliche Erörterungstermin des Regierungspräsidiums Karlsruhe zu den Einwendungen der Gegner findet am Mittwoch, 28. November, statt.

Der massive Widerstand gegen den Bau des Kohlekraftwerks habe nun die EnBW veranlasst, sehr kurzfristig und öffentlichkeitswirksam eine Senkung der Jahresfrachten bei drei Schadstoffen (Stickoxide, Kohlenmonoxid und Staub) bekanntzugeben (ka-news berichtete), so die Kritik des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Schaue man aber genauer hin, so entpuppe sich diese Senkung ohne zusätzliche technische Unterlagen nur als Rechentrick, so BUND. Lediglich die Jahresfracht sei geändert worden und damit blieben die Spitzenemissionswerte weiterhin unverändert.

Nur heiße Luft

"Es hat schon einen Beigeschmack, wenn durch Rechenkunst - Senkung der Betriebszeiten - oder durch die nebulöse Ankündigung einer 'kostenträchtigen Veränderung' kurz vor einem Erörterungstermin die Emissionsdaten so drastisch minimiert werden können", so der BUND in einer Mitteilung.Eine rechnerische Halbierung lediglich der Jahresfracht von Stickoxiden, Kohlenmonoxid und Fein­stäuben könne nicht akzeptiert werden. Nur eine Reduzierung der Emissionswerte für Staub, Stickoxide und Koh­lenmonoxid stelle eine echte Reduzierung dar und leiste einen Beitrag gegen besonders schädliche Schadstoff­spitzen. "Alles andere ist heiße Luft", so der BUND abschließend.

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