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Stuttgart Drei Monate nach Einführung: Noch gibt es in Karlsruhe keine Anträge auf drittes Geschlecht

In den Standesämtern im Südwesten lassen Bürger bisher nur sehr selten das dritte Geschlecht eintragen. Seit Januar ist neben "männlich" und "weiblich" im Geburtenregister auch die Option "divers" für intersexuelle Menschen möglich. Bei den Standesämtern in Karlsruhe, Freiburg, Heidelberg und Ulm liegen bisher keine Anträge auf Eintragung des dritten Geschlechts vor.

Lediglich in Stuttgart und Mannheim wurde jeweils ein Antrag gestellt, in beiden Fällen von "männlich" auf "divers".

Der Bundestag hatte die Einführung des dritten Geschlechts Mitte Dezember beschlossen. Damit setzte das Parlament eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2017 um. Die zuvor geltende Pflicht, einen Menschen dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuzuordnen, war darin als Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht und das Diskriminierungsverbot gewertet worden.

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Kommentare (40)
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  •   Rambazamba
    (348 Beiträge)

    07.04.2019 11:26 Uhr
    Ist doch gut
    dass es die Möglichkeit gibt. Ich bin schon immer weiblich und bin es auch gerne. Leicht ist es bestimmt nicht, sich unsicher in diesem Gefühl zu sein und sich weder als Mann noch als Frau zu fühlen oder vielleicht als eine Mischung aus beidem. Meiner Meinung nach sollte jeder mit seinem Wohlfühlgeschlecht leben. Toiletten würde ich nur noch Unisex machen. Das ist das einfachste für alle. Schwer würde ich mich tatsächlich bei der Anrede tun. Jetzt mal ganz doof gefragt :
    Kennt jemand die korrekte Anrede?
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  •   Krawallradler
    (507 Beiträge)

    07.04.2019 14:57 Uhr
    Korrekt wäre wohl
    "Sehr geehrtes Es Müller.
    wir freuen uns Ihnen mitzuteilen, dass Es ein Preis gewonnen hat ..." (so sähe dann wohl der tägliche Spam dazu aus) ^^
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  •   09-05-1951
    (20 Beiträge)

    07.04.2019 10:43 Uhr
    3 Monate ...
    ..., was sind schon 3 Monate, weniger wie ein Wimpernschlag, wenn man bedenkt, dass die Konditionierung der Begrenzung auf "nur" männlich und "nur" weiblich schon so lange durch die Köpfe der Menschen zieht. Das was es dazwischen gibt, wird als nicht existent oder widernatürlich abgetan und somit lächerlich gemacht werden darf - im besten Fall! Im schlimmsten Fall, aber nimmt man diesen Menschen das Recht auf freie Entfaltung, Akzeptanz und Gleichheit.

    Was den Begriff "Fräulein" angeht, benutzt für unverheiratete Frauen - also eine Herabsetzung, nämlich, dass eine Frau erst dann zur Frau wird, wenn ein Mann sie ehelicht und sie so erst durch die Heirat ein vollwertiger Mensch wird - ist schlicht demütigend.
    Wenn diese archaische Ausdrucksweise weiter in unserem Sprachgebrauch benutzt wird, sollte endlich auch der Begriff Herrlein eingeführt werden.
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  •   ALFPFIN
    (6690 Beiträge)

    07.04.2019 11:15 Uhr
    Also die Anrede
    Fräulein wurde in der damaligen BRD im Amtsdeutsch schon 1971 abgeschafft. Ich kenne noch ein paar alte Damen, die auf diese Anrede noch wert legen. Das werden sicher nur noch wenige sein, die Anrede Frau auch für unverheiratete Frauen hat sich längst durchgesetzt.
    Der Prozentsatz an intersexuellen Menschen an der Gesamtbevölkerung wird nicht sehr hoch sein. Vielleicht gibt es auch unter diesem Personenkreis einfach Leute, die sich mit ihrer Situation arrangiert haben, ohne viel Aufhebens zu machen und weniger weil sie befürchten, diskriminiert zu werden. Zweifellos gibt es Menschen die sich darüber auslassen.
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  •   Weichei
    (288 Beiträge)

    07.04.2019 11:33 Uhr
    Dieses Thema zeugt davon wie alt ich doch bin
    Ich glaube es ist auch hoechste Zeit den US-Amerikanern zu sagen:"lernt endlich richtiges Deutsch"
    Schluss mit Fraulein ihr Banausen.
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  •   Weichei
    (288 Beiträge)

    07.04.2019 11:04 Uhr
    Vor Allem
    sollten auch Begriffe wie herrlich und daemlich abgeschafft werden. grinsen
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  •   ALFPFIN
    (6690 Beiträge)

    07.04.2019 11:35 Uhr
    @Weichei
    Ich habe keine Probleme mit dem Begriff dämlich, habe mich gestern ziemlich dämlich angestellt beim Zusammenbau eines kleinen Regales und fand es heute morgen herrlich, dass das Ding noch aufgebaut da stand mitsamt den Büchern. grinsen
    Diese Diskussion herrlich und dämlich in Bezug auf das jeweilige Geschlecht ist auch so eine neumodische Geschichte. Unsere Sprache ist Jahrtausende alt, wenn unsere Vorfahren solche Empfindlichkeiten gezeigt hätten, hätten sie allein durch die Zuordnung der Begriffe zu dem gegenseitigen Geschlecht schon schwere Depressionen bekommen müssen.
    Natürlich kann und soll man heute vieles hinterfragen. Für die Betroffenen ist es viel wichtiger, wenn wir ihre Situation anerkennen und respektieren. Sprachliche Verrenkungen hierzu sind meiner Meinung zweitrangig.
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  •   Weichei
    (288 Beiträge)

    07.04.2019 12:12 Uhr
    Zweite Antwort
    Nun die Deutsche Sprache ist zwar nicht jahrtausende alt, sondern in der heutigen Urform seit einem gewissen Martin bestehend. Allerdings werden in der heutigen Zeit krampfhafte Anstrengungen unternommen Diese zu zerstueckeln.
    Nun meine heutige erste Sprache hat diese Problem noch nicht und wird sie auch hoffentlich nie haben.

    "Miss" means the person is unmarried and "Mrs." means that she is married. ... When I am addressing a woman, I may not always know their marital status and don't know whether to use "Mrs." or "Ms." If you don't know their marital status, you should use "Ms" Because it is acceptable by all women
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  •   Weichei
    (288 Beiträge)

    07.04.2019 11:47 Uhr
    Alfpfin
    Guter Beitrag.
    In Zukunft werde ich mir angewoehnen das wort "Satire" hinzuzufuegen, grinsen
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  •   09-05-1951
    (20 Beiträge)

    07.04.2019 11:11 Uhr
    Ja
    auch hier zeigt sich, wie unsere Sprache auf die Höherstellung des Mannes ausgerichtet ist.
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