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Karlsruhe Ein Jahr Südamerika und zurück (Teil II)

Sie wollten eigentlich ein Haus kaufen. Doch weil eine Immobilie „immobil“ macht, nahmen Petra und Jürgen Rudolph ihre Ersparnisse und die gemeinsame Tochter Laila und fuhren los. Für ein Jahr erkundeten der Vermessungsingenieur und die Heilpädagogin mit ihrer Tochter Südamerika. Im zweiten Teil der ka-news-Serie erzählen die drei von ihrem einzigen spektakulären Unfall, herzlichen Begegnungen und wilden Landschaften.

"Von der Reise werden wir noch lange zehren", meinen Petra und Jürgen Rudolph einhellig und Tochter Laila nickt zustimmend. Allein die Landschaft sei traumhaft gewesen. "Gleich zu Anfang unserer Reise haben wir die Iguazu Wasserfälle in Nord-Argentinien besichtigt, das war unglaublich beeindruckend", erzählt Petra Rudolph. Die Wasserfälle, die genau auf der Grenze zu Brasilien liegen, gelten als die größten der Welt.

"Aber der Urwald in Bolivien und die Inkastadt Machu Picchu in Peru war auch toll“, wirft Jürgen Rudolph ein. Ja, unvergessliche Landschaften haben die drei viele erlebt. "30.000 Kilometer sind wir insgesamt gefahren", schätzt der Familienvater, und pro Monat habe man rund 500 Euro allein für Sprit ausgegeben.

Laila durfte Piranhas angeln

Ein Erlebnis haben die drei noch in besonderer Erinnerung: Als sie bei Einbruch der Dunkelheit im Pantanal Tal in Argentinien auf einer Holzbrücke einbrachen. "Da gibt es ein Sperrgebiet, das wegen der Überschwemmung nur auf Brücken befahren werden kann, tja, und eine war nicht mehr so ganz tragbar", erinnert sich Jürgen Rudolph schmunzelnd.

Ein Lastwagen zog sie schließlich aus dem Wasser. Den kleinen Zwischenfall, übrigens der einzige auf der gesamten Reise, nahmen Petra, Jürgen und Laila zum Anlass, noch ein paar Tage bei den Einheimischen zu verbringen. "Laila durfte sogar Piranhas angeln", sagt Petra Rudolph. Überhaupt: Die zweijährige Laila habe ihnen viele Türen geöffnet mit ihren blauen Augen und den blonden Haaren, die viele Südamerikaner nur selten sehen.

Es gibt vieles, das sie vermissen

"Die Einheimischen dort sind viel glücklicher und aufgeschlossener als hier in Europa, trotz der größeren Armut im Vergleich zu Europa", meint Jürgen Rudolph im Rückblick. "Und das obwohl sie viel weniger zum Leben haben", ergänzt Petra. Auf ihren Routen quer durch Argentinien, Bolivien, Peru und Chile habe die Familie viele Freundschaften geschlossen.

Und gab es ein Land, das ihnen besonders gefallen hat? "Nein", heißt es nach kurzer Überlegung einhellig, "alle waren auf ihre Art toll." Aber vermissen, da würden sie vieles, auch das leckere Essen: Die Empanadas, kleine gefüllte Teigtaschen, oder Maniok, ein Gemüse, das ähnlich der Kartoffel schmecke und die großen Rindersteaks in Argentinien.

25.000 Euro ausgegeben

"Dieses Jahr bleiben wir in Europa und besuchen unsere Reisebekanntschaften in der Schweiz und Österreich. Aber in der Zukunft werden wir bestimmt nochmal eine längere Reise unternehmen", meint Jürgen Rudolph. Erstmal wolle die Familie sparen, schließlich habe die Reise rund 25.000 Euro gekostet. "12.000 für die Schiffsüberfahrten und 12.000 für jeden Monat", erläutert er und fügt mit verschmitztem Lächeln hinzu: "Wer uns bei der nächsten Reise, wohin auch immer, finanziell etwas unter die Arme greifen möchte, kann das gerne tun."

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Kommentare (4)
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  •   geggo
    (289 Beiträge)

    18.05.2009 11:21 Uhr
    1000 / Monat
    sollte es wohl heißen.
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    18.05.2009 11:12 Uhr
    Steh ich auf der Leitung?
    12000 fürs Schiff und 12000 pro Monat (x12) macht 25000? Sind da die Nullen verrutscht? Und wie soll man dort 12000 Euro im Monat ausgeben? Bitte um Aufklärung.
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  •   geggo
    (289 Beiträge)

    18.05.2009 09:39 Uhr
    Jugendamt?
    @ Perlchen:
    Kennst Du diese Leute, oder weswegen defamierst Du sie als Pack? Und weshalb Jugendamt? Wie viele Kinder hast Du schon großgezogen, um so etwas zu schreiben?
    Erläutere mal, was Du meinst!
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  • unbekannt
    (10 Beiträge)

    18.05.2009 02:54 Uhr
    Nicht wegsehen
    Gelöscht! Verstoß gegen Kommentarregeln.
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