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Karlsruhe Drastische Folgen: "Ohne Karstadt keine Innenstadt"

Nachdem Vertreter von Partei und Fraktion mit Verantwortlichen von Karstadt gesprochen hatten, verfassten Doris Baitinger und Johannes Jung (SPD) einen offenen Brief an OB Fenrich, in dem sie ihn aufforderten, sich im Städtetag für den Erhalt von Karstadt einzusetzen.

In dem offenen Brief heißt es: "Nachdem uns die Rettung von Opel viele Wochen in Atem gehalten hat, geht es aktuell um das Überleben von Karstadt. Wie bekannt ist, droht eine Insolvenz des Mutterkonzerns Arcandor, sollte dieser keine Staatsbürgschaft in Höhe von 650 Millionen Euro erhalten. Eine Insolvenz von Arcandor hätte drastische Folgen für die 90 Karstadt-Filialen in Deutschland – auch der Standort Karlsruhe wäre bedroht."

Dann zählen sie auf, was Karstadt für Karlsruhe bedeutet: 30.000 Käufer jeden Tag, zehn Millionen Kunden im Jahr und 600 Menschen in Arbeit sind Gründe genug, warum das Kaufhaus nicht mehr aus Karlsruhe wegzudenken ist.

Darüber hinaus sei nach dem Motto "Ohne Karstadt keine Innenstadt" zu berücksichtigen, welche hohe Relevanz die Karlsruher Karstadt-Filiale für die Innenstadtentwicklung und speziell für das Leben in der Kaiserstraße hat.

Dies sei auch vor dem Hintergrund zu beachten, dass die "alte" Volksbank am Marktplatz und der "alte" Breuninger am Europaplatz leer stehen, was das Bild der Innenstadt nachhaltig negativ beeinflusst. Daher bitten die Vertreter der SPD Fenrich im Deutschen Städtetag darauf hinzuwirken, dass alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, das Überleben von Karstadt in Deutschland zu sichern und damit auch den Standort Karlsruhe zu erhalten.

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Kommentare (19)
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  •   tessarakt
    (2356 Beiträge)

    06.06.2009 09:25 Uhr
    @todi01
    Danke, du sprichst mir aus der Seele.
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  •   todi01
    (1204 Beiträge)

    05.06.2009 22:05 Uhr
    Der Karstadt in Karlsruhe
    hat ja gar kein Problem. Schlecht geht es Arcandor wegen der zahllosen anderen, nicht halb so großen Häuser, die mit einem Mischmaschsortiment irgendwo zwischen Woolworth und Kaufhof dahinvegetieren. Karstadt ist alt und träge geworden. Ich kann mich schon gar nicht mehr erinnern, wann ich wegen eines tollen Sonderangebots zuletzt bei Karstadt war. Zu Karstadt gehe ich nicht wegen des Einkaufserlebnisses oder der guten Preise, sondern weil ich irgendwas dringend brauche und es sonst auf die Schnelle nirgendwo günstiger bekomme. Als Unique Selling Proposition ist das schon ziemlich schwach, aber für Karlsruhe reicht es. Schlimm wird es, wenn die Filiale so klein ist, dass sie auch für diese Notkäufe keine ausreichende Sortimentsbreite hat. Woolworth, Kaufhalle und Wal-Mart hat auch niemand eine Träne nachgeweint, obwohl die ersten beiden an genau der gleichen Krankheit zugrunde gegangen sind. Jede Marktbereinigung fordert Opfer, bringt aber auch neue Chancen.
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  •   ulika
    (189 Beiträge)

    05.06.2009 21:14 Uhr
    "Ohne Karstadt keine Innenstadt"??????
    Typischer Wahlkampfschwachsinn.
    Da steht nach 4 Wochen Galleria Kaufhof drauf und weiter geht's, ohne kosten für den Steuerzahler
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    05.06.2009 20:45 Uhr
    Wieso ist Karstadt optisch ein Schandfleck?
    Bitte Zeichnung. Oder glaubst du das Gebäude wird abgerissen wenn der zumacht? Ein echter Albtraum was hier teilweise wieder zu lesen ist.
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  •   creasy
    (529 Beiträge)

