Karlsruhe Dodo bringt Kinderaugen zum Leuchten

In der Kinderklinik des Städtischen Klinikums war bisher jeden Mittwoch "Dodo-Tag". Seit kurzem besucht der Klinikclown jetzt an einem zusätzlichen Tag die kleinen Patienten - und bringt sogar Verstärkung mit.

Der Clown Dodo, der eigentlich Krankenpfleger ist, kommt mitsamt seiner braunen Zaubertasche in die Zimmer und erheitert dort die kleinen Patienten mit Zaubertricks und Luftballontieren. "Ein Renner sind auch meine quietschenden Seifenblasen", erzählt Dodo, alias Gerd Oettinger, auf einer Pressekonferenz am Mittwoch.

Wichtig an seiner Arbeit findet er, die "Kinderwelt wieder zu etablieren", indem er sich auf die "Kinderebene" begibt und einfach nur Spaß macht. Damit setzt er sich bewusst von Ärzten und Pflegepersonal ab, die für die Kinder immer mit ihrer Krankheit verbunden sind. "Und wenn ich dadurch nur kurz von Schmerzen ablenken kann oder Angst vor einer Untersuchung abbauen kann, hat es sich schon gelohnt", so der Klinikclown Dodo, der für das Pressegespräch aus seiner üblichen Rolle herausgegangen ist.

Clowns der Roten Nasen unterstützen Dodo

"Die Clownarbeit ist bei uns im Haus sehr wichtig", erklärt der Leiter des Zentrums für Kinder und Frauen am Städtischen Klinikum, Stefan Zirker. Der Hauptakteur dabei ist seit sieben Jahren der Klinikclown Dodo, der mit dem Besuch aller Stationen und Ambulanzen für Kinder alle Hände voll zu tun hat. In letzter Zeit hat sich so sein Mittwochsdienst als Clown immer mehr ausgeweitet, wie Gerd Oettinger  berichtet. "Als Clown muss man aber immer sehr wach sein", so Oettinger weiter, "jedes Kind will hundert Prozent an Aufmerksamkeit haben. " Auch aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie wurde Dodo angefragt und gerade hier sind ausführliche Gespräche zur Vorbereitung unerlässlich.

Durch die Initiative des Fördervereins Sonnenschein sowie dem Förderverein für krebskranke Kinder und dem Förderverein zur Unterstützung der onkologischen Abteilung der Kinderklinik Karlsruhe (FUOKK) konnte jetzt ein zweiter Tag für Dodo eingerichtet werden. So ist er jetzt auch montags auf den Fluren unterwegs - teilweise in Begleitung von Clowns der Roten Nasen Deutschland. Die Zusammenarbeit im Clown-Duo ist für Oettinger etwas Neues: "Der Einsatz im Team hat eine ganz andere Qualität - das Kind ist eher in der Zuschauerrolle, da ich ja schon jemanden habe, mit dem ich spielen kann." Für einige Kinder eigne sich dies, für andere eher nicht. Beispielsweise bei den kleinen Patienten der Onkologie, die Dodo teilweise schon seit Jahren kennt, steht die Beziehung zum Kind im Vordergrund. "Wir sind da noch am 'uns ausprobieren'", beschreibt Oettinger die Zusammenarbeit mit den Roten Nasen.  

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