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Karlsruhe Ein Jahr Südamerika und zurück (Teil I)

Die Idee entstand spontan bei einem Glas Rotwein. Nur sechs Monate später ging es für Petra, Jürgen und die zweijährige Tochter Laila schon los: Mit ihrem Mercedes Allrad Expeditionsmobil fuhren die drei zwölf Monate quer durch Südamerika, von Argentinien über Brasilien bis Peru und Chile - insgesamt 30.000 Kilometer. Zurück in Wolfartsweier erzählten sie ka-news, wie sie das Projekt in so kurzer Zeit vorbereitet haben.

Mit einer langen Liste fing es an."Einen Zwischenmieter für unser Haus finden, das Auto zu Ende ausbauen, ein Frachtschiff organisieren, das uns mitnimmt, Freunden Bankvollmachten erteilen", zählt Petra Rudolph auf. Dazu alle paar Wochen ein Pieks in den Oberarm - Impfungen gegen Typhus, Gelbfieber, Hepatitis A und B.

In einem Crashkurs lernten sie in acht Doppelstunden Spanisch. "Wir haben uns eben mit Händen und Füßen verständigt", meint Jürgen Rudolph lachend. Ganz nebenbei wurde die Route geplant. "Wir hatten im Esszimmer eine große Karte, haben abends in Reiseführern gestöbert. Alle Orte, die wir toll fanden, haben wir mit dem Textmarker auf der Karte markiert", erinnert sich Jürgen Rudolph. Und das waren eine Menge. Am Ende waren Orte in fünf Ländern eingekreist.

Mit dem Schiff über den Atlantik

Trotz aller Hektik und der relativ kurzen Reisezeit schaffte es die Familie, bis zum Abreisetag fertig zu werden. "Wir haben bis zwei Wochen vor Abfahrt noch am Reisemobil rumgeschraubt und die Elektrik eingebaut", erinnert sich Petra Rudolph schmunzelnd. Doch am Ende war das Eigenheim auf Rädern, neun Quadratmeter mit Küchenzeile, drei Betten, Dusche, WC und 260 Watt Solaranlage pünktlich startklar.

Ende März 2008 ging die Reise dann los – doch bevor die drei ihr Traumziel erreichten, mussten sie 42 Tage über den Atlantik schippern. Auf dem Frachtschiff ging es über Spanien, Afrika, Brasilien bis zur Endstation, der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires.

Kaimane, riesige Wasserfälle und liebenswerte Bekanntschaften. Lesen Sie am nächsten Wochenende, welche Abenteuer die Rudolphs auf Ihrer Reise erlebten.

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Kommentare (11)
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    11.05.2009 23:47 Uhr
    @petralaila
    Is ja gut, wenns euch Spass gemacht hat und nix passiert ist...
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  • unbekannt
    (178 Beiträge)

    11.05.2009 23:21 Uhr
    Also
    ich habe auch fast keine Probleme mit Lehrern.
    Wie oben schon erwähnt, finde es toll und auch wichtig, solche Unternehmungen auch mit kleinen Kinder zu wagen.
    Und noch mal, es ist doch auch für ein Kind ein tolles Erlebnis, wenn es andere Eindrücke sammeln kann, (auch wenn das Gedächtnis noch nicht so ausgebildet ist.)
    Man kann einem Kind für seine spätere Entwicklung fast keinen größeren Gefallen tun, um es früh zu fördern.
    Die ersten Lebensjahre des Menschenkindes sind maßgeblich für die spätere Entfaltung verantwortlich.
    Ihr würdet euren Kindern den Ausflug in der Wutachschlucht doch auch nicht verwehren, nur weil kein Notarzt vor Ort ist. zwinkern
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  • unbekannt
    (1 Beiträge)

    11.05.2009 22:37 Uhr
    Welch Vorurteile gegen Lehrer
    Wir sind keine Lehrer, sondern Eltern die ein Jahr Elternzeit gemeinsam genommen und einige Jahre auf solch einen Trip gespart haben!!! Schweinegrippe oder dergleichen gibt es auch in Europa - da muss keiner übern Pazifik schippern. Und Ärzte gibt es da drüben ebenfalls. Laila berichtet immer noch von Ereignissen die im letzten Jahr passierten. Unterschätzt die kleinen Persönlichkeiten nicht so!!!! Wir können solch eine Reise nur jedem empfehlen, um andere Weltanschauungen zu begereifen.
    Vielen Dank für die positiven Postings
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    11.05.2009 17:59 Uhr
    Auf jeden Fall
    haben sie ein gescheites Auto. grinsen
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    11.05.2009 17:54 Uhr
    Das
    können nur Lehrer sein, denn kein normaler Angestellter oder Arbeiter wird ein Jahr freigestellt. Und selbst wenn würde er das in der momentanen Zeit sicher nicht machen. Und arbeitslos können die auch nicht sein, sonst hätten sie ja das Geld für diesen Trip nicht. Was das Kind betrifft schliesse ich mich andip an. So wars gemeint.
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  •   andip
    (9963 Beiträge)

    11.05.2009 15:33 Uhr
    Wer
    hat soviel Zeit und auch soviel Geld,um sich so eine Reise leisten zu können?
    Und ein zweijähriges Kind würde ich auch nicht mitnehmen.Die Gefahr,dass dem unterwegs was passiert oder krank wird und dann nirgendwo Hilfe zu bekommen ist,wäre mir zu gross.
    Und sich an diese Reise erinnern wird das Kind sich auch nicht,da in dem Alter das Gedächtnis noch ganz anders funktioniert.
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  • unbekannt
    (178 Beiträge)

    11.05.2009 14:05 Uhr
    @hetfield Egotrip?.....
    kann mir nicht vorstellen, dass das Kind irgendwelche bleibende Schäden von der Reise mit zum Psychiater bringt. Reisen bildet und lässt auch ein Kind positive Erfahrungen machen, die es in der Kita bestimmt nicht machen wird. Wobei mit den Lehrern könntest Du recht haben. grinsen
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    11.05.2009 12:06 Uhr
    Ich finde es wenig sinnvoll
    ein zweijähriges Kind auf einen solchen Egotrip mitzuschleifen. Sind bestimmt Lehrer.
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  • unbekannt
    (22 Beiträge)

    11.05.2009 08:22 Uhr
    Schöne Idee!
    In zweierlei Hinsicht: Liebe Rudolphs, ich könnt vor Neid erblassen zwinkern
    @ka-news.de: Freu mich schon auf die nächsten Teile des Reiseberichts!
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  •   yokohama
    (3401 Beiträge)

    10.05.2009 19:35 Uhr
    Dumm ist...
    ...wer um halb zwölf dumme Kommentare postet.
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