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Durlach 400 Wohneinheiten: Am "Oberen Säuterich" soll gebaut werden

Auf dem Areal "Oberer Säuterich" in Durlach-Aue soll in den nächsten Jahren ein neues Wohngebiet entstehen. Geht es nach den Karlsruher Stadtplanern könnten in dem Gebiet entlang der B3 schon bald über 800 Menschen leben.

Ein "konkurrierendes städtebauliches Entwurfsverfahren", an dem fünf Architektur- und Stadtplanunghsbüros aus ganz Deutschland teilgenommen haben, sollte erste Ideen liefern, wie das neue Wohngebiet "Oberer Säuterich" aussehen könnte. Die Gewinner dieses Wettbewerbs wurden am Dienstag im Durlacher Rathaus vorgestellt.

Man wolle zwei Planungsteams die Chance geben, ihre Entwürfe weiter zu verbessern und an die Vorgaben des Stadtplanungsamtes anzupassen, erklärte dessen Leiterin Professor Dr. Anke Karmann-Woessner und ergänzte, dass man diese beiden deshalb erst einmal zusammen zu den Wettbewerbs-Gewinnern erklärt habe. Im Frühjahr, nachdem die Architekten, Stadt- und Landschaftsplaner Zeit zum nachbessern hatten, wolle man sich dann auf einen Sieger einigen, dessen Planungen weiter verfolgt und konkretisiert werden sollen.

Ein Karlsruher und ein Berliner Sieger

Gewonnen hat ein Team aus Karlsruhe, das aus dem Architekturbüro K9 und den Landschaftsplanern Faktorgruen ModusConsult besteht, der zweite Sieger ist eine Arbeitsgemeinschaft aus Berlin: Das Stadtplanungsbüro Machleidt und die SINAI Gesellschaft von Landschaftsarchitekten. An ihren Entwürfen gefiel der Expertenjury besonders die gelungene Anbindung an die bereits bestehende, dörfliche Bausubstanz, die Vermischung von Wohn- und Grüneinheiten und die Planung in einzelnen Clustern, die eine zeitversetzte Umsetzung erleichtert.

Nachgebessert werden muss bei dem Entwurf von K9 an den Gebäudehöhen und der Bebauungsdichte und beim Entwurf von Machleidt an der Größe der Plätze und Grünflächen.

Entstehen soll dort in den nächsten Jahren ein Wohngebiet mit rund 400 Wohneinheiten - sowohl Einfamilienhäuser, als auch Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser, damit soll den verschiedenen Bedürfnissen der zukünftigen Bürger entsprochen werden. Den Bebauungsplan will man erst einmal flexibel halten, damit man in den kommenden Jahren schnell auf sich ändernde Wünsche und Bedürfnisse reagieren kann.

Die nächsten Schritte

Nachdem ein Gewinner feststeht, soll im nächsten Schritt ein Bebauungsplan erstellt und ein Umlegungsverfahren eingeleitet werden. Die Grundstücke im "Oberen Säuterich" sind größtenteils in Privatbesitz - und in dem Verfahren soll es auch darum gehen, eine für alle Eigentümer zufriedenstellende Umlegung zu finden.

Die Bürger können sich alle Entwürfe des Wettbewerbs im Internet und in einer Ausstellung vom 10 bis 24. Januar im Durlacher Rathaus anschauen - und diese natürlich auch kommentieren. Mit einem Baubeginn am "Oberen Säuterich" ist - wenn alles glatt läuft - frühestens in zweieinhalb Jahren zu rechnen, wie Karmann-Woessner erklärte.

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  •   Karsten2010
    (162 Beiträge)

    14.12.2016 20:38 Uhr
    Einfamilienhäuser und Reihenhäuser
    Mit solchem Kleinkram wird man das Wohnungsproblem in KA niemals lösen. Wer in einer wachsenden Großstadt wohnen will, kann nicht noch den Anspruch stellen, ein eigenes Häuschen mit Grundstück zu haben. Auch wenn Durlach nicht im Zentrum liegt, sollte man auch dort derzeit nur große Mehrfamilienhäuser bauen, mit 10 Etagen mindestens. Warum sollten Hochhausviertel nicht ansprechend realisierbar sein ?!
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  •   Originalteil
    (1242 Beiträge)

    14.12.2016 22:07 Uhr
    Weil sie
    erfahrungsgemäss schnell runterkommen. Ausserdem findet der Zuzug ja im oberen Bildungssektor und im Bereich überdurchschnittlicher Verdienste statt, glaubst du so jemand will in ein Hochhaus ziehen? Die müssten dann schon eine überdurchschnittliche Ausstattung haben und somit schliesst sich der Teufelskreis weil die Mieten und Kaufpreise von vorneherein sehr hoch wären und somit wieder nicht das geschaffen wird was man gemeinhin bezahlbaren Wohnraum nennt.
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  •   Karsten2010
    (162 Beiträge)

    15.12.2016 19:25 Uhr
    Hochhäuser kommen schnell runter ?
    Weshalb sollte das so sein und ich kann auch nicht feststellen, dass dies der Fall ist. Und komfortable Hochhauswohnungen kosten zwar viel Geld was nicht jeder hat, aber man kriegt auf einer relativ kleinen Grundfläche viele Wohnraum unter. Und darauf kommt es an, dann ist nämlich auch noch Platz für "normale" Wohnungen. Und wem das nicht passt, der hat's nicht nötig in KA zu wohnen. Es ziehen auch nicht nur Überdurchschnittsverdiener dazu, man betrachte nur mal, was jedes Jahr im Herbst los ist, wenn wieder neue Studenten dazu kommen. Für die wären Hochhauswohnheime ideal. Es ist auf der ganzen Welt so, dass in gefragten Städten höher und enger gebaut wird. Dort wo dies nicht geschieht, entstehen unbezahlbare Wohlstandsghettos, in denen nur einige, wenige unterkommen. Das kann wohl nicht im Interesse der breiten Mehrheit sein.
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  •   Walpersberg
    (68 Beiträge)

    17.12.2016 01:56 Uhr
    Doch!
    Dort wo dies nicht geschieht, entstehen unbezahlbare Wohlstandsghettos, in denen nur einige, wenige unterkommen. Das kann wohl nicht im Interesse der breiten Mehrheit sein.