    05.06.2009 19:23 Uhr
    ...
    Ich glaube kaum, das Metro das Unternehmen Wal Mar gekauft hat, wenn dann vielleicht die Filialen übernommen wie in Karlsruhe mit der Marke real. Aber in den USA läuft Wal Mart ja sehr gut wie ich gehört habe.
    Falls doch belehre mich eines besseren. grinsen
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  •   mueck
    (12410 Beiträge)

    05.06.2009 17:32 Uhr
    ... auf den Kronenplatz ...
    .. sollte es hin, ja.
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  •   bobber
    (2119 Beiträge)

    05.06.2009 15:51 Uhr
    wenn man sich vorstellt,
    da war mal ein 3. Kaufhaus im Bereich "Fritz Erler Strasse" geplant.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (8066 Beiträge)

    05.06.2009 15:49 Uhr
    Fakt
    ist, dass Metro mit dem Kauf von maroden Unternehmen, siehe WalMart, immer größer und somit immer konkurenzloser wird. Es ist noch nicht lange her, dass Metromitarbeiter gestreikt haben und das Metro Kaufhof los haben wollte. Real stand oder steht noch in der Warteschleife.
    Wenn am Ende Galeria Kaufhof drübersteht wird es mit Sicherheit nicht billiger, geschweige denn besser. Und wer denkt damit würden Arbeitsplätze gesichert, der irrt gewaltig. Der "echte" Einzelhandel ist schlicht und ergreifend tot.
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  •   todi01
    (1204 Beiträge)

    05.06.2009 15:42 Uhr
    @bier
    Die Innenstädte veröden nur, weil die Eigentümer der Immobilien noch nicht verstanden haben, dass sie die Mieten an die Nachfrage anpassen müssen. Es gibt eben nur noch eine Handvoll Unternehmen, die bereit sind, jenseits der 30 EUR pro qm und Monat zu bezahlen. Das dauert noch einige Jahre, dann haben auch die Vermieter kapiert, dass Vermietung für 12 Euro besser ist, als 5 Jahre Leerstand in der Hoffnung auf höhere Mieten. Die im Moment verlangten Summen lassen sich für ein kleineres Unternehmen nur mit Gastronomie und 1 EUR-Shops verdienen, und entsprechend sieht die Kaiserstraße östlich vom Marktplatz auch aus. Übrigens: nicht nur Karstadt, auch Quelle wird aus Karlsruhe verschwinden, immerhin ebenfalls eine Immobilie in exponierter Lage. Der Eigentümer würde aber wohl lieber heute als morgen verkaufen, denn der nächste Mieter wird nicht mal mehr die halbe Miete zahlen. Irgendwann kapieren es die Vermieter, dann werden die Läden auch für kleine Unternehmen wieder interessant.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (1018 Beiträge)

    05.06.2009 15:40 Uhr
    Vielleicht..
    ..hätte sich die Stadt Karlstruhe auch mal etwas weniger auf Konsumtempel konzentriert? War nicht auch vor Kurzem die Rede davon den ehemaligen Breuninger zu einer zweiten Postgalarie umzubauen oder sowas?

    Finde das nur noch lächerlich. Wenn Karstadt pleite geht, dann zurecht. Frag mich welche 30.000 Volltrottel da täglich hinmarschieren? Bei den Preisen? Die Krise in der sie stecken ist rein selbstverschuldet und hat nichts mit der Wirtschaftskrise zu tun. Warum also Geld in den Rachen dieser Versager stopfen? Wegen 600 lächerlicher, unterbezahlter Arbeitsplätze? Weil die Innenstadt dann plötzlich leer wäre? Ich lach mich schlapp..

    Und am Ende kann sich auch der Einzelhandel womöglich wieder über mehr Zulauf freuen. Habs schon an anderer Stelle geschrieben: Wo war denn das Geheule, als vor mehreren Jahrzehnten die ganzen großen Ketten die ganzen kleinen Händler in den Ruin getrieben haben?
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