Karlsruhe Durchbruch im Norden

Die neuen Schilder stehen schon
(Foto: ka-news)
Der Autobahnanschluss Karlsruhe-Nord wird am heutigen Montag feierlich eröffnet und für den Verkehr freigegeben. Das elf Millionen Euro teure Projekt ist Teil der geplanten und umstrittenen Nordtangente. Durch den Autobahnanschluss fürchten Kritiker eine zusätzliche Verkehrsbelastung des Stadtteils Hagsfeld, der schon jetzt unter hohem Pendler- und Durchgangsverkehr zu leiden hat.

Um der befürchteten Verkehrswelle entgegenzuwirken, hat die Bürgerkommission Hagsfeld zusammen mit den Hagsfelder Ortsverbänden von SPD, CDU und FDP heute Proteste für den sofortigen Weiterbau der Nordtangente angekündigt. Nur durch den Ausbau bis zur Haid-und-Neustraße werde Hagsfeld entlastet. Der heute eröffnete Autobahnanschluss Karlsruhe-Nord reicht dagegen bis zur Elfmorgenbruchstraße.

Der neue Autobahnanschluss, im Vordergrund die Bauarbeiten, um die Verbindung zur B10 herzustellen. Im Hintergrund Rintheim (l.) und Hagsfeld (r.) (Foto: Roland Helfer)

Wann der Weiterbau der Nordtangente bis zur Haid-und-Neu-Straße erfolgt, ist noch nicht sicher. Sicher hingegen ist die interfraktionelle Zustimmung. Was fehlt, ist eine Finanzierungszusage des Bundes. Im November des vergangenen Jahres dämpfte Bundesverkehrsminister Tiefensee (SPD) die Hoffnungen auf eine rasche Weiterführung. Der vorgelegte Fünfjahresplan für Verkehrsinvestitionen des Bundes sieht lediglich den Anschluss der B10 und der Elfmorgenbruchstraße vor.

Das Projekt Nordtangente war schon immer umstritten. Viel wurde und wird diskutiert. Ziel ist es die Karlsruher Innenstadt zu entlasten und ein Vorankommen in Ost-West-Richtung zu beschleunigen. Die Gegner bezweifeln die Wirksamkeit und fürchten eine Zerschneidung von Naherholungsbebieten sowie weitere Umweltbelastungen durch Lärm und Abgase.

Blick Richtung Osten: Das Industriegebiet "Auf der Breit" (Foto: Roland Helfer)

Zudem befürchten sie einen massiven Eingriff in den Hardtwald. Komme erst einmal der Durchstoß von der Haid-und-Neu-Straße bis zur Theodor-Heuss-Allee, stünden mit Realisierung einer zweiten Rheinbrücke im Westen einer echten Nordtangente durch den Hardtwald Tür und Tor offen. Für Kritiker wäre das ein echter Super-Gau.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (0)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.