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Karlsruhe-Durlach Sex-Sauerei und Autohaus-Knacker: "Fühlen uns im Stich gelassen"

Längst ist die Durlacher Ottostraße nicht mehr nur als Industriegebiet bekannt - Schlagzeilen über Straßenprostitution, Einbruchserien und Autodiebstähle sind für die Anlieger nichts Neues mehr. Ein Lied davon singen kann Autohausbesitzer Claus Bachofer: Wenn er nicht gerade Kondommüll von seinem Hof fegt, bereitet er sich für eine erneute Zeugenaussage bei der Polizei vor - zwei Mal wurde in den letzten zwei Wochen in sein Geschäft eingebrochen, 2013 ließen Unbekannte insgesamt sieben Autos mitgehen. ka-news hat mit dem Unternehmer und Pechvogel über die Ärgernisse in der Ottostraße gesprochen.

"Es ist unglaublich: Gleich zwei Mal sind unbekannte Täter in unser Autohaus eingebrochen und das innerhalb von nur zwei Wochen", ärgert sich Autohaus-Filialleiter Claus Bachofer im Gespräch mit ka-news, der die Vandalismus-Spuren mit der Kamera festhielt. Diebe hatten jeweils an den vergangenen Wochenenden die Fenster des Gebäudes eingeschlagen und machten ohne Rücksicht auf Verluste den firmeneigenen Tresor ausfindig.

"Feuerlöscher-Knacker" machen Ottostraße unsicher

"Während Sie beim ersten Mal beim Öffnen scheiterten, packten sie beim zweiten Mal besseres Werkzeug ein und hatten Erfolg", so Bachofer, der davon ausgeht, dass es sich in beiden Fällen um die gleiche Diebesbande handelt. Rund 10.000 Euro seien entwendet worden - hinzu komme ein hoher Sachschaden, der aus kaputt getretenen Möbeln resultiere. "Wir haben es hier mit den 'Feuerlöscher-Knackern' zu tun", lacht Bachofer bitter - "so haben wir die Täter intern genannt - um ihre DNA-Spuren zu 'ersticken' haben sie den ganzen Raum mit Feuerlöscherschaum eingesprüht und eine üble Verwüstung hinterlassen." Nachdem man Anzeige erstattete, dauern die Ermittlungen der Polizei derzeit noch an, das bestätigte ein Sprecher der Karlsruher Polizei gegenüber ka-news.

Aber die Einbruchserie ist nicht das einzige, was Bachofer angesichts des Standorts seiner Filiale sauer aufstoßen lässt: Täglich tummeln sich im Bereich der Ottostraße nicht nur Neuwagen-Interessierte, sondern auch rund zwanzig immer wiederkehrende Damen aus dem Rotlicht-Milieu samt Kundenstamm. So komme es, ähnlich den Verhältnissen in der Karlsruher Fautenbruchstraße, immer wieder zu unerwünschten Hinterlassenschaften auch auf Bachofers Firmengelände, denn: Täglich grüßt die Lümmeltüte - "täglich vor Öffnung des Ladens fege ich den Kondom-Müll vom Hof."

Und täglich grüßt die Lümmeltüte

Seinen Angaben nach stehen die Straßenmädchen schon ab 17.30 Uhr täglich, "penetrant" vor der Einfahrt zum Autohaus - und das vollkommen legal, denn die Ottostraße ist nicht als Sperrbezirk gekennzeichnet. Sehr zum Leidwesen des Filialleiters: "Wir fühlen uns im Stich gelassen - das Problem kennen auch vier bis fünf andere Autohäuser um uns herum. Diese Verhältnisse schrecken unsere Kunden ab."

Eine Beschwerde bei der Stadt stieß offenbar auf taube Ohren. "Ich kann diese Ignoranz nicht nachvollziehen", so Bachofer gegenüber ka-news. Mit der Enttäuschung steht er nicht alleine da - bereits vor Kurzem berichtete ka-news über die gleiche Problematik in der Fautenbruchstraße. Der Leiter des dort ansässigen Raiffeisenmarktes sowie mehrere Kleingärtner berichteten über ähnliche Zustände.

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  •   Baden01
    (619 Beiträge)

    22.03.2014 18:27 Uhr
    grenzenlose Freiheit
    für Diebesbanden und Prostituierte.

    Danke Europa, danke "deutsche" Politiker.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (5 Beiträge)

    22.03.2014 12:27 Uhr
    Schlechte Recherche
    Ganz schlecht recherchiert ka-news. Claus Bachofer ist Niederlassungsleiter und kein Autohausbesitzer!
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (1211 Beiträge)

    22.03.2014 10:12 Uhr
    ja, wir wissen ja, was in Politik und bei der Stadt an Personal rumhockt
    da brauchen die, die ihr Geld sauer und ordentlich verdienen müssen, nicht auf Unterstützung zu rechnen. Aber die Zuhälter und ihre appetitlichen Nutten, die tun, was sie wollen. Wer nix kann, geht zur Stadt oder aufs Amt oder in die Politik, da wird man wenigstens versorgt von anderen.
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  •   frari66
    (3920 Beiträge)

    22.03.2014 00:16 Uhr
    Die Leute die zu diesen Frauen gehen sind auch arme Schweine !
    Nicht nur die Frauen. Das Ganze ist doch ein Spiegel unserer Gesellschaft, bei DEN Scheidungsraten. Also im Grunde muss man nur das Heiraten verbieten, dann wird alles GUT grinsen
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  •   badesalz
    (507 Beiträge)

    21.03.2014 20:17 Uhr
    Die Mädels
    stehen tagsüber auch an den Bushaltestellen in der Ottostraße.Wenn der Bus mal wieder Verspätung hat kann man sich so immerhin sinnvoll die Zeit vertreiben zwinkern
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    unbekannt
    (683 Beiträge)

    25.03.2014 14:40 Uhr
    Ach,
    meine ÖPNV-Jahreskarte zählt da auch?

    Gut zu Wissen.
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    21.03.2014 19:35 Uhr
    Ob es helfen würde,
    Kondome zu verbieten?
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  •   zweiundvierzig
    (160 Beiträge)

    21.03.2014 18:55 Uhr
    Einfache Lösung:
    Verbieten!
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    unbekannt
    (278 Beiträge)

    21.03.2014 18:03 Uhr
    Würde die Polizei
    fast stündlich dort Streife fahren und die Freier regelmässig kontrollieren, natprlich die DAMEN auch, würde dies schon nützen, dass dort so nach und nach das Strichgebiet nicht mehr so frequentiert würde. Aber da müsste die Streifenpolizei und die Sitte sich bewegen müssen. Hauptsächlich in der Nacht bzw. wann die Damen dort aufkreuzen. Regelmäßßige Kontrollen zeigt mit Sicherheit den Erfolg in einigen Wochen.
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  •   Mosherhead
    (188 Beiträge)

    21.03.2014 17:50 Uhr
    he, he
    Das will ich sehen, wie der Autohausbesitzer höchstpersönlich mit nem Besen die Kondome vom Hof weg fegt....
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