    Gegen Zuzug! Jetzt!
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  •   malerdoerfler
    (5645 Beiträge)

    16.12.2016 08:04 Uhr
    Hochhäuser gibt es genug!
    Man muss die gleichen Fehler nicht auch noch wiederholen und sollte aus den alten Fehlern lernen.
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  •   Karsten2010
    (162 Beiträge)

    16.12.2016 22:21 Uhr
    Soviele Hochhäuser gibt's doch gar nicht
    Was soll daran falsch sein, die Leute mal wieder öfter übereinander wohnen zu lassen ? Wichtig ist, dass die Stadtteile durchmischt sind und sich die Stadt nicht in Armenviertel und Wohlstandsghettos aufteilt. Das ist mancherorts schief gelaufen. In KA ist das bisher recht gut gelungen, in den letzten 10-15 Jahren allerdings wird recht einseitig alles auf großer Fläche verbaut (siehe Knielingen 2.0 oder Kirchfeld-Nord) . Und wer den Anspruch hat, neben seinem eigenen Häuschen kein Hochhaus zu sehen, hat es nicht nötig, in der Großstadt zu wohnen. Wenn viele Leute hier her wollen (oder auch müssen), soll man es auch vielen ermöglichen.
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  •   Walpersberg
    (68 Beiträge)

    16.12.2016 23:30 Uhr
    Falsch,
    Zuzug muss gesteuert werden. Es ist uninteressant wieviele hier herwollen. Hier passt nur eine bestimmte Anzahl hin und fertig. Die Stadt muss nicht ums Verrecken ausgebaut werden. Wenns keinen Platz hat hat es eben keinen. Und seit jeher sind alle Studenten irgendwo untergekommen. Ist sicher schwieriger als zu meiner Zeit als man sichs aussuchen konnte. Aber da müssen sich die Leut eben bewegen und Angaschemang zeigen, das lehrt fürs Leben. Und macht auch fit fürs ernste Leben und den Gedanken sich frühzeitig Eigentum anzuschaffen anstatt sich mit 100 anderen stundenlang zu einer Wohnungsbesichtigung anzustellen um dann in die Röhre zu gucken.

    Hochhäuser kommen schnell runter weil der Eigentümer so wenig macht wie nur möglich um die maximale Rendite zu erzielen. Falls es eine Eigentümergemeinschaft ist, ich verspreche dir, dass du keine Eigentümerversammlung mit 50 Teilnehmern willst, da kannst du dich erschiessen.
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  •   mueck
    (10809 Beiträge)

    17.12.2016 23:41 Uhr
    !
    "Hochhäuser kommen schnell runter"

    Ich stelle mir das gerade bildlich vor ...

    Alle 5 Jahre eine Etage runter?

    Da hat man wohl auf Sand und Kies gebaut ...

    Fels wäre besser gewesen, haben wir hier aber nicht ...

    ;-)
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  •   Karsten2010
    (162 Beiträge)

    17.12.2016 21:20 Uhr
    In KA ist noch (etwas) Platz
    Es gibt Städte, die deutlich dichter besiedelt sind als KA und auch diese bieten Lebensqualität. Obergrenzen in der Bevölkerungsdichte gibt es natürlich, ich will auch keine Mietkäfige, wie es sie in Hongkong geben soll. KA ist von Großgemeinden und Großen Kreisstädten umgeben, die sich auch noch etwas (groß)städtischer entwickeln könnten. Die meisten Leute wollen derzeit eine städtische Struktur, sonst gäbe es nicht das Zuzugsproblem in den Großstädten. Zitat "Und seit jeher sind alle Studenten irgendwo untergekommen." : Studenten sollen sich auf's Studium konzentrieren und nicht auf die Zimmersuche (und Finanzierung). Die derzeitigen Zustände sind nicht zumutbar.
    Ob Miete oder Eigentum ist sicherlich Ansichtssache. Wichtig beim Vermieten ist, dass der Vermieter kein Hobbyvermieter ist, der "oben noch was frei hat" und event. noch mit im Haus wohnt, sondern dass eine qualifizierte Wohnungsgesellschaft dahintersteckt, die sich auch mit rechtlichen Dingen auskennt.
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  •   Walpersberg
    (68 Beiträge)

    18.12.2016 00:51 Uhr
    Ich hab durchaus verstanden
    worauf du hinauswillst. Nur ist das leider im Bereich des Wunschdenkens anzusiedeln. Wer auch immer Wohnungen baut und verwaltet ist gnadenlos auf Rendite aus. Da werden keine Gefangenen gemacht. Und grosse Einheiten sind schwer zu verwalten.
    Wir sollten einfach bleiben was wir sind. Eine kleine Großstadt mit einem leicht provinziellen Touch und einer hohen Lebensqualität (mal von der temporären Situation abgesehen, aber das hat ja irgendwann mal ein Ende).

    Und wer hier nicht herkommen kann weil es keinen Platz gibt muss halt draussenbleiben und woanders sein Glück suchen.
